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EC KAC

KAC-Coach Matikainen: „Ich schäme mich für die vielen Niederlagen“

Ein enttäuschende Saison ging für den EC KAC ungewohnt früh zu Ende. Head-Coach Petri Matikainen verlor erstmals in seiner Laufbahn bei den Rotjacken eine Play-Off Serie und gewährt nun tiefe Einblicke in die vergangene Saison.

Alle Beteiligten bei den Rotjacken befinden sich in der Phase der Aufarbeitung, was ging daneben und worauf kann man trotz allem aufbauen. Im ausführlichen Interview mit der „Kleine Zeitung“ zeigte sich Petri Matikainen sehr kritisch, spricht über Erwartungen in Klagenfurt und den fehlenden Hunger bei den Rotjacken.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft ist das darauffolgende Jahr noch schwerer zu spielen. Einerseits ist der Druck noch größer, da man von allen gejagt wird und andererseits müssen die Spieler auch wieder neu motiviert werden. Vor allem in Klagenfurt war es für einen Trainer noch nie einfach: „Du musst hier jedes Jahr den Meistertitel holen und verdammt nochmal jede Partie mit 5:0 gewinnen. Mindestens. Dann hast du die Fans und das Umfeld auf deiner Seite,“ so Matikainen.

Wenn es einen Knackpunkt in der vergangenen Saison gab, von dem an es bergab ging, dann war es die 8:1 Niederlage in Leksand, nachdem man die Schweden zuvor zu Hause sensationell mit 4:0 besiegte. Obwohl die deutliche Niederlage im hohen Norden zu erwarten war (Anm.: der KAC war stark ersatzgeschwächt), funktionierte das Training danach nicht mehr gut. „Diese Niederlage war tödlich für unser Team“, so der Finne.

Angesprochen auf die miese Heimbilanz hatte Matikainen auch eine Erklärung: „Viele haben gedacht, dass alles wie von selbst läuft. Es ist großartig, in Klagenfurt zu spielen, aber für junge Spieler erwies sich das als kritisch. Die Fans erlebt man hautnah. Ein Spiel kann da zu emotionalen einer Achterbahnfahrt werden – zwischen Anfeuerung und kritischen Geräuschen. Nichtsdestotrotz: Ich schäme mich für die vielen Niederlagen. Unsere Halle muss wieder zu einem Ort werden, wo wir die Gegner zusammenpressen.“

Für den KAC geht es nun darum die Saison aufzuarbeiten und herauszufinden, wer noch in die Mannschaft passt und für wen es besser wäre sich einen neuen Verein zu suchen. „Man muss sich nun fragen wer noch die Energie und den Willen hat hier weiterzumachen oder ob das Team eine größere Veränderung braucht,“ so Matikainen.

Der Finne formuliert auch sehr klar wie gut es den Spielern in Klagenfurt geht: „Hier befindet man sich in einer Blase. Woanders kümmert sich niemand um einen. Eishockey im Ausland ist nicht für jedermann.“ Matikainen weiß wovon er spricht, wanderte er doch mit 16 Jahren nach Kanada aus, ohne wirklich Englisch zu sprechen: „Nach dem Training wurde ich verprügelt, weil ich heimischen Spielern den Platz weggenommen habe.“

Für die kommende Saison liegt noch viel Arbeit vor Matikainen: „Wir müssen hungriger werden, wollen aus den Spielern mehr herausholen.“ Gleichzeitig verweist er aber auch den Fakt nicht mehr Meister zu sein und weiß, dass es dadurch einfacher wird für die Spieler und den ganzen Verein zu wachsen.

Für das kommende Finale zwischen Salzburg und Fehervar legt sich Petri Matikainen schon vor Spiel 1 fest: „Salzburg wird Meister.“

www.hockey-news.info, www.fodo.at

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