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Schweiz

NLB-Playoffs: Kloten verliert und gerät in Rückstand / Olten gewinnt erst nach Verlängerung

Am 3. Spieltag in den Playoff-Viertelfinals der Swiss League endeten alle vier Partien mit einem 3:2-Heimsieg. La Chaux-de-Fonds und Olten mussten allerdings in die Overtime.

Zum zweiten Mal in Folge verliert der EHC Kloten im Play-off-Viertelfinal gegen den SC Langenthal und liegt in der Serie 1:2 zurück.

Nach zwei Dritteln führte Langenthal in der heimischen Schoren 3:0. Doch dann folgte ein Doppelschlag des EHC Kloten und meldeten sich zurück ins Spiel und kämpften bis zuletzt um den Ausgleic. Erst die Schlusssirene konnte die anstürmenden Zürcher stoppen. Der SC Langenthal wehrte sich mit Händen und Füssen gegen eine allfällige Verlängerung. Hätte Klotens Jack Combs in den letzten Sekunden ohne zu zögern auf das gegnerische Tor geschossen, wäre mit dem 3:3 Ausgleich eine Verlängerung drin gewesen. Nun liegt Kloten wegen ihrer zweiten Niederlage in der Serie mit 1:2 zurück und muss morgen Freitag das Heimspiel unbedingt gewinnen, ansonsten könnte die Saison für Obrist & Co. am Sonntag bereits zu Ende sein.

Zwei Tore durch Nico Dünner und Vincenzo Küng kassierten die Zürcher Unterländer in den ersten 20 Minuten. der dritte Treffer für den SCL erzielte om Gerber drei Minuten vor Ende des 2. Abschnitts. Bei Beginn des Schlussabschnitts durften die Gäste ihren ersten Treffer bejubeln. Jeff Füglister erzielte es in der 41. Minute, Fabian Ganz gelang Augenblicke danach zum 3:2 Anschluss einschiessen und Kloten versuchte nun mit allen Mitteln das Momentum auf ihre Seite zu ziehen, aber vergebens. Langenthal und Goalie Wütthrich hielten dem Ansturm stand und brachten den Sieg wenn auch mit Ach und Krach über die Runden.
Beim EHC Kloten machte sich das Fehlen ihres Goalie’s Joren Van Pottelberghe bemerkbar, der wegen einer Verletzung passen musste. Die Davoser-Leihgabe soll Gerüchten zufolge für unbestimmte Zeit ausfallen, die Art der Verletzung wurde wie immer in den Playoffs nicht bekannt gegeben, bedeutet aber für die Zürcher ein klares Handicap. Anstelle von Van Pottelberghe hütete Tim Guggisberg das Tor, der in dieser Saison vom EHC Winterthur zu Kloten stiess. Dieser vermochte seine Nervosität in den ersten 40 Minuten verständlicherweise nicht zu verbergen. Zudem hatte Kloten‘s Finne Lauri Tukonen mit Magenproblemen zu kämpfen und war nur ein Schatten seiner selbst.

Olten gewinnt das 3.Spiel des Playoff-Viertelfinals gegen Visp erst in der Verlängerung und steht mit einem Bein im Halbfinal.
Der EHCO musste im letzten Drittel lange Zeit einem Rückstand hinterherrennen und vermochte erst 12 Sekunden vor Spielende auszugleichen. In der Overtime schoss sich Silvan Wyss zum Helden und den EHC Olten zum eher glücklichen Sieg.
Lange sah es in Olten aus, als würden die Powermäuse eine Niederlage kassieren, welche die Serie gegen Visp möglicherweise neu lanciert hätte. Dennoch gelang es dem EHCO, die Partie in den letzten Sekunden der Verlängerung noch zu wenden,. Dank dem Sieg führt Olten führt in der Serie mit 3:0 und für den Einzug ins Halbfinal fehlt ihnen nur noch ein Sieg.
Es war eine aufwühlende aber spannende Partie. Olten lag 1:2 in Rücklage und es waren nur noch wenige Minuten zu absolvieren. Oltens letzte und verzweifelten Angriffsbemühungen schienen wirkungslos zu verpuffen, doch dann startete Sylvan Wyss einen neuen Versuch und schoss einfach mal aufs Tor. Auf irgendeine Art und Weise fand die Scheibe hinter dem Visper Goalie Reto Lory den Weg ins Netz. Für Lory doppelt bitter, hatte er doch bis dahin überragend gehalten.
Nach 60 Minuten stand es 2:2 und die Verlängerung musste entscheiden. Bereits nach 32 Sekunden konnte Olten in Überzahl agieren, ein Treffer aber wollte nicht fallen. Als der Puck erneut auf der Schaufel von Wyss landete und er diesen hinter Lory ins Netz beförderte, konnte sich Wyss minutenlang als Held feiern lassen.
Trotzdem könnte den Oltenern dieser Sieg in diesen Playoffs noch beträchtlich schmerzen. So verletzte sich im Warm-Up vom Vormittag Stan Horansky und in der Partie fiel Marco Truttmann nach einem Stockschlag auf den Arm aus. Horansky wird wohl vier Wochen ausfallen, und wie schlimm die Verletzung von Truttmann ist, wird sich zeigen. Zu Hoffen bleibt, dass sein Arm nicht gebrochen ist. Das Oltener Lazarett wächst bedrohlich, zumal auch Oltens Topscorer Schirjajew bereits vor Beginn der Playoffs ausgefallen ist. Trotz der vielen Verletzten muss Olten am kommenden Freitag gewinnen, wollen sie in den Halbfinal.

Resultate Playoff-Viertelfinal Spiel 3:

Olten – Visp 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) n.V. Stand 3:0
Tore:
6. Sturny (Alihodzic/Ausschluss Van Guilder!) 0:1. 23. Kissel (Steiner/Ausschlüsse Rouiller, Gervais) 0:2. 30. Haas (Schwarzenbach, Zanatta/Ausschluss Brem) 1:2. 60. (59:47) Wyss (Rouiller/Ausschluss Brem) 2:2 (ohne Goalie). 62. (61:56) Wyss (Hohmann) 3:2.
Bemerkungen: Olten ohne Schirjajew, Horansky, Eigenmann, Vodoz (alle verletzt) sowie Roland Gerber (SCL Tigers). Visp ohne Camperchioli, Lindemann, Wiedmer (verletzt), sowie Fellay, Valenza, Zwissler und Schübach (überzählig) – 27. Truttmann verletzt ausgeschieden.

Langenthal – EHC Kloten 3 : 2 (2:0, 1:0, 0:2) Stand 2:1
Tore Langenthal : Dünner, Küng, Gerber
Tore Kloten : Kloten: Füglister, Ganz

Ajoie – Thurgau 3 : 2 (1:1, 0:0, 2:1) Stand 2:1
La Chaux-de-Fonds – EVZ Academy 3 : 2 (1:1, 0:1, 1:0) n.V. Stand 3:0

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