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TOPS & FLOPS: FLOPS 2014
Von: Markus Rinner Am: 7 Jan, 2015 | Kategorien: Sonstiges, Tops & Flops, zSlideshow
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Tops & Flops/FLOPS 2014:

FLOP 1: Wettskandal in Dänemark FLOP 6: ÖEHV Olympia Kasperltheater
FLOP 2: Olympia Team Austria FLOP 7: ÖEHV Damendivision
FLOP 3: EC KAC FLOP 8: Hockey Italy
FLOP 4: SC Bern FLOP 9: ÖEHV Stadiongeplänkel
FLOP 5: Bulls Kapfenberg FLOP 10: Florida Panthers

 

Flop

FLOP 1: Wettskandal in Dänemark (28.01.2014)

Nun hat auch Eishockey seinen ersten Wettskandal. In Dänemark haben der dänische Nationalstürmer Kirill Starkov, Dennis Jensen und der Kanadier Tyler Mosienko vom Team Esbjerg Energy gestanden, beim Spiel gegen Rungsted auf Tore vom Gegner gewettet zu haben. Das Trio war beim ersten Gegentor auf dem Eis, Esbjerg hat das Spiel trotzdem 7:4 gewinnen können. Alle drei Spieler wurden sofort von ihrem Team entlassen und der dänische Verband hat Untersuchungen aufgenommen. Neben der drohenden Sperren der Spieler, soll Starkov auch vom Nationalteam ausgeschlossen werden…

 

FLOP 2: Olympia Team Austria (04.03.2014)

Grabner bester Torschütze von Olympia, 4 Tore bei einer Niederlage gegen Finnland und ein Sieg gegen Norwegen – Trotzdem Team Austria: Flop! Was war passiert? Österreich musste in den ersten beiden Vorrundenspiele gegen Finnland (4:8) und Kanada (0:6) erwartungsgemäß den Kürzeren ziehen. Gegen Norwegen dann ein überraschender 3:1 Sieg durch die Tore von Grabner (2) und Michi Raffl. Tja, anscheinend wurde der Sieg von einigen etwas zu intensiv gefeiert. Gegen Slowenien setzte es eine 0:4 Niederlage, was das Ausscheiden aus dem Turnier bedeutete. Einige Spieler forderte nach dem Turnier die Partyfraktion auf sich zu outen, doch bis jetzt wird nur spekuliert wer alles beim Training nach der Party nicht einmal mehr Eislaufen konnte. Schade Österreich hat die einmalige Chance vertan sich mit Schweden im Viertelfinale von Olympischen Spielen zu messen. Einige Spieler haben bereits laut über einen Team Rücktritt nachgedacht…   FLOP 3: EC KAC (12.03.2014)

Der KAC hat die Play Offs verpasst! Als erster regierender Meister in der EBEL Geschichte hat es der KAC geschafft und die Play Offs nicht erreicht. Der Katzenjammer ist in Klagenfurt natürlich groß. Für nächste Saison wurde mit dem Tschechen Martin Stloukal bereits ein neuer Trainer gefunden und der KAC will vermehrt auf die Jugend setzen und maximal 7 Legionäre ins Team holen. Markus Pirmann, Paul Schellander, Florian Iberer, Tyler Scofield, Tyler Spurgeon, John Lammers und Colton Fretter bekommen in Klagenfurt keinen Vertrag mehr. Auch die Torhüterfrage ist für die nächste Saison angeblich noch nicht geklärt. Auf Stloukal, der einen 1-Jahres Vertrag unterschrieben hat, wird es ein hartes Stück Arbeit den KAC wieder auf die Siegerstraße zurück zu bringen…

 

FLOP 4: SC Bern (12.03.2014)

