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National League

NLA: Lugano wehrt Match-Puck ab und erzwingt Spiel 6 und glücklicher Sieg für Kloten!

Keine Meisterfeier der ZSC Lions in der Resega, sie wurden vom HC Lugano klar mit 4:0 deklassiert. Damit kommt es am kommenden Mittwoch im Zürcher Hallenstadion zu einem 6.Spiel. Gregory Hofmann avancierte zum Matchwinner der Bianconeri, Philippe Furrer und Luca Fazzini erzielten die anderen beiden Treffer.

Als Hauptverantwortlicher für den Sieg der Luganesi zeichnete sich Gregory Hofmann aus, welcher die Treffer zum 1:0 und 2:0 im Alleingang erzielte.  Klar war, dass Lugano eine vorzeitige Meisterfeier der Lions in der Resega zu jedem Preis verhindern wollte. Vor 7200 Zuschauer im randvoll gefüllten Stadion und dem Rücken zur Wand bewiesen die Bianconeri viel Moral und Willen. Erzielten nach nur 27 Sekunden den 1:0 Führungstreffer und zermürbten die Lions von da weg langsam aber sicher, zudem sorgten sie im Schlussdrittel mit einer Tor-Doublette (43. und 44. Minute) bei rasantem Tempo für klare Verhältnisse. Die ZSC Lions, wohl bewusst, dass es in der Resega heiss zu und her gehen kann, waren zu keiner Reaktion fähig, verglimmten regelrecht und sind auswärts seit insgesamt 145 Minuten ohne Torerfolg. Eine weitere Partie im Sottoceneri wäre aus ihrer Sicht nicht sehr ratsam.

Zum 3. Mal in Serie mussten sich die viel zu verhaltend spielenden Limmatstädter bereits im Startdrittel von den Südtessinern düpieren lassen. Maxim Lapierre stürmte bereits nach 27 Sekunden in die Zone der Lions und Gregory Hofmann als Vollstrecker erzielte die Lugano-Führung ohne Probleme. Zu konfus zeigten sich die ZSC Lions schon zu Beginn der Partie.

Philippe Furrer, welcher vor dem Spiel eingestanden hatte, dass er den Overtime-Niederlagen-Frust in Zürcher Hallenstadion im dritten Spiel noch nicht ganz verdaut hatte, und eine Ansage zur Rückkehr seines Teams in die Serie machte. Der wunschgemässe Auftakt gelang dem HC Lugano denn auch. Die Bianconeri agierte wild entschlossen im Vorwärtsgang. Wichtigster Ausgangspunkt des Sieges war vor allem Lugano-Goalie Elvis Merzlikins, den man zuvor im „Corriere del Ticino“ mit „Elvis in NHL-Form“ betitelte. War der Lette im Playoff mit inzwischen über 500 Saves eine der auffälligsten Figuren, brillierte in dieser Partie tatsächlich.

Den ersten von drei Big Points konnten die Zürcher nicht verwerten, dies anhand der aufsässigen Spielweise und dem grossen Willen der Platzherren. Die Kreativität der Gäste daher ziemlich eingeschränkt: Ein weiteres Mal tat sich der Favorittat sehr schwer und wirkte teilweise gelähmt und überfordert, viele ihrer Angriffsversuche prallten an Merzlikins ab, welcher alles was sich auf ihn zubewegte, zunichte machte.
Auch im mentalen Bereich machte sich der Abnützungskampf bei den Lions bemerkbar. Dies war in einer Szene Sekunden nach Beendigung des mittleren Abschnitts zu sehen, als Hans Kossmann Kenins verbal bearbeitete und der Stürmer daraufhin wutentbrannt gegen die Bande kickte. Auch der Zürcher Keeper Lukas Flüeler, der bis anhin vorzüglich spielte, liess sich von der Nervösität seiner Vorderleute anstecken. Den Untergang der ZSC Lions im Tessin leitete er mit einem Fehler gleich selber ein.

Eine Klasseleistung des Teams unter Greg Ireland, welche sich auch durch den Ausfall von Luca Cunti nicht aus der Ruhe bringen liess. Lugano spielte weiter mit viel Leidenschaft und Emotionen, hatte genug Energie um über 60 Minuten lang problemlos zu spielen und gewann das 5. Spiel verdient mit 4:0. Ebenso verdient war der zweite Shutout in diesem Final von Merzlikins. Spiel 6 am kommenden Mittwoch im Hallenstadion verspricht daher Hochspannung pur.

Ligaqualifikation: Glücklicher Overtime-Sieg für den EHC Kloten
Dank dem 4:3 Sieg nach Verlängerung liegt der EHC Kloten in der Ligaqualifikation gegen Rapperswil zum ersten Mal vorn. Um dennoch den Aufstieg zu schaffen, müssen die Lakers morgen Abend vor eigenem Publikum unbedingt ihre Heimstärke unter Beweis stellen und die Partie gegen Kloten gewinnen.

