International

Der ÖEHV muss den Sparstift ansetzen und streicht alle Nachwuchs-Sommercamps!

Der ÖEHV schwamm zuletzt dank der Leistungen des Herren-Nationalteams auf einer Euphoriewelle. Doch nicht alles läuft wie es soll, denn finanziell muss man den Gürtel zumindest kurzfristig enger schnallen. Der ÖEHV hat nun auf Hockey-News – Anfrage bestätigt, dass diverse Nachwuchscamps dem Sparstift zum Opfer fallen.

Von einer „ungeahnten Eishockeyeuphorie sprach ÖEHV-Präsident Hartmann vor zwei Wochen, nachdem das österreichische Herrennationalteam bei der WM in Tschechien so positiv überraschte. Im Statement, das auf der Verbandshomepage zu lesen ist, unterstreicht Hartmann, dass der ÖEHV die Leistungen des Teams als klaren Auftrag sieht, heimische Spieler weiter zu stärken. Auch die Nachwuchsnationalteams lobt Hartmann mit folgenden Worten: „Werbung in eigener Sache und für das österreichische Eishockey machten unsere Nachwuchs-Nationalteams, die in den vergangenen Monaten für zahlreiche Schlagzeilen sorgten.“

Nun jedoch gibt es ausgerechnet für den Nachwuchs einen herben Dämpfer. Wie der Verband auf Nachfrage von Hockey-News nun rückmeldete, werden die Sommercamps sämtlicher Nachwuchs-Auswahlteams gestrichen. Außerdem werden in der gesamten nächsten Saison alle U14 und U15 Teamcamps ausfallen.

Hintergrund dessen ist einerseits, dass man im Verband künftig nachhaltiger wirtschaften und sich dahingehend neu aufstellen möchte. Doch auch gespart werden muss zum aktuellen Zeitpunkt. So berichtet der Verband, dass die Entwicklungen im Bereich Sponsoring hinter den Erwartungen und Zielen lägen und die Auszahlung der IIHF-Prämie für den zehnten WM-Endrang erst in einigen Monaten erfolgen würde.

Schon in Prag bei einer Medienrunde vermeldete Präsident Hartmann, dass der Verband jeden Euro dringend brauchen würde, wie Laola1.at berichtete. „Der Eishockey-Verband befinde sich „auf einem guten finanziellen Pfad, in Geld schwimme man allerdings nicht“. Ein Grund dafür sind auch die fünf Teamcamps die laut Hartmann insgesamt 500.000€ kosteten. Schon damals hoffte der ÖEHV-Präsident auf Mehreinnahmen durch die WM, die für die Sommertrainingscamps im Nachwuchsbereich dringend gebraucht werden würden.

Nun aber sind genau diese Camps nicht finanzierbar, weshalb sie dem Rotstift zum Opfer fallen. Der ÖEHV gibt aber an, dass es das Ziel sei, „so rasch wie möglich wieder in sämtlichen Nachwuchs-Kategorien alle Breaks, die Sommercamps und nach Möglichkeit auch weitere zusätzliche Camps, auszurichten.“

Pic: ÖEHV

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