Auch der regierende Meister aus der Schweiz verpasst die Play Offs! In Bern ist in dieser Saison alles schief gegangen was schief gehen kann. Die ehemaligen Stützen Gardner, Ritchie und Rüthemann enttäuschten auf der ganzen Linie. Bester Berner Punktesammler war noch Martin Plüss auf Platz 14 der Punkteliste. Nur Platz 9 und 4 Punkte Rückstand auf den achten Tabellenplatz war zu wenig. Einzig die Zuschauerzahlen sind Top: 16.347 Zuschauer im Schnitt pro Spiel haben sich den SCB angesehen. Mega-Flop, als Meister die Play Offs verpassen…

 

FLOP 5: Bulls Kapfenberg (19.03.2014)

Die Kapfenberger NAHL Cracks haben den Aufstieg in das Finale geschafft. Tja und die Anreise zum ersten Final Spiel in Kitzbühel (immerhin 300 km entfernt) sollte das Team um Coach Sporer mit zwei 9er Bussen absolvieren. Der Hauptverein Bulls Kapfenberg wollte seiner Eishockeysektion keinen Reisebus für diese Auswärtsfahrt zur Verfügung stellen. Die Spieler haben sich dann selber einen Bus angemietet, gegen den Willen des Bulls Vorstandes – Eigentlich verantwortungslos seine Amateur Spieler an einem Dienstag zu einem Spiel nach Kitzbühel zu schicken und diese dann selber fahren zu lassen. Angeblich denken einige Leute in Kapfenberg daran die Tigers wieder auferstehen zu lassen und sogar in der INL zu starten. Es wäre schön wenn in der traditionsreichen Eishockeystadt wieder ein richtiger Wind weht!

 

FLOP 6: ÖEHV-Olmpia Kasperltheater (15.04.2014)

Äh, war da was? Aja, ein Brieflein des ÖEHV-Präsidiums wer (angeblich) in Sotschi länger gsof… äh gefeiert hat und wer nicht oder so? Oder doch nicht? Einige der Spieler die der Herr Dr. Kalt genannt hatte, haben laut eigenen Angaben nur den Bus verpasst (Trattnig und Pöck), andere Spieler hat er in seinem Brief nur vergessen und eine Woche später die Namen Nödl und Lakos über die Kleine Zeitung ausrichten lassen. Sollte nicht der Verband bzw. das Betreuerteam darauf schauen, dass all seine Schäfchen zumindest in der Olympischen Unterkunft angekommen sind? Aber egal, wen interessiert diese Geschichte noch? Aja: Danke Herr Doktor für die Aufklärung oder so…

FLOP 7: ÖEHV-Damendivision (29.04.2014)

Wo man hin schaut nur komische Aktionen der ÖEHV Verantwortlichen. In Kapfenberg sollte ein Bundesleistungszentrum für die Damen installiert werden. Diese Zusage machte der ÖEHV der Stadt Kapfenberg im Oktober des Vorjahres. Die Stadt schaffte es finanzielle Zusagen vom Land für die dringende Sanierung der Eishalle und den Aufbau eines Internates für das Leistungszentrum zu ergattern. Auch der Bund sollte sein Scherflein dazu beitragen, doch als der Kapfenberger Bürgermeister beim Sportminister vorstellig wurde, war auf einmal alles anders. Der ÖEHV hat es sich anders überlegt. Der Leiter der Damendivision, Martin Kogler, hat dem ÖEHV mitgeteilt dass „Es nicht die erforderliche Dichte an Mädchen in Österreich gibt, um sie zentral zusammenzuziehen”. Da gibt es eine Möglichkeit in einer Stadt mit finanziellen Mittel aus Stadt, Land und Bund ein Bundesleistungszentrum auf zu bauen und der ÖEHV schiesst gegen den Sport für den sie eigentlich da sein sollten. Der ÖEHV Präsident Dr. Kalt meinte wie immer in seiner unnachahmlichen Art: “Die Entscheidung ist nicht gegen Kapfenberg gerichtet” – Stimmt die Entscheidung ist gegen den Eishockeysport gerichtet. Gut gemacht! Nun überlegt die Stadt Kapfenberg eine Klage gegen den ÖEHV: “Eine Irreführung der Stadt Kapfenberg, die uns in der Planung viel Geld gekostet hat. Und das werden wir jetzt einklagen”, so Bürgermeister Wegscheider gegenüber der “Kleinen Zeitung”. Eingeklagt werden sollen vor allem die Planungskosten die bereits entstanden sind (Architekten-Kosten etc)…

