Exportcheck-Nordamerika

Exportcheck-Nordamerika: Famose Saisonstarts für Vinzenz Rohrer & Theresa Schafzahl!

Etliche österreichische Eishockey-Profis verdienen ihr Geld, oder leben ihren Traum im hohen Norden, der Schweiz oder in Nordamerika. Hockey-News wirft wöchentlich, abwechselnd zwischen den Schweden-, Schweiz- und Nordamerika-Legionären, einen Blick auf deren Leistungen.

Marco Rossi fand sich nach einem wirklich starken Training Camp im „opening night roster“ der Minnesota Wild. Fünf Spiele später haben die Wild gerade einmal einen Sieg auf der Haben-Seite und auch Rossi konnte bis dato nicht an die Leistungen an der Vorbereitung anknüpfen. Das mag aber auch daran liegen, dass der Vorarlberger die ersten Spiele mit wenig Eiszeit betraut wurde. In der letzten Partie centerte er in der dritten Linie Matt Boldy und Frederick Gaudreau, heute Nacht rutschte er in Angriffsformation 2 auf, blieb aber auch dort ohne Scorerpunkt, stand aber immerhin etwas mehr als 13 Minuten auf dem Eis. Die Wild befinden sich derzeit auf einem fünf Spiele umfassenden Roadtrip, am 1. November absolviert Minnesota sein nächstes Heimspiel.

Vinzenz Rohrer steht gerade inmitten seiner zweiten Saison für Rossi’s Ex-Club, die Ottawa 67s. Für den 18-jährigen Stürmer und Montreal Canadiens Draft Pick läuft es richtig gut – neun Spiele, drei Tore und zehn Scorerpunkte, noch dazu eine Bilanz von +8 sprechen eine deutliche Sprache. Damit liegt Rohrer in der teaminternen Scoringwertung auf dem vierten Platz. Noch dazu punktete Rohrer in acht der neun Partien. Beeindruckend: die 67s sind in der Saison 2022/23 noch ungeschlagen – alle neun Spiele wurden gewonnen. Die 41 erzielten Tore sind der zweitbeste Wert der Liga, die 22 Gegentore sind ebenfalls #2 im OHL-weiten Vergleich. Ottawa bestreitet seine nächsten vier Spiele zuhause, am kommenden Wochenende gastieren die Peterborough Petes und die Sault Ste Marie Greyhounds in der kanadischen Hauptstadt.

Bild: https://www.facebook.com/Ottawa67s

Ebenfalls im Spielbetrieb befindet sich der Kärntner Verteidiger Luis Lindner, der heuer in seiner zweiten College-Saison steht. Der 21-jährige Spittaler absolvierte heuer bereits acht Spiele für das American International College und sammelte dabei vier Assists ein. Die Yellow Jackets konnten bisher vier Spiele gewinnen, alle vier Siege fuhr man in den letzten fünf Partien ein. Am kommenden Wochenende steht das Duell mit Army West Point auf dem Programm, am ersten Novemberwochenende empfängt man das Rochester Institute of Technology für zwei Spiele.

In der North American Hockey League (NAHL) flitzt derzeit der Grazer Moritz Lackner übers Eis. Der 18-jährige Steirer wechselte nach einer Spielzeit am Stanstead College nach Alaska und centered dort für die Anchorage Wolverines. In zehn Spielen konnte Lackner bisher einen Treffer bejubeln. Dieser fiel am 7. Oktober beim „Alaska Derby“ gegen die Fairbank Ice Dogs. Das Duell konnten die Wolverines mit 6:2 für sich entscheiden. Mit 15 Punkten aus 14 Spielen liegt Anchorage auf Position 6 der Midwest Division, am kommenden Wochenende steigen gleich drei Spiele gegen den Letztplatzierten der eigenen Division, Wisconsin Windigo.

Mit Janine Weber und Antonia Matzka nehmen heuer zwei Damen am Spielbetrieb der PHF, der Premier Hockey Federation, teil. Während die Tirolerin Weber noch auf ihren erstes Saisonspiel wartet, hat Matzka, die in ihrer allerersten Saison in dieser Liga steht, bereits zwei Spiele hinter sich. Die 23-jährige Mödlingerin verlor mit ihren Buffalo Beauts beide Spiele gegen die Metropolitan Riveters – das waren bislang die einzigen Spiele am Spielplan der PHF. Erst am ersten Novemberwochenende geht es in der sieben Teams umfassenden Liga so richtig los. Für Weber, die bereits in ihr viertes Jahr mit dem Connecticut Whale geht, wartet am 5. November der „home opener“ gegen Boston Pride, Matzka und die Beauts bekommen es tags darauf mit Montreal Force zu tun. Ein echtes Highlight wartet dann am 19. November, dann kommt es nämlich zum ersten Österreicherinnen-Duell!

Auf NCAA-Ebene stehen derzeit drei Damen im Einsatz: Emma Mörtl und Lisa Schröfl bestreiten derzeit ihr „freshman year“ an der Long Island University, Theresa Schafzahl führt heuer die Vermont Catamounts als Kapitänin aufs Eis. Die beiden Grazerinnen Mörtl und Schröfl waren in den letzten Jahren Teamkolleginnen beim DEC Graz und beim EHV Sabres Wien. Beide zog es heuer über den großen Teich. Emma Mörtl stand in bisher sieben Spielen auf dem Eis, Lisa Schröfl kam auf acht Einsätze. Beide Cracks warten noch auf ihre ersten Scorerpunkte in der College-Liga, die nächsten Chancen dazu gibts bereits am kommenden Wochenende – da stehen zwei Spiele gegen die Post University Eagles auf dem Programm.

Schafzahl hingegen konnte sich bereits über Punkte freuen – und zwar über einige. Die 22-jährige Weizerin läuft bereits in ihrer fünften Saison für Vermont auf und liegt nach acht Spielen bei sieben Toren und zwölf Punkten. Damit ist sie im teaminternen Vergleich die #1, NCAA-weit belegt die Steirerin damit Rang 14. Mit einem Record von 4-3-1 war der Saisonstart nicht vollkommen zufriedenstellend, die letzten beiden Spiele musste man sich den Colgate Raiders geschlagen geben. Nun warten zwei Duelle mit den Boston College Eagles.

hockey-news.info , Bild: facebook.com/Ottawa67s

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