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NHL

NHL-Playoffs-Preview: Tampas „Three-peat“ oder Colorados erster Titel seit 21 Jahren!

Es steht viel auf dem Spiel: der Tampa Bay Lightning greift zum dritten Mal in Folge nach dem Stanley Cup – kein Team seit den New York Islanders der 80er Jahre konnte mehr als zwei Titel in Serie gewinnen. Die Colorado Avalanche will im dritten Finale den dritten Titel einfahren und seine Final-Weste blütenweiß halten – es ist also angerichtet!

Colorado Avalanche (C1) : Tampa Bay Lightning (A3)
Season-Series:
2:0 (4:3 SO, 3:2)
Playoff-History: erstes Aufeinandertreffen

Colorado überzeugte bereits in der „regular season“ und beendete den Grunddurchgang an der Spitze des Westens – mit 119 Punkten lag man am Ende sechs Zähler vor der Nummer 2 aus Minnesota. 312 Tore bedeuteten den drittbesten Ligawert, bei den Gegentoren landete man auf Platz 7. Tampa kassierte exakt einen Gegentreffer weniger (233), erzielte aber auch 25 Tore weniger als der Finalgegner. Für das Team von Headcoach Jon Cooper reichte es nach 82 Spielen „nur“ für Platz 3 in der Atlantic, sowohl Florida als auch Toronto lagen am Ende vor dem Blitz aus Tampa Bay. Die beiden Spiele der „regular season“ waren hart umkämpft: beide Male jubelte zwar Colorado, im ersten Duell setzte sich erst im Shootout durch und auch die zweite Partie wurde nur knapp mit 3:2 gewonnen.

Die Colorado Avalanche gab sich auf dem Weg ins Finale keine Blöße und musste in den ersten drei Runden nur zwei Spiele abgeben. In der ersten Runde setzte man sich gegen die Nashville Predators mit 4:0 durch, gegen die St. Louis Blues zog man mit einem 4:2 in das Conference Finale ein. Dort war man gegen die Edmonton Oilers das klar bessere Team und gewann sowohl beide Spiele zuhause, als auch bei den Kanadiern – Sweep #2 der Avs.

Aber auch Tampa feierte einen Sweep, allerdings nicht in Runde 1, denn dort musste man gegen die Toronto Maple Leafs über die volle Distanz. Im All-Florida-Duell mit den Panthers machte man dann kurzen Prozess und qualifizierte sich mit einem 4:0 für die Runde der letzten Vier. Gegen die New York Rangers lag man nach zwei Spielen bereits mit 0:2 zurück, Tampa konnte mit aller seiner Erfahrung aber zurück in die Serie finden und setzte sich am Ende nach sechs Spielen durch.

Das Duell der „fun facts“
Nun geht es also in das erste Playoff-Duell der beiden Teams. Es wird das erste Matchup der NHL-Geschichte, wo keines der beiden Teamnamen mit dem Buchstaben „s“ endet. Zum ersten Mal seit 2001 stehen sich zwei aktuelle Nominierte für die „Norris Trophy“ im Finale gegenüber. Damals duellierten sich Ray Bourque und die Avs mit Scott Stevens und den New Jersey Devils. Gewonnen hat die Trophäe für den besten Verteidiger aber jemand anderes, nämlich Detroit Red Wings Ikone Nicklas Lidström. Für Corey Perry ist es die dritte Finalserie in Folge, die letzten beiden verlor er gegen Tampa (2020 mit Dallas und 2021 mit Montreal). Damit ist der Kanadier der erst zweite Crack der Historie, der drei Mal in Folge, aber immer mit einem anderen Team, im Finale stand. Dieses Kunststück gelang bisher nur Marian Hossa zwischen 2008 und 2010, als er für Pittsburgh, Detroit und Chicago auflief. Es wird auch das Duell „Erfahrung“ gegen „jung und hungrig“: in Tampas Kader stehen 33 Spieler mit Cup Erfahrung, bei der Lawine aus Denver nur 2 – Andre Burakovsky (2018 mit Washington) und Darren Helm (2008 mit Detroit).

Bild: facebook.com/lightningnhl

Für Colorado ist es nach 1996 und 2001 die dritte Finalteilnahme, sowohl 1996, als auch 2001 fuhr man am Ende als Champion vom Eis. Für Tampa wird es bereits Finale Nummer 5, nur 2015 musste man sich den Chicago Blackhawks geschlagen geben, drei von vier Finals entschied man für sich.

Die nackten Zahlen
Ein Blick auf die Statistiken der bisherigen Playoffs zeigt eines – Colorado wird ein ernstzunehmender Gegner. Vielleicht der „härteste“ der letzten drei Jahre. Die Avs verfügen über ein starkes Powerplay, welches in den Playoffs eine 31,1%ige Erfolgsquote vorweisen kann. Tampa liegt mit 22,6% doch deutlich dahinter. Die Nase vorne haben die Bolts aber beim Penaltykilling, denn 82,5% ihrer Unterzahlspiele übersteht das Team aus Florida schadlos – die Quote der Avs liegt bei nur 75,7%. Vorteil Avalanche wieder bei den Toren: 4,64 erzielte Tore pro Spiel gegen 3,06 für Tampa. Der Lighting kassiert mit 2,41 Gegentreffern pro Spiel aber weniger Tore als die Avs, die 2,86 Gegentore pro Spiel erhalten. Ganz klar die Nase vorne hat Tampa beim Thema Torhüter: Andrei Vasilevskiy hält nach 17 Spielen bei einer Fangquote von 92,8% und einem Gegentorschnitt von 2,27. Bei den Avs könnte man mit Backup Pavel Francouz ins Finale gehen, denn die nominelle #1, Darcy Kuemper, ist nach wie vor angeschlagen.

Das Duell der Superstars
Nun kommt es im Kampf um Lord Stanleys Hardware auch zu den Duellen echter Superstars. Cale Makar führt die Avs mit 22 Punkten in nur 14 Spielen an und wäre bei einem Gewinn des Stanley Cups eine heiße Aktie für die „Conn Smythe Trophy“. Zum Vergleich: Victor Hedman hält derzeit bei „nur“ 14 Zählern. Nathan MacKinnon hält derzeit bei elf Toren und 18 Punkten – damit ist der 26-jährige Crack aus Nova Scotia nicht nur der torgefährlichste Spieler der Avs, sondern des gesamten Stanley Cup Finals. Bei den Bolts hält Captain Steven Stamkos bei neun Volltreffern und 15 Punkten. Angeführt wird Tampa – wie soll es auch anders sein – von Playoff-Monster Nikita Kucherov (23pts). Der russische Supertechniker sammelte in den letzten drei Playoff-Runs unglaubliche 89 Punkte in 65 Spielen.

Aufseiten der Bolts darf man auch mit einer Rückkehr des bis dato verletzten Brayden Point rechnen, der im Training bereits in der ersten Powerplay-Formation auflief. Ob Colorado auf die Dienste von Nazem Kadri hoffen darf, ist noch ungewiss. Der Kanadier unterzog sich vor einigen Tagen einer Operation am Daumen, nähere Informationen über den Status des Centers gibt es aber nicht.

Heute Nacht (02:00 MEZ) startet die Finalserie in Game 1. Das Team von Headcoach Jared Bednar hat Heimrecht – nach zwei Spielen in der Ball Arena vom Denver, wechselt die Serie für die Spiele 3 und 4 (20./22.Juni) in die Amalie Arena von Tampa.

hockey-news.info , Bild: facebook.com/coloradoavalanche

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