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TOPS & FLOPS: TOPS 2014
Von: Markus Rinner Am: 1 Jan, 2015 | Kategorien: Sonstiges, Tops & Flops, zSlideshow
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Tops & Flops/TOPS 2014:

TOP 1: Team Canada TOP 6: Bolzano Foxes
TOP 2: Ben Scrivens TOP 7: HC Neumarkt Riwega
TOP 3: Shannon Szabados/Noora Raty TOP 8: Team Austria
TOP 4: Nathan Horton TOP 9: Kapfenberg Steelers
TOP 5: San Jose Sharks TOP 10: Martin Brodeur

 

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Top 1: Team Canada (04.03.2014)

Sowohl das Herren Team Canada als auch das Damen Team haben sich die Gold Medaille bei den Olympischen Spielen in Sochi geholt. Das Herren Team um Captain Sid Crosby konnte in der Gruppenphase Norwegen (3:1), Österreich (6:0) und Finnland (2:1 OT) besiegen. Im Viertelfinale warteten die Letten, die sich als harter Gegner erwiesen und nur knapp 1:2 gegen Team Canada den Kürzeren zogen. Im Halbfinale kam es zum großen Showdown zwischen Team Canada und Team USA. Kanada, wo Jamie Benn in einem packenden Spiel den einzigen Treffer zum 1:0 Sieg beisteuerte. Somit stand Team Canada gegen Schweden im olympischen Finale 2014. Bei den Schweden wurde vor dem Finale der Superstar Nicklas Bäckström positiv auf ein verbotenes Pseudo-Ephedrin getestet, welches er über ein Allergiemittel aber schon seit Jahren einnimmt, getestet. Schweden nahm ihren Star deswegen aus dem Kader und musste sich am Ende mit der Silber Medaille zufrieden geben und Team Canada gewinnt dank Tore von Kunitz, Crosby und Toews mit 3:0.

Die Mädels aus Kanada holten sich ebenfalls die Goldene Medaille in Sochi ab. Nach den Vorrundensiegen gegen Schweiz (5:0), Finnland (3:0) und USA (3:2), besiegte das Team um Captain Caroline Oullette im Halbfinale die Schweiz mit 3:1 und im Finale das Team USA mit 3:2! Überragend bei der geschlossen starken kanadischen Mannschaft war Torfrau Shannon Szabados, die eine Fangquote von 95,35% aufweisen konnte und im Finale gegen die USA zauberte.

 

Top 2: Ben Scrivens (04.02.2014)

Er wurde nie gedraftet, mit einer Fangquote von 93,1% nach Edmonton getraded, ist erst 27 Jahre alt, verdient gerade einmal 550.000 Dollar/Saison und hat nun Geschichte geschrieben. Ben Scrivens konnte in seinem 55 NHL Spiel gegen die San Jose Sharks 59 Schüsse auf sein Tor parieren und sein Team einen Sieg (3:0) sichern. Scrivens hat mit dieser Leistung sein 5 Karriere Shutout geholt und den Rekord aus 2012 von Mike Smith (54 saves für Phoenix gegen Columbus – 2-0 Sieg 03.04.2012) gebrochen – 59 Schüsse und kein Gegentor hat noch kein NHL Goalie geschafft!   Top 3: Shannon Szabados/Noora Raty (12.03.2014)

Die beiden Mädels haben bei Olympia viel Werbung für ihr Können gemacht. Die Kanadierin Szabados, die sich mit dem Team die Gold Medaille geholt hat, hat einen Vertrag vom Herren Team Columbus Cottonmouths in der SPHL erhalten. Shannon ist somit die erste Frau die einen SPHL Vertrag bekommt. Die SPHL wird vom Level nach der ECHL eingestuft (NHL – AHL – ECHL – SPHL). Die finnische Torfrau Noora Raty hat ebenfalls mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Noora hat einen 1-Jahres Vertrag für 2014/2015 beim finnischen 2.-Liga Team Kiekko-Vantaa bekommen. Respekt!

