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EHC Steinbach Black Wings 1992

ICEHL: Kadervorstellungen 2020: Black Wings 1992 (8/11)

Die Preseason neigt sich dem Ende zu und die neue Saison, die erste der ICEHL, steht vor der Tür. Zeit, einen Blick auf die Teams zu werfen und sich mit den Kadern zu beschäftigen mit denen die elf Vereine in die neue Saison gehen. Wir stellen die Kader vor, die Bewertung übernehmt ihr: Mit unserem Umfragetool am Ende des Artikels.

Nach 40 Spielen lagen die Black Wings aus Linz in der Vorsaison nur auf dem siebenten Platz und mussten somit in die Quali-Runde, welche man aber als Zweiter beendete und sich somit für die Playoffs qualifizieren konnte. Dort lag man in der Serie mit dem EC-KAC bereits mit 3:0 in Front, ehe die Saison abgebrochen wurde. Was folgte war eine sehr unruhige „offseason“ in welcher, vor allem im Management, so einiges passierte. In Details braucht man hier nicht mehr zu gehen, die Story ist hinlänglich thematisiert worden. Letztendlich sind die Black Wings weiter am Start und die einzige Mannschaft aus Linz in der Liga. Ob sie jedoch an alte Erfolg anschließen kann, wird sich zeigen.

Pierre Beaulieu ist neuer Headcoach (Pic: foto-dostal.at)

Trainer:
Am 17.Jänner 2019 ersetzte Tom Rowe den damaligen Headcoach der Linzer, Troy Ward. Die Wege der Stahlstädter und des US-Amerikaners sollten sich aber trennen, somit war man in Linz auf der Suche nach einem neuen starken Mann an der Bande. Man glaubt diesen in Pierre Beaulieu gefunden zu haben.

Der erst 37-jährige Kanadier verbrachte die letzten beiden Jahre als Assistenztrainer bei den Krefeld Pinguinen, zuvor stand er jahrelang beim EC KAC und später bei den Innsbrucker Haien als Torhüter-Trainer unter Vertrag. Der ehemalige Goalie geht in seine allererste volle Saison als Headcoach und wird in dieser von Jürgen Penker und Mark Szücs unterstützt. Beide waren auch bereits im Vorjahr als Trainer für die Linzer aktiv und zählen seit Jahren zu fixen Größen im Trainerstab.

David Kickert bekommt einen neuen Teamkollegen (Pic: foto-dostal.at)

Goalie:
36 Spiele absolvierte David Kickert im Vorjahr für die Stahlstädter, auch heuer wird der Korneuburger das Tor hüten. Mit 26 Jahren geht er in seine bereits siebente Saison in Österreichs höchster Spielklasse – seine dritte Spielzeit bei den Linzern. Jeff Glass hat den Verein nach nur einem Jahr und insgesamt zwölf Einsätzen verlassen, dafür wurde Luka Gracnar verpflichtet, um Kickert einen guten Teamkollegen zur Seite zu stellen. Der ebenfalls 26-jährige Netminder gibt nach einem Jahr in Norwegen sein Comeback in Österreich. Nach Salzburg und Innsbruck sind die Linzer der dritte ICEHL-Verein des Slowenen. Paul Mocher, der im Vorjahr fünf Einsätze bekam, komplettiert das durchaus gute Linzer Goalie-Trio.

Verteidiger:
Mit Gerd Kragl und Moritz Matzka sind gerade einmal zwei Defender des letztjährigen Aufgebots „übrig geblieben“. Die Liste der Abgänge ist dementsprechend lang: Mario Altmann wechselte ligaintern zu den Moser Medical Graz99ers, Juraj Valach unterzeichnete in der Slowakei. Ebenfalls einen neuen Arbeitgeber hat der Österreicher Raphael Wolf, der bei den Villacher Adlern ein neues Arbeitspapier erhielt. Ebenfalls nicht mehr mit von der Partie sind die beiden punktbesten Verteidiger aus der letzten Saison: sowohl Josh Roach (34 Punkte), als auch Matt Finn (22) suchen noch nach einem neuen Arbeitgeber. Somit hatte das Management der Stahlstädter alle Hände voll zu tun, die Defensive mit qualitativ hochwertigen Cracks auszustatten.

