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ICEHL: Ex-Goalie Bernd Brückler: „Ich glaube, dass die Serie jetzt erst richtig losgeht!“

Bernd Brückler spielte im Verlauf seiner erfolgreichen Karriere sowohl für den EC Red Bull Salzburg, mit dem er sogar einen Meistertitel holte, und den EC-KAC. Der 42-Jährige blickt auf die laufende Finalserie der win2day ICE Hockey League – mit einem besonderen Fokus auf die Goalies.

Der EC Red Bull Salzburg gewann am Freitag den Auftakt in die Finalserie der win2day ICE Hockey League beim EC-KAC. Nachdem erst zum zweiten Mal in der Liga-Geschichte ein Playoff-Spiel nach 60 Minuten torlos blieb, traf Paul Huber in der 65. Minute zur Entscheidung. „Ich habe mir ein enges Spiel erwartet. Vor allem für die Klagenfurter war es keine leichte Aufgabe, sie mussten nach dem Sweep im Halbfinale lange auf die nächste Partie warten.

Salzburg war im Rhythmus und hatte die Euphorie vom Sieg im Entscheidungsspiel gegen Bozen. Man muss aber sagen, dass die Partie am Freitag in beide Richtungen hätte gehen können. Ich glaube, dass die Serie jetzt erst richtig losgeht“, analysiert Bernd Brückler, der das Liga-Geschehen ganz genau verfolgt. Der ehemalige Goalie hat Sebastian Dahm und Atte Tolvanen, die ihren Teams schon über die gesamte Saison ein sicherer Rückhalt sind, besonders im Blick: „Gerade im Playoff stehen die Torhüter noch mehr im Mittelpunkt. Die beiden sind richtig gut. Man kann sie mit dem ersten Schuss fast gar nicht bezwingen, muss mehr auf den Rebound gehen. Es gilt, viele Schüsse auf das Tor zu bringen und Verkehr vor ihnen zu erzeugen. Die Arbeit direkt vor dem Tor ist enorm wichtig, so kommt man zum Erfolg“, weiß der 42-Jährige, der als Spieleragent tätig ist und auch dem Vorstand des HC TIWAG Innsbruck als Experte beratend zur Seite steht.

Der gebürtige Grazer spielte einige Jahre in der finnischen Liiga sowie in der KHL. Im Oktober 2012 wechselte Brückler nach Salzburg. In seiner dritten Saison mit den Red Bulls gewann er den Meistertitel, es folgte ein Wechsel nach Klagenfurt, wo der Schlussmann seine letzte Saison als Profi verbrachte. „Meine Erinnerungen sind an beide Teams sehr positiv, ich habe die Zeit sehr genossen. In Salzburg war der Meistertitel die Krönung und beim KAC habe ich am Ende meiner Karriere noch einmal die Chance bekommen, viele Spiele zu machen. Es sind Top-Klubs, die Organisationen sind super aufgestellt und immer würdig in einem Finale zu spielen“, so Brückler.

Am Sonntag gastiert die Finalserie erstmals in der Eisarena Salzburg, wo der amtierende Meister seine letzten sechs Spiele gegen den KAC gewann. Seit dem Finale 2017 gegen die Vienna Capitals ließen die Klagenfurter jedoch in jeder ihrer vier Serien, in denen sie im Eröffnungsspiel den Kürzeren zogen, einen Sieg in der zweiten Partie folgen. „Ich erwarte mir eine Reaktion vom KAC. Es ist sehr schwierig in Salzburg zu bestehen, Klagenfurt hat aber genug Qualität in der Mannschaft. Ich erwarte mir wieder ein enges Spiel, vermutlich wird es in dieser Serie noch einige Low-Scoring-Games geben. Für den KAC wird es wichtig sein, im Powerplay anzuschreiben. Daran haben sie nach dem Auftakt sicher gearbeitet, um noch mehr Druck erzeugen zu können“, ist Brückler schon gespannt auf das zweite Duell. Dieses wird am ab 17.05 Uhr auf PULS 24 und Joyn übertragen.

ice.hockey , Bild: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

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