 

Top 4: Nathan Horton (19.03.2014)

Für das Spiel seiner Columbus Blue Jackets gegen die San Jose Sharks kaufte Columbus Stürmer Nathan Horton 1.000 Tickets und verteilte sie an Polizisten, Feuerwehr- und Rettungskräfte aus der Umgebung. Tolle Geste!

 

Top 5: San Jose Sharks (26.03.2014)

Sam Tageson ist 17 Jahre alt und hat einen angeborenen Herzfehler. Die Make-A-Wish Foundation hat nun seinen Herzenswunsch erfüllt und er durfte einen Tag lang bei seinem NHL Lieblingsteam den San Jose Sharks mit machen. Von einer Vertragsunterzeichnung über einem Training bis zum NHL Spiel durfte Sam als Shark Spieler mit dabei sein. Hier gibt’s die bewegenden Bilder: KLICK Respekt San Jose Sharks!

 

Top 6: Bolzano Foxes (15.04.2014)

Wer hätte sich das vor gut einem Jahr noch gedacht? Die Foxes aus Bozen holen sich als nichtösterreichisches Team den EBEL Meisterpokal! In einer packenden Finalserie konnte sich das Team um Coach Tom Pokel im entscheidenden 5. Spiel gegen die Red Bulls aus Salzburg zum EBEL Champ krönen! Am 8.7.2013 kam die Meldung, dass sich das Team aus Südtirol der EBEL anschließt und damit die in die KHL abgewanderten Bären aus Zagreb ersetzt. Zu diesem Zeitpunkt musste sich Bozen mit dem italienischen Verband und einigen ehemaligen Liga-Konkurrenten auseinandersetzen. Die Liga wollte Bozen nicht Richtung EBEL ziehen lassen und die Elite-A-Teams wollten Bozen sogar klagen. Half alles nichts, Bozen wechselte in die EBEL. Tom Pokel wurde zum Cheftrainer und die ersten Spieler wurden verpflichtet. 2 Wochen vor dem Liga Start hatte das Team noch nicht einmal alle Spieler unter Vertrag. Bozen durfte zum Saisonstart nach Innsbruck und deklassierte die Haie gleich mit 6:1. Das erste EBEL Heimspiel (10.09.2013) gegen Salzburg ging vor nur 2.500 Zuschauern, in der 7.200 Fans fassenden Eiswelle, mit 4:3 an Bozen. Ab diesem Zeitpunkt war klar: Bozen ist einiges zuzutrauen. Nach dem Grunddurchgang war Bozen auf Platz 4 und die Platzierungsrunde konnte man auf Platz 2 beenden. Somit hieß der erste Play-Off-Gegner Fehervar, den man in der Serie beeindruckend mit einem 4:0 Sweep in den Urlaub schickte. Im Halbfinale traf Bozen auf Villach und in der Best-of-5-Serie konnte sich das Team um Tom Pokel mit 3:1 durchsetzen. Im Finale wartete dann Red Bull Salzburg als Favorit, doch Bozen konnte in der B.o.5-Serie gleich mit 2:0 davon ziehen. Salzburg konnte die Serie ausgleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel musste her. Im packenden letzten entscheidenden Spiel konnte Meckler Salzburg vor eigenem Publikum mit 1:0 in Führung bringen, doch Piche schaffte den Ausgleich. In der 29. Minute brachte Fahey Salzburg wieder in Führung und nur 6 Minuten später schaffte Sharp den Ausgleich. Mit einem 2:2 endete auch das letzte Drittel. In der Verlängerung war es dann Ziga Pance der mit seinem 3:2 für die Gäste aus Bozen für die Sensation sorgte und den EBEL-Titel erstmals nach Italien holte. Respekt an das ganze Team, super Saison!!

Top 7: HC Neumarkt Riwega (29.04.2014)

Der INL Meister 2013/2014 ist erstmals, wie in der EBEL, ein Team aus Italien. Der HC Neumarkt Riwega hat sich im Finale gegen die im Play Off wieder erstarkten Bregenzerwälder (3:1 Seriensieg im Viertelfinale gegen Eppan, 3:2 Seriensieg im Halbfinale gegen den HC Gherdeina) in der Best of 5 Serie mit 3:0 durchsetzen können.