Sebastien Piche ist zurück (Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Ein altbekannter Crack gibt sein Comeback im Dress der Linzer: Sebastien Piche verteidigte bereits zwischen 2014 und 2018 in der Stahlstadt, nach zwei Jahren in Tschechien und der Slowakei kehrt der 32-jährige Kanadier zurück an seine alte Wirkungsstätte. Ein weiteres „Comeback-Kid“ ist Marc-Andre Dorion, der bereits 318 Spiele für die Linzer absolvierte. Nach zwei Jahren in der Bundeshauptstadt und insgesamt 238 Punkten in der EBEL/ICEHL kehrt auch er nach Oberösterreich zurück. Sein Europa-Abenteuer startet der 26-jährige Kanadier Charles-David Beaudoin. Niklas Tikkinen, der 2017 im Dress der VEU Feldkirch verteidigte, komplettiert mit Laurin Müller und dem Kanadier Andrew Nielsen die Defensivabteilung der Black Wings. Mit Piche und Dorion gibt es nur zwei Cracks, die über 30 Jahre alt sind, somit verfügen die Linzer über eine eher junge Defensive, die aber durchaus über Qualität verfügt.


BISHERIGE KADERVORSTELLUNGEN
FEHERVAR AV19
RED BULL SALZBURG
HC INNSBRUCK
EC KAC
EC VSV
HC BOZEN
GRAZ99ers
BLACK WINGS 1992
BRATISLAVA CAPITALS
DORNBIRN BULLDOGS
VIENNA CAPITALS

Stürmer:
Der punktbeste Black Wing aus dem Vorjahr ist wieder im Aufgebot der Linzer. Dragan Umicevic lieferte in der abgelaufenen Spielzeit eine beeindruckende Performance ab und sammelte in 50 Spielen 65 Punkte ein. Der 35-jährige Schwede führte damit auch die Liga an, auch seine 52 Vorlagen waren Ligabestwert. Der rechte Flügel steht noch bis zum Ablauf der Saison 2021/22 unter Vertrag und wird auch heuer wieder ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt in der Offensive der Stahlstädter sein. Auch Brian Lebler kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken, in welcher der Nationalstürmer die 30-Toremarke knacken konnte. Dennoch verlor man mit dem Abgang von Rick Schofield, der in Salzburg anheuerte, an Firepower, konnte dieser im Vorjahr doch 28 Tore beisteuern. Ebenfalls nicht mehr im Aufgebot sind Hunter Fejes, der sich für ein Engagement in Graz entschied. Justin Florek heuerte in der ECHL an, Alex Cijan zog es in die Bundeshauptstadt und auch Daniel Woger (Dornbirn) streift sich nicht mehr das Trikot der Black Wings über. Auch die Zukunft von Dan DaSilva, der die letzten fünf Jahre für Linz stürmte, ist noch ungeklärt.

Andrew Kozek soll für die nötigen Tore sorgen (Pic: foto-dostal.at)

Wie in der Defensive, gibt es auch in der Offensive einen „Rückkehrer“ – Andrew Kozek gibt heuer sein Comeback im Dress der Linzer. Nachdem der 34-jährige Kanadier 2016 in Nürnberg anheuerte, folgten Engagements in Finnland und Schweden, ehe er 2018 zum KAC wechselte. 17 Tore konnte der Stürmer im Vorjahr einsammeln – der Platz von Rick Schofield dürfte ihm wohl sicher sein. Neben Niklas Tikkinen gibt es noch einen zweiten Finnen im Kader, nämlich den 39 Jahre alten Center Juha-Pekka Hytönen, der sich nochmal im Ausland versuchen will. 15 Saisonen hat Hytönen für den finnischen Erstligisten JYP Jyväskylä absolviert, neun davon sogar als Kapitän – nun soll er den Linzern mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Auch punktetechnisch darf man sich vom Routinier noch einiges erwarten, lieferte er in der vergangenen Spielzeit 31 Punkte in 59 Spielen ab.

Anfang September verpflichtete man den 27-jährigen Kanadier Will Pelletier, für den die Black Wings die erste Europa-Station sind. Die letzte Saison war der Center weitestgehend verletzt, in 125 AHL-Spielen kam er auf 53 Zähler. Vermutlich steht hinter Pelletier das größte Fragezeichen – eine Einschätzung ist äußerst schwierig. Mit 21 Jahren gibt Niklas Bretschneider sein Comeback in Österreich. Der Wiener verbrachte die letzten beiden Jahre bei den Northern Cyclones und wechselte im August in die Stahlstadt. Aus Villach kam Alex Lahoda und gesellt sich zu den anderen Austro-Cracks Valentin Leiler und Julian Pusnik. Abgerundet wird die Offensive durch Marco Brucker, Stefan Gaffal, Stefan Freunschlag und dem 30-jährigen Andreas Kristler, der bereits mehr als 500 EBEL-Spiele auf dem Buckel hat. Zusammengefasst: Die Linzer Offensive verlor an Durchschlagskraft, die man nur schwer kompensieren wird können.

Nun seid ihr dran: Wo seht ihr die Black Wings Linz in der kommenden Saison?

Pic: Black Wings Linz/Eisenbauer

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