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Was macht eigentlich… Guillaume Lefebvre?
Von: Lorenz Feierle Am: 9 Feb, 2017 | Kategorien: Sonstiges, Was macht eigentlich..., zSlideshow

Etliche Cracks, Trainer und Funktionäre haben im Laufe der Jahre die österreichische Eishockeyszene geprägt. Einige sind in Vergessenheit geraten, andere werden das nie. In unserer Serie “Was macht eigentlich…?” wollen wir uns diesen unvergessenen Persönlichkeiten widmen, einen Blick auf ihre aktive Zeit werfen und hinterfragen was sie heute machen.

Todd Elik, Bob Wren, Derek Ryan, Luciano Aquino… in unserer Serie geht es um die Stars & Lieblinge von einst. In der heutigen Ausgabe haben wir mit einem Spieler gesprechen der als „Beinhart“ galt. Die Rede ist von Guillaume Lefebvre.

Greg Day 
Geburtstag25.02.1977
GeburtsortTecumseh, ON, CAN
EBEL- Einsätze660
EBEL Punkte (Tore/Assists)363
Team-Auszug
1994-1995Belle River Canadiens, GLJCHL
1995-1997Tecumseh Bulldogs, WOHL
1998-2002Bowling Green State University, NCAA
2002-2003Peoria Rivermen, Worcester IceCats,ECHL bzw. AHL
2003-2004Lowell Lock Monsters, Las Vegas Wranglers, AHL bzw. ECHL
2004-2005Mulhouse, Frankreich
2005-2006Valerenga, Norwegen
2006-2008Graz 99ers, Mailand, EBEL bzw. Italien
2008-2010Graz 99ers, EBEL
2010-2011Medvescak Zagreb, Thurgau, EBEL bzw. NLB
2011-2012Medvescak Zagreb, EBEL
2012-2014Graz 99ers, EBEL
Highlights
Frankreich Champion
Norwegen Champion
ECHL, Player of the Month
ECHL, Player of the week

Guillaume, die österreichischen Fans wollen wissen wie es dir geht und was du zurzeit machst?

Ich lebe mittlerweile in der Nähe von Montreal und bin Head-Coach eines Jugendteams. Das macht mir sehr viel Spaß, deshalb geht es mir gut.

Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?

Eishockey hat mich mein Leben lang begleitet und ich wollte wissen, wie es ist, ein Team zu trainieren. Ich probiere das jetzt einfach aus und möchte es auch in Zukunft weitermachen.

Zwischenfrage: Das heißt, vielleicht kehrst du eventuell als Coach nach Europa zurück?

(lacht) Vielleicht!

Du hast drei Saisonen in Österreich gespielt. Wie würdest du diese Zeit beschreiben? War es so, wie du dir es vorgestellt hast?

Zuvor spielte ich ja auch schon in Tschechien. Eigentlich habe ich nicht viel erwartet, ich ließ es auf mich zukommen. Ich traf so viele nette Leute. Ich kann durchaus behaupten, dass ich Graz geliebt habe. Wir waren zu dieser Zeit auch viele Franko-Kanadier im Team und wir hatten eine richtig coole Zeit. Ich denke sehr gerne zurück an diese Zeit.

Lefebvre (links) stets am Beißen (Bild: Red Bull/GEPA Pictures/Walgram)

Was sagt ein Kanadier zur Punkteregel?

Das Punkte-System bringt natürlich viele Meinungen mit sich. Ich glaube es funktioniert auch so. Es kommen viele Spieler von unterschiedlichen Ländern, was bedeutet, dass Erfahrungen ausgetauscht werden können. Ich fand es ein tolles Erlebnis in Österreich zu spielen.

Du warst als harter Arbeiter bekannt. Ohne die Statistiken nennen zu wollen, hast du sehr viele Strafen genommen. Würdest du behaupten, dass die Schiedsrichter zu penibel waren?

Die Strafen waren teilweise sicher verdient. Ich bin ein Spieler, der den Kontakt nicht scheut. Das ist so, wie es ist. So habe ich immer gespielt. Jeder Spieler soll das aufs Eis bringen, was er am Besten kann. Die Referees haben immer recht, das muss ich auch nun als Coach miterleben.  

Viele der “Tough Guys” sind außerhalb des Eises eher ruhig. Bist du das auch bzw. hast du eine Erklärung dafür?

Puh, schwierig zu sagen. Ich bin sicherlich kein Mensch der gewalttätig ist. Ich habe noch nie Jemandem etwas getan. Generell sind Spieler emotional. Diese Eigenschaft kann man auf dem Eis auslassen.

Gleich im zweiten Jahr wurdest du zum Assistant-Captain ernannt. Welche Erinnerungen hast du an diese Zeit?

Es war eine Ehre für mich, Teil dieser Leader zu sein. Ich finde, die ganzen Führungsspieler waren großartig wie zum Beispiel Cole Jarrett.

Hattest du konkrete Angebote von Klubs aus der EBEL, bevor du nach Frankreich gewechselt bist und wie sah es danach aus?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich gar nicht darum gekümmert. Ich habe mit Freunden gesprochen und habe relativ schnell gewusst, dass 2014 mein letztes Jahr in Graz sein wird. Das Management hat sich ja nach diesem Jahr verändert. Ganz zum Schluss wollten sie mich eben nicht zurück haben.

Verfolgst du die Liga noch und stehst du noch in Kontakt zu damaligen Mitspielern?

Hin und wieder schaue ich mal nach. Selbstverständlich verfolge ich die Liga nicht mehr so intensiv, wie damals. Aber ja, zum Beispiel mit Olivier Latendresse habe ich noch Kontakt.

Was würdest du als deine zwei größten Highlights deiner Karriere bezeichnen?

Da gibt es keinen Zweifel. Mein persönliches Highlight war mein erstes NHL Tor. Mit Mario Lemieux in einer Linie zu spielen würde ich als zweites heranziehen.