 

Top 8: Team Austria (29.04.2014)

Wow, das hätte sich wohl keiner gedacht. Mit einem strak verjüngtem Team ist Team Austria nach Süd Korea zur WM Division I A gereist und hat überraschenderweise den Aufstieg in die WM Gruppe A geschafft! Mit nur einer Niederlage gegen Slowenien hat das Team den Platz 2 vor den starken Japanern, schwächelnden Ungarn und mässigen Ukrainern geholt. Respekt an das Team für die tolle Leistung!

 

Top 9: Kapfenberg Steelers (07.10.2014)

Es tut sich was in der Stahlstadt! Im März 2014 haben die Gründungsmitglieder Peter Klimovic, Hannes Matscheko, Jiri Hala und Gerhard Hasewend zusammen mit dem Kapfenberger Bürgermeister Wegscheider die Steelers vorgestellt und den Einstieg in die INL bekannt gegeben. Als Ziel des Vereins gab man sogar die EBEL an. Nach dem geplatzten Eishallen-Deal könnte das jedoch etwas schwieriger werden. Die Steelers haben mit Coach Mikes ein sehr junges Team zusammen gestellt und den EHC Linz als Kooperationsteam gewinnen können. Als erfahrene Spieler wurden die Winzig Brüder, Markus Pirmann (KAC) sowie die Legionäre Sabol (SVK, Torhüter), Jachym, Polata (TCH, Verteidiger) und Hlozek (TCH, Stürmer) ins Team geholt. Der Altersschnitt der Kapfenberger liegt bei 21,71 Jahren und damit ist man hinter Bled und Slavija Ljubljana das drittjüngste Team der Liga. In der laufenden Saison haben die Steelers bereits 2 Siege (3:2 vs. Bregenzerwald und 3:1 vs. Slavija Ljubljana) einfahren können und liegen auf Platz 7 der INL. Weiter so Steelers!

 

Top 10: Martin Brodeur (23.12.2014)

1990 wurde der mittlerweile 42-jährige Goalie von den New Jersey Devils, als Nummer 20 im Draft gezogen und seit diesem Zeitpunkt streifte er nie ein anderes Trikot als das der Devils über. 1.259 Ligaspiele und 205 Play-Off-Spiele war Martin für die Devils am Eis. Vorige Saison hat er, nach unzähligen Auszeichnungen in den diversen Ligen, olympischem Gold, WM Gold und dem Stanley Cup, seine Fanghand an den Nagel gehängt.

Die St. Louis Blues hatten das Verletzungspech mit Goalie Elliot und Allen und so wurde Martin Brodeur um 700.000 $ für die Saison verpflichtet. Der 42-jährige feierte am 4.12.2014 gegen Nashville sein Comeback im NHL-Tor. Die Devils mussten eine 3:4 Niederlage einstecken und Brodeur beendete das Spiel mit einer Fangquote von 83,3%. Ein Spiel später, am 6.12. gegen die NY Islanders, durfte Brodeur aber erstmals als Sieger vom Eis. Zwar startete er nur als Backup von Allen, doch dieser musste nach 20 Minuten bei einem Stand von 0:3 vom Eis. Brodeur führte St. Louis mit ein paar guten Saves noch zu einem 6:4 Sieg. Gegen die Florida Panthers schaffte er dann 32 Saves und die Blues gewannen mit 4:2. Nachdem Goalie Allen die darauffolgenden 3 Spiele die Nummer eins war, durfte Brodeur gegen die Kings wieder in das Tor, mit einer 6:4 Niederlage und einer Fangquote von 83 % konnte er aber nicht zufrieden sein. Nach 4 Spielen hält er bei 2 Siegen, 2 Niederlagen und 88,2% Fangquote. Trotzdem: Comeback mit 42 in einem NHL Tor – Top!

für Hockey-News

Max Zwanzger