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EBEL: Niki Petrik im Interview: So steht es um die Entscheidung zwischen Villach und Dornbirn
Von: Markus Rinner Am: 19 Mrz, 2017 | Kategorien: Dornbirner EC, EBEL, zSlideshow
Heute feiert Bulldogs Kapitän Niki Petrik seinen 33. Geburtstag. In einem ausführlichen Gespräch gewährt der Villacher Einblicke in seine aktuell sehr interessante Lebensphase und spricht über den Rückenwind der Fans.

Wohin geht’s für Niki Petrik? (Photo: GEPA pictures/ Oliver Lerch)

Alles Gute zu deinem 33. Geburtstag. Wie wirst du dein Wiegenfest feiern?Vielen Dank. Ich werde gemütlich zu Hause mit meiner Frau den Geburtstag verbringen.Seit einem knappen Monat ist die Saison der Bulldogs zu Ende. Warst du auf Heimaturlaub in Kärnten?Nein, ich war die ganze Zeit bei meiner schwangeren Frau in Dornbirn. Nächste Woche werde ich an der Nase operiert und dann warten wir noch auf die Geburt unseres Kindes.Beruflich ist mit einer möglichen Rückkehr zu deinem Stammverein VSV eine neue Option gegenüber dem Verbleib in Dornbirn dazugekommen. Hast du für dich schon entschieden?Dass mir die Entscheidung extrem schwer fällt, liegt glaub ich auf der Hand. Nach den fünf Jahren hier, fühle ich mich schon fast als Dornbirner. Meine Frau und ich haben viele tolle Freunde gefunden. Auf der anderen Seite ist auch die Rückkehr zum Stammverein reizvoll. In Villach hätten wir speziell auch nach meiner aktiven Karriere einige Möglichkeiten. Aktuell warte ich jetzt noch auf das Angebot von Dornbirn. Sobald das da ist, werde ich mich entscheiden.Du bist seit dem EBEL-Einstieg von Dornbirn vor fünf Jahren mit an Bord, seit drei Jahren als Kapitän. Wie siehst du die Entwicklung der Bulldogs?Wenn ich zurück blicke und das letzte Jahr mit dem ersten vergleiche, hat sich auf alle Fälle einiges entwickelt. Speziell im vorigen Jahr haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Auch die Fanbase der Bulldogs hat sich entwickelt.

(Pic: DEC/cdmediateam)

Für die Fans in Dornbirn wäre dein Abgang ein harter Schlag. Dennoch scheinen die Anhänger der Bulldogs voll hinter deiner Entscheidung zu stehen. Und das egal wie sie ausfällt.Das ist wirklich sensationell. Es geht mir sehr nahe, wie die Fans in dieser Situation reagieren. Das spricht auf alle Fälle für Dornbirn und für die letzten fünf Jahre. Der Zuspruch, den ich hier erfahre, ist auf alle Fälle etwas Besonderes.Wechseln wir in deine Heimat: Ähnlich wie bei DEC lief auch in Villach in der letzte Saison einiges schief. Wo besteht der Handlungsbedarf bei deinem Stammverein?Das ist für mich schwer zu sagen. Bei der Kaderplanung soll einiges passieren. In den letzten Jahren haben ihnen ein wenig die österreichischen Leader gefehlt. Das ist sicher ein Grund, warum sie mich zurückholen möchten.Wie kamen die Gespräche zwischen dem VSV und dir zustande?Vor ein paar Wochen wurde ich kontaktiert. Das ist für mich eine riesengroße Ehre, wenn der Stammverein anklopft. Ich hätte vor zwei Jahren schon einmal ligaintern den Verein wechseln können, und habe mich dann für Dornbirn entschieden, weil das einfach das richtige war. Nachdem mich Dornbirn immer fair behandelt hat, bleiben die Bulldogs in den Verhandlungen auf alle Fälle die erste Wahl. So fair muss ich sein und das weiß auch Villach.In Villach wurdest du vor deinem Wechsel nach Dornbirn ausgemustert, quasi vor die Tür gesetzt. Beeinflusst diese Tatsache deine Entscheidung?Nein. Ich bin überhaupt nicht nachtragend. Damals ist eine Tür zugegangen, dafür eine andere auf. Klar hat es am Anfang weh getan, aber am Ende hat es sich zum Positiven gewendet. Wenn das damals nicht passiert wäre, wäre ich nie in Dornbirn gelandet und hätte hier nie eine so tolle Zeit erlebt.Was würde sich ändern, wenn du mit deinem kleinen Bruder plötzlich wieder als Mitspieler auf dem Eis stehen wirst?Es ist natürlich lässig, wenn du mit deinem eigenen Bruder in der Mannschaft spielst. Aber das kenne ich schon aus der Vergangenheit, wo wir sogar in der gleichen Linie waren. Jetzt wird sich zeigen, ob ich nächste Saison mit ihm oder gegen ihn spielen werde. Text: Credit: ©DEC/cdmediateam