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TOPS & FLOPS: #79
Von: Markus Rinner Am: 12 Okt, 2015 | Kategorien: Sonstiges, Tops & Flops, zSlideshow

Tops & Flops/Ausgabe 79:

Top 1: Thomas Raffl
Flop 1: Checks gegen den Kopf
Top 2: VEU Feldkirch Flop 2: Todd Björkstrand
Top 3: VSV-Management Flop 3: Sidney Crosby

 

Top 1: Thomas Raffl

Er war bereits vor zwei Ausgaben unser Top #1, doch da war noch nicht klar, dass es Thomas Raffl tatsächlich schaffen wird, einen Vertrag in Winnipeg zu erhalten. Mittlerweile hat er diesen in der Tasche, muss sich zwar über das Farmteam in Manitoba empfehlen, aber dass er zu seinen NHL-Einsätzen kommen wird, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Es sickerte durch, dass es den Verantwortlichen in Winnipeg nur darum geht, dass Raffl Zeit bekommt sich auf den nordamerikanischen Stil und die kleinere Eisfläche einzugewöhnen. Wir beenden auch diesen Top mit demselben Satz wie vor zwei Ausgaben: Wir drücken ganz fest die Daumen!

 

Top 2: VEU Feldkirch

Kennen sie das Gefühl zu verlieren? Die Cracks der VEU Feldkirch vermutlich nicht mehr. In sieben Testspielen blieben die Vorarlberger in der Preseason ungeschlagen und zeigten zu INL-Saisonbeginn dass sie nicht vorhaben, diese Serie zu beenden. Sechs Spiele – sechs Siege – nur einmal musste man über die Overtime zum Erfolg kommen. Insgesamt ist man also in 13 Saisonspielen ungeschlagen und das zeugt von einer enorm hohen Qualität und guter Arbeit die im Verein geleistet wird. In Feldkirch setzt man Schritte, vielleicht schon den ein oder anderen mit dem Hintergedanken in Richtung EBEL?

 

Top 3: VSV-Management

Eine schaurige Serie legte der VSV unter Coach Järvenpää hin. Aus saisonübergreifend 31 Spielen konnte man nur vier gewinnen. Järvenpää stand seit Wochen in der Kritik, etliche forderten seinen Abgang. Der VSV stand jedoch hinter seinem Coach und dieser schaffte mit seinem Team tatsächlich den turn around. Sieg in Salzburg, Sieg gegen Znojmo und nun der famose Derbysieg. Damit hat man drei der Top 5 Teams binnen einer Woche besiegt und den Anschluss in der Tabelle wieder hergestellt. Hut ab vor dieser Leistung und Hut ab vor dem Mut des VSV-Managements, dass dem Finnen (vorerst zu Recht) die Stange hielt.

 

Flop 1: Check gegen den Kopf

Manche lernen‘s nie. Wie gefährlich Checks gegen den Kopf sind zeigte die Vergangenheit etliche Male, viele Spieler mussten wegen schwerer Gehirnerschütterungen ihre Karrieren beenden. Dass diese massiv sanktioniert werden haben die internationalen Ligen allesamt deutlich kommuniziert und das ist auch gut so. Das DOPS in der NHL und der EBEL haben nun zwei Fälle gehabt, die streng bestraft wurden. 41 Spiele Sperre muss Raffi Torres absitzen. Der Wiederholungstäter (musste bereits 2011 eine 25 Spiele-Sperre absitzen) hat sich in einem Testspiel gegen die Anaheim Ducks einen massiven Schnitzer erlaubt und Jakob Silfverberg böse niedergestreckt. In der EBEL traf es Rafael Rotter. Auch er gilt als repeat offender (Wiederholungstäter), war bereits 2010 für 16 Spiele gesperrt worden. Für seinen Check im Spiel der Caps gegen Laibach muss er acht Spiele absitzen – gut so wie wir meinen, denn manche lernen’s wie gesagt nie. Und zur Erinnerung: DOPS steht für Department of Player Safety und damit ist der Auftrag der Einrichtung wohl klar…

 

Flop 2: Todd Bjorkstrand

„Katastrophale Teamführung“ das ist wohl die Kurzzusammenfassung des Trainerengagements von Todd Björkstrand und dessen Scheitern in Graz. Warum man dem Amerikaner lange die Stange hielt, weiß keiner. Aber dass man nun die Reissleine zog, war wohl sowas wie der Rettungsversuch in allerletzter Sekunde. Die Rettung soll nun Ivo Jan sein, der das Team kennt, aber dem man auch Zeit eingestehen wird müssen. Björkstrand leistete sich in Graz Aussetzer die „auf keine Kuhhaut passen“, behandelte seine Spieler wie „junge Lausbuben“ und vergraulte damit einige Hochkaräter. Manch einer davon fand sofort ein neues Engagement in der EBEL (Scofield, Cuma, Walker, etc.), obwohl er für (Schlusslicht!) Graz zu schwach war, Heimweh hatte oder andere Ausreden dienten um dem Wunsch des Trainers nachzukommen – den Spieler der nicht parierte loszuwerden. Diejenigen die blieben, zeigten am Eis dass es mit der Arbeitsmoral nicht mehr ganz so toll passt und müssen nun, wo sie „erreicht haben was man wollte“ (Zitat Ivo Jan!) zeigen was sie können.

 

Flop 3: Sidney Crosby

Dieser „Flop“ ist vielleicht mit einem Augenzwinkern zu versehen, aber man muss es relativ sehen. Sidney Crosby ist vielleicht der aktuell beste Spieler der Welt. Fast 1.000 Scorerpunkte aus etwas über 700 Spielen in der NHL sprechen Bände. Nun steckt er in einer „Minikrise“? Zwei Spiele hat er für seine Pittsburgh Penguins in dieser jungen Saison absolviert und ist noch punktelos! Insgesamt stand er in diesen Partien 43 Minuten am Eis und hatte nicht einen einzigen Torschuss. Wir sind dennoch überzeugt von seinen Qualitäten und sagen: Sid, du schaffst den Weg aus der Krise! 😉

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