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ICEHL

ICEHL: Kadervorstellungen 2020: Vienna Capitals (11/11)

Die Preseason neigt sich dem Ende zu und die neue Saison, die erste der ICEHL steht vor der Tür. Zeit, einen Blick auf die Teams zu werfen und sich mit den Kadern zu beschäftigen mit denen die elf Vereine in die neue Saison gehen. Wir stellen die Kader vor, die Bewertung übernehmt ihr: Mit unserem Umfragetool am Ende des Artikels.

Die letzte Saison beendeten die Vienna Capitals als Grunddurchgangszweiter und die Pickround als Dritter. In der Playoff-Viertelfinalserie lag man bis zum coronabedingten Saisonstopp gegen die Graz99ers mit 2:1 in Front und damit auf Aufstiegskurs. Dabei wollen die Hauptstädter natürlich auch heuer wieder anschließen, doch die Voraussetzungen sind heuer wesentlich andere als sonst. Die Vienna Capitals gehen mit einem extrem jungen Kader in die Saison. Zum Vergleich: Im Vorjahr war der Roster durchschnittlich 27,5 Jahre alt, nun 25,2 Jahre. Außerdem geht man mit nur sechs Legionären in die Saison und im Tor vertraut man erstmals seit neun Jahren einer rein österreichischen Lösung.

Trainer:
Auf der Trainerposition setzen die Caps aber weiter auf einen „Legionär“, der nun in seine dritte Saison als Headcoach geht. Dave Cameron konnte von den Kagranern gehalten werden, was alles andere als selbstverständlich war. Der 62-jährige, ehemalige Headcoach der Ottawa Senators, will heuer im dritten Anlauf den Titel holen.

Dave Cameron landet neuerlich in Wien (Pic: Vienna Capitals)

Es wäre sein erster auf Vereinsebene, nachdem er schon als Assistant Coach WM- und U20-WM-Gold mit Kanada einheimste. Als Assistant Coach löst mit Christian Dolezal ein Caps-Urgestein, das vereinsintern von den Silver Caps aufstieg, Dylan Beston ab. Ansonsten blieb der komplette Trainerstaff beisammen, was kein Nachteil sein wird.

Goalie:
Wie schon erwähnt baut man im Tor heuer auf eine rein österreichische Lösung – zumindest vorerst. Bernhard Starkbaum ist die Nummer 1 und das unumstritten und zu Recht. Der 34-jährige Wiener war letzte Saison schon alles andere als nur ein Backup für den US-Amerikaner Zapolski. Nun will er beweisen dass man als Nummer 1 in der heimischen Liga keinen ausländischen Pass als Grundvoraussetzung braucht.

Bernhard Starkbaum geht als Nummer 1 in die Saison! (Pic: GEPA pictures/ Mathias Mandl)

Hinter ihm stellen sich zwei junge Österreicher an. Max Zimmermann kam vorige Saison in der AlpsHL zu 30 Einsätzen und darf nun nach drei Jahren wohl endlich wieder auf einen Einsatz in der höchsten Liga hoffen. Ob den auch Sebastian Wraneschitz erhält wird man sehen. Der 18-jährige sammelte in der abgelaufenen Saison Erfahrungen in Schweden und Finnland und komplettiert das Trio, das weiterhin von Varian Kirst trainiert wird.

Verteidiger:
Großteils unverändert aber stark dezimiert präsentiert sich die Caps-Defense. Die Anzahl der Legionäre wurde von vier auf zwei reduziert. Lediglich Alex Wall wurde verlängert, Kichton (Ingolstadt), Dorion (Linz) und Flood (Rouen/FRA) sind Geschichte. Ein neuer Fremdarbeiter wurde jedoch geholt und das ohne großes Risiko. Jerome Leduc ist hinlänglich bekannt, absolvierte er doch bereits zwei Saisonen für die Dornbirn Bulldogs und kommt nun aus der zweiten schwedischen Liga zurück in die heimische.