Die letzten zwei Tore zum Sieg des EHC Kloten waren pure Verzweiflungschüsse. Bereits waren die letzten Sekunden der regulären Spielzeit angebrochen und Kloten mit 2:3 im Rückstand, als der Puck im Zeitlupentempo über die gegnerische Torlinie kullerte. Unglücklich für Rappi-Goalie Nyffeler, da sein Vordermann Ness den Schuss von Hollenstein mit dem Fuss ins eigene Tor ablenkt hatte. Dank diesem 3:3-Ausgleich konnten sich die Flughafenstäder in die Verlängerung retten.
Gross war daher die Nervosität in der Swiss_Arena. Zuerst vergab Hollenstein den Siegtreffer und Kloten-Keeper Boltshauser konnte sein Team bis zur 68. Minute im Spiel halten, als das 20-jährige Klotener Eigengewächs Thierry Bader aus spitzem Winkel zum 3:2-Sieg traf. 
Vor einer Woche noch sah die Sache ganz anders aus. Nach zwei Siegen der Lakers schien alles für die Rapperswiler zu laufen. Ihre Auftritte siegesbewusst und selbstsicher, jene der Klotener trotz dem prominenterem Kader zu banal und stümperhaft. Nach dem dritten Duell, das von Kloten erst in der 102. Minute für sich entscheiden konnte, kippte die Serie und der Oberklassige war nach dem Serienausgleich vom letzten Donnerstag klar am Drücker.

Nach neun Minuten lag Kloten nach den beiden Treffer von Santala und Kellenberger verdient in Führung. Dennoch zeigte sich, dass sich die Flughafenstädter keinesfalls ein Nachlassen des Spiels leisten konnten und konsequent weiterspielen mussten, da die Gäste vom Obersee auf Kontermöglichkeiten lauerten.

Vergessen hatte der EHC Kloten seine Tugenden, welche sie erstarken liess, im Mittelabschnitt, als sie zu überheblich, zu selbstsicher, passiv, zögerlich agierten und vor allem in der eigenen Zone falsche Entscheidungen trafen. Die „beauvisage“ der Klotener änderte sich komplett, weil die SCRJ-Lakers plötzlich wieder an Oberhand gewannen und schalten und walten konnten wie in den ersten beiden Partien. So beendete Maier die über 138 Minuten dauernde torlose Phase seines Teams in der 4.Minute des 2.Drittel mit dem Anschluss zum 2:1. In den folgenden sechs Minuten drehten die Rosenstädter die Partie und lagen mit den weiteren Toren von Ness und Mosimann erstmals mit 2:3 in Front. Zwar hätte der Gastgeber mehr als genug Zeit gehabt, um wieder ins Spiel zu finden, doch das Momentum lag nun bei den Rapperswilern. Kloten teilweise überfordert, der Puck lief gegen sie und zu klaren Chancen kamen man kaum mehr. Dass es trotzdem noch zum Ausgleich und dem Sieg nach der Overtime mit dem letzten Klotener Verzweiflungsschuss kam, war äusserst glückhaft, denn damit hatte niemand mehr gerechnet.

Vor Saisonbeginn wusste jedermann in Kloten dass eine schwierige Saison bevorstand. Allerdings eher im wirtschaftlichen Bereich, da die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr wegen der wegfallenden Lohnkürzung wieder teurer wurde und Präsident Lehmann auch diesmal wieder ein Defizit im Bereich von zwei Millionen ausgleichen muss. Doch dies wurde in den vergangenen Monaten vom sportlichen Überleben in der NLA überlagert. Ein Plan B für den Notfall liegt vor, doch darüber will man beim EHC Kloten derzeit nicht sprechen, da man sein Los noch in den eigenen Händen hält.

Telegramme:
Lugano – ZSC Lions 4:0 (1:0, 0:0, 3:0)
Tore: 1. (0:27) Hofmann (Lapierre) 1:0. 43. (42:25) Hofmann (Morini) 2:0. 44. (43:33) Furrer (Fazzini) 3:0. 58. Fazzini (Lapierre) 4:0
Bemerkungen: Lugano ohne Cunti, Chiesa, Brunner, Bürgler, Ronchetti (alle verletzt), Etem, Klasen (beide überzählig), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren (alle verletzt), Seger, Pelletier, Hinterkircher, Karrer (alle überzählig).

Kloten – Rapperswil-Jona Lakers 4:3 (2:0, 0:3, 1:0, 1:0) n.V.
Tore: 6. Santala (Lehmann, Abbott) 1:0. 9. Kellenberger (Abbott) 2:0. 24. Maier (Primeau) 2:1. 28. Ness (Profico) 2:2. 30. Mosimann (Geyer) 2:3. 60. (59:11) Hollenstein (Kellenberger/Ausschluss Egli!) 3:3 (ohne Torhüter). 68. (67:24) Bader 4:3. – Strafen: 0mal 2 Minuten gegen Kloten, 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. – PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Primeau.
Bemerkungen: Kloten ohne Bozon, Grassi, Marchon, Weber (alle verletzt), Bäckman und Poulin (beide überzählige Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Aulin und Berger (beide verletzt).

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