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ÖAHL

ÖAHL: Knalleffekt: Titelverteidiger KSV nimmt nicht an der ÖAHL teil!

Hockey-News berichtete bereits vor knapp zwei Wochen dass die Teilnehmer und der Modus der neuen ÖAHL-Saison entgegen anderer Meldungen noch nicht klar ist. Nun steht fest: Kapfenberg kehrt der ÖAHL den Rücken zu.

Es ist nichts Neues wenn der ÖEHV versucht eine Liga ins Leben zu rufen, die den Unterbau für das Profieishockey bedeuten und langfristig österreichweit vereinheitlicht werden soll. Die Pläne, das Engagement und die Ambitionen mancher Vereinsfunktionäre bringen tolle Voraussetzungen, doch der ÖEHV schafft es nicht eine attraktive und funktionierende Liga zu schaffen.

Im Vorjahr wollte man mit der ÖAHL, „auf Wunsch einiger Vereine“ wie man damals anmerkte, einen dritte Liga unter der EBEL und der AlpsHL einführen. Schon in diesem Zitat liest man durch die Zeilen dass die Eigenambition dahinter überschaubar ist. Gegründet wurde diese Liga mit Teams aus Wien, Linz, Amstetten, Salzburg und Kapfenberg. Eine Fünfer-Liga also die man über die Jahre vergrößern und attraktiver gestalten wollte.

Die Erweiterung gelang nun auch. Man konnte Vereine aus dem Westen dazu begeistern an der Liga teilzunehmen – wohl daran geschuldet, dass diese keine Alternative besaßen, da auch die Tiroler Eliteliga immer mehr schrumpfte. Hohenems, Kundl, Wattens und Kufstein blieben übrig und erklärten ihre Teilnahme.

Währenddessen verabschiedet sich Linz in die AlpsHL, dafür wächst in Gmunden ein Team heran, dessen sportliches Niveau schwer vorhersehbar, aber vermutlich überschaubar sein wird. Weitere potenzielle Neueinsteiger aus dem Osten, nämlich Zeltweg und der ATSE Graz winkten hingegen ab, die Kärntner Teams verfügen sowieso über ein gut funktionierendes Ligasystem und haben daher kein Interesse.

Am 26.April war die entscheidende Ligasitzung in Salzburg anberaumt, wo über Teilnehmer und Modus entschieden werden sollte. Diese wurde jedoch am 25.April auf den 27.April verschoben, zwei Teams waren dabei nicht vertreten. Die dort beschlossene Aufteilung in eine Ost-und eine Westgruppe ergab, dass neben den Westteams aus Kufstein, Hohenems, Kundl und Wattens auf deren Wunsch auch aus den Salzburg Oilers ein „West-Team“ wurde.

Dies bedeutete dass die Ost-Gruppe aus den WEV Lions, Kapfenberg, Amstetten und Gmunden bestehen würde. Während manche Teams dies bereits als fixiert öffentlich verkündeten, wurden die nicht anwesenden Teams noch gar nicht vom Ergebnis der Ligasitzung informiert und erfuhren es aus dem Internet.

Kapfenberg jedoch hatte mit diesem Beschluss keine Freude. Nur noch drei Gegner gegen die man im Grunddurchgang jeweils dreimal antreten müsste, darunter Amstetten, das schon im letzten Jahr keine große sportliche Herausforderung war (KSV feierte 10:1, 7:2, 14:0, 11:0 Siege) und Gmunden, das vermutlich auch nicht viel höher einzuschätzen ist. Dazu nur je ein Spiel gegen die West-Teams.

Dies bedeutet aus Sicht des Meisters, der auf eine qualitativ höhere sportliche Herausforderung hoffte, einen immensen Rückschritt, womit man den Wunsch, dass Salzburg doch in der Ost-Gruppe bleiben würde um zumindest einen weiteren Gegner zu haben, an die Liga schickte. Diese beharrte jedoch in Person von Vizepräsident Peter Schramm auf dem Beschluss aus der Sitzung und sprach davon sich „nicht erpressen lassen zu wollen“.

Die Duelle KSV vs. Amstetten waren sehr einseitige Begegnungen

Kapfenberg wog nun die Möglichkeiten ab und hat nun definitiv beschlossen dass eine Teilnahme an dieser Liga ein sportlicher Rückschritt wäre. Immerhin hatte man letzten Saison in 20 Spielen 19 Siege gefeiert und das mit einer Tordifferenz von 143:41. Daher zog man die Nennung nun fristgerecht zurück.

Damit findet die ÖAHL ohne Gründungsmitglied, Mit-Initiator und Titelverteidiger Kapfenberg nun mit acht Teams statt. Salzburg rutscht dadurch doch wieder in die Ost-Gruppe und die Mürztaler sehen sich aktuell nach Alternativen um.

Nächste Chance vertan
Unterm Strich bleibt wie schon so oft in den letzten Jahren, dass es den Anschein hat dass in Österreich nicht alle an einem Strang ziehen um an einer gemeinsamen Lösung eines funktionierenden Unterbaus zu arbeiten. Persönliche Eitelkeiten stehen oftmals im Vordergrund und verhindern konstruktives Arbeiten. Dadurch ist man nun bei einer Nord-West-Ligakonstellation angelangt, die wenig Chance haben wird in den nächsten Jahren Teams aus dem Süden wie der Steiermark und Kärnten zu gewinnen.

Schon in der ersten Saison hat es der ÖEHV damit verabsäumt die Liga wirksam zu bewerben um ihr damit die Aufmerksamkeit zu geben, die es braucht um sie wachsen zu lassen. Mangelhafte Berichterstattung und keinerlei Ambitionen die Medienpräsenz zu erhöhen macht nach nur einer Saison wieder deutlich: Es wurde eine weitere Chance vergeben endlich eine österreichweite dritte Leistungsstufe auf Amateurbasis zu schaffen.

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