Alex Wall ist der einzige Defender der den Sommer „überlebte“ (Photo: GEPA pictures/ Jasmin Walter)

Somit werden die Österreicher wesentlich wichtigere Rollen einnehmen und auch in den Special Teams vermehrt zum Einsatz kommen. Nahezu alle heimischen Defender wurden verlängert, mit Ausnahme von Lucas Birnbaum, der aktuell immer noch ohne neuen Vertrag da steht. Patrick Peter, Mario Fischer, Dominic Hackl, dazu die Youngsters Lukas Piff, Timo Pallierer und Bernhard Posch und last but not least Routinier Phil Lakos runden die Caps-Defense ab.

Stürmer:
Genauso wie in der Defense konnte man auch in der Offense den österreichischen Stamm halten. Routinier Rafael Rotter führt sein Team an und geht in seine 13.Saison bei den Caps. Niki Hartl, Julian Grosslercher, Sascha Bauer und Ali Wukovits sind ebenfalls nicht mehr aus den Angriffsreihen der Wiener wegzudenken, wenngleich dies vor Allem bei Letztgenanntem lange unklar war. Wukovits spekulierte nach einer tollen letzten Saison mit einem Auslandsengagement, verschob dieses aber coronabedingt vorerst.

Topscorer Loney konnte gehalten werden (Photo: Werner Krainbucher)

Zurückgeholt wurden mit Marco Richter und Benjamin Nissner zwei gebürtige Wiener, wobei Erstgenannter zuvor nie bei den Caps spielte. Nissner hingegen lieferte nach einer tollen Caps-Saison 2018/19 eine bescheidene letzte Spielzeit in Schweden ab. Mit Alex Cijan holte man einen weiteren Österreicher der mit 26 Jahren einiges an Erfahrung mitbringt. Komplettiert wird die Österreicher-Riege von Fabio Artner, Patrick Antal, Patrik Kittinger und Armin Preiser.

Benjamin Nissner ist zurück (Foto: Kuess)

Auf Legionärsebene hat man sich von etlichen Leistungsträgern der Vorsaison getrennt. Riley Holzapfel, der überraschend seine Karriere beendete, Sondre Olden den es zurück in seine norwegische Heimat zog, sind genauso weg wie die beiden Nordamerikaner Mike Zalewski und Kyle Baun, die noch vertragslos sind. Die vier waren in der abgelaufenen Spielzeit für 67 der 163 Caps-Tore verantwortlich! Allein für 22 Treffer verantwortlich und damit Toptorjäger der Kagraner war jedoch ein anderer: Ty Loney und der wird auch weiterhin für die Caps auf Torejagd gehen, genauso wie Taylor Vause.

BISHERIGE KADERVORSTELLUNGEN
FEHERVAR AV19
RED BULL SALZBURG
HC INNSBRUCK
EC KAC
EC VSV
HC BOZEN
GRAZ99ers
BLACK WINGS 1992
BRATISLAVA CAPITALS
DORNBIRN BULLDOGS
VIENNA CAPITALS

Hinzu kommen zwei neue Stürmer aus dem Ausland: Colin Campbell spielte seit 2014 durchgehend in der AHL und kam dort in 412 Einsätzen auf 134 Scorerpunkte. Er wird seine erste Europasaison bestreiten. Genauso wie Graham McPhee. Der 22-jährige linke Flügel ist nicht nur der Sohn des Vegas Golden Knights-Bosses George McPhee, sondern auch selbst ein großes Talent. Er wurde von den Edmonton Oilers 2016 in der fünften Draftrunde gezogen, bestritt dann den Collegeweg und wird heuer seine erste Saison außerhalb des Junior-Hockeys bestreiten. Wie er damit zurechtkommt wird sich weisen. Genauso wird sich weisen wie die Caps mit dem radikalen Kaderschnitt zurechtkommen werden und wie lange es dauert bis man die Kaderplanung eventuell korrigiert…

Nun seid ihr dran: Wo seht ihr die Vienna Capitals in der kommenden Saison?


Pic: Leo Vymlatil

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