 

FLOP 8: Hockey Italy (07.10.2014)

Es ist doch etwas sonderbar, was die Kollegen in Italien eishockeytechnisch so treiben. Vorige Saison wollte man (eh klar) Bozen den Einstieg in die EBEL verwehren und auf der anderen Seite wanderten Gherdeina, Eppan, Neumarkt, Kaltern und Meran in die Österreich-Slowenische 2. Liga, die INL ab. In der Serie A waren aber immer noch 8 Teams vertreten. 2014/2015 verbot der italienische Verband den Teams aus der INL eine abermalige Teilnahme an der Liga und fusionierte die Serie A mit den abtrünnigen Teams und stockte so die Liga auf 12 Teams auf. Für die verbleibenden Teams aus der INL bedeutet das: 11 Teams statt 15. Bozen wollte man ebenfalls wieder verbieten in der EBEL mitzuspielen und auch Milano ist anscheinend für die KHL kein Thema mehr. Für die italienische Liga bedeutet das zwar 12 Teams in der Serie A und angeblich das Allheilmittel für das italienische Eishockey, aber der Klassenunterschied in der Liga ist nach nur 5 Runden doch recht deutlich zu sehen. Bestes eingegliedertes Team ist derzeit Gherdeina auf Platz 6. Neumarkt hat in Asiago vor 990 Zuschauer mit 12:1 verloren. In Sterzing waren 538 Zuschauer gegen Kaltern auf der Tribüne und Fassa gegen Cortina wollten gar nur 245 Zuschauer sehen. Ob das Ganze sinnvoll ist, wird sich spätestens am Ende der Saison zeigen…

 

FLOP 9: ÖEHV – Stadiongeplänkel (04.11.2014)

Angeblich hat der ÖEHV, in Person von Dr. Kalt, verhindert dass mehr Geld für die Eishalle Neu in Liebenau vom Bund kommt. Die 99ers wollten ein Bundesleistungszentrum installieren, was aber vom Verband blockiert worden sein soll. Angeblich damit in Kärnten so eines gebaut werden kann. Kennen wir das nicht schon vom Bundesleistungszentrum für die Damen in Kapfenberg? Damals hat der ÖEHV angeblich gemeint, dass es nicht notwendig wäre und die Dichte zu gering ist um in Kapfenberg ein Leistungszentrum zu installieren. Das Ergebnis war dass die Stadt Kapfenberg auf einmal keine Förderungen für den Eishallenumbau vom Bund bekam. Das Kasperltheater mit dem Verband ist teilweise wirklich nicht zum Anschauen. Wenn auch nur die Hälfte von den Dingen die immer wieder an die Öffentlichkeit dringen wahr ist, versteht man auch warum Eishockey in Österreich nicht funktioniert und es keine Strukturen gibt…

 

FLOP 10: Florida Panthers (14.10.2014)

Die Panthers spielen schon seit 1993 in der NHL und haben für die Saison 2014/2015 eigentlich ein ganz gutes Team auf die Beine gestellt. Luongo, Mitchell, Campell und Bergenheim sollten die Zugpferde des Teams werden. Den Fans interessiert das anscheinend überhaupt nicht. Nach der Niederlage in Tampa kamen im ersten Saisonheimspiel gegen New Jersey gerade einmal 11.419 Zuschauer in das 19.520 Zuschauer fassende BB&T Center. Gegen Ottawa stellte man aber den absoluten Minusrekord in der Vereinsgeschichte auf: 7.311 Zuschauer verirrten sich ins Stadion. Bitter nebenbei: Die Panthers haben alle drei Spiele verloren.

 

für Hockey-News

Max Zwanzger