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Q&A #7: Was wurde aus… Harry Lange?

Etliche Namen prägten das österreichische Eishockey und die EBEL in den letzten Jahren. Wir holen diese Cracks, Trainer, Schiedsrichter und andere Protagonisten, die uns lange in Erinnerung bleiben werden, nochmal vors Mikro und interviewen sie in unserer Serie „Q&A“.

In der heutigen siebten Ausgabe widmen wir uns einem Kärntner, der vor Allem in Graz aber auch in Deutschland sehr beliebt war und immer noch ist. Vielleicht auch deshalb, weil er Vereinstreue groß schreibt und seine 18 Jahre lange Profikarriere mit Ausnahme eines Kurz-Intermezzos in Dresden für nur drei Teams absolvierte! Harry Lange ist heute Co-Trainer in Deutschland.

Harry, was machst du heute, wie sieht dein Leben aus?
Ich arbeite seit zwei Jahren als Assistent Coach beim EC Bad Nauheim in der DEL2.

Verfolgst du die Liga noch?
Natürlich verfolge ich die Liga noch, wenngleich nicht mehr so intensiv wie früher. Durch einen Freund von mir, Thomas Koch, bekomme ich aber schon ab und an mal ein Update.

Was hat sich seit deinem Karriereende verändert oder entwickelt?
Die Perspektive aufs Spiel hat sich sehr geändert😉Ich hab das Glück weiterhin im Eishockeysport tätig zu sein und mit jungen Menschen arbeiten zu dürfen.

HARRY LANGE
NATIONALITÄT Österreich
ALTER 36
EBEL-SPIELZEIT 2003-2012
EBEL-TEAMS EC KAC, Graz99ers
EBEL-SPIELE 438
EBEL-PUNKTE 128
SONSTIGES - Österreichischer Meister 2001 (KAC)
- EBEL-Champion 2004 (KAC)
- Meister Deutsche Oberliga 2013 (Bad Nauheim)
- U20-Weltmeister 2003 (DIV IB)

Gibt es eine Entscheidung in deiner Karriere die du im Nachhinein betrachtet anders treffen hättest sollen?
Natürlich gibt es hier und da etwas, das man vielleicht anders tun hätte können. Vielleicht früher nach Deutschland zu wechseln. Aber ich bin ganz zufrieden wie es gelaufen ist.

Was ist die kurioseste Geschichte die du in deiner Laufbahn erlebt hast?
Geschichten gibt es natürlich genug, vor allem hatten wir in Graz eine tolle Zeit, aber mir fällt da spontan eine Geschichte ein als wir mit dem KAC im Continental Cup in Mailand spielten. Nach dem Turnier wollten wir so schnell wie möglich in den Bus und ab nach Hause. Leider fehlte das Trainerteam und niemand wusste wo sie waren. Es stellte sich heraus, dass sie nach dem Turnier schnell ins San Siro Stadion gefahren waren, um sich das Mailänder Derby AC Milan gegen Inter anzuschauen. Die Mannschaft saß 2 ½ Stunden im Bus und war nicht erfreut…

Wenn es nicht für die Karriere im Eishockey gereicht hätte, was wärst du heute?
Wahrscheinlich wäre ich trotzdem in der Sportbranche geblieben. Ich hab ja auch deswegen mein Sportmanagement Studium abgeschlossen, um in dieser ja doch sehr weitläufigen Sparte zu arbeiten.

Gibt es ein besonderes Spiel das du gerne noch einmal erleben möchtest?
Die entscheidenden Spiele mit dem KAC und Bad Nauheim in den Finals würde ich sicher gerne nochmal erleben. Wenn man Meisterschaften gewinnt, egal wo, ist es immer etwas Besonderes.

BISHERIGE AUSGABEN
Ausgabe 1 Todd Elik
Ausgabe 2 Frank Banham
Ausgabe 3 Jeff Ulmer
Ausgabe 4 Roland Kaspitz
Ausgabe 5 Lorenz Hirn
Ausgabe 6 Ryan Foster
Ausgabe 7 Harry Lange
Ausgabe 8 Herbert Hohenberger
Ausgabe 9 Bernhard Bock
Ausgabe 10 Marco Pewal
Ausgabe 11 Olivier Latendresse
Ausgabe 12 Fabian Weinhandl
Ausgabe 13 Marc Brown
Ausgabe 14 Michael Puschacher
Ausgabe 15 Daniel Mitterdorfer
Ausgabe 16 Brad Purdie
Ausgabe 17 Guillaume Lefebvre
Ausgabe 18 Markus Peintner
Ausgabe 19 Robert Lembacher
Ausgabe 20 Heimo Lindner
Ausgabe 21 Guillaume Desbiens
Ausgabe 22 Patrick Machreich
Ausgabe 23 Jari Suorsa
Ausgabe 24 Christian Cseh
Ausgabe 25 Luciano Aquino
Ausgabe 26 Engelbert Linder
Ausgabe 27 Rob Schremp
Ausgabe 28 Florian Mühlstein
Ausgabe 29 Michael Güntner

Hat es einen speziellen Kabinen-Streich an den du dich immer erinnern wirst?
Streiche werden ja immer gespielt. Jetzt etwas herauszuheben  wäre nicht richtig, aber die Traumasalbe im Tiefschutz, das Tape an den Kufen oder das Festnageln der Badeschlappen gehörten oft dazu.

Wer war:

  • Der lustigste Typ in der Kabine den du je erlebt hast?
    Gerhard Göttfried und Gert Prohaska
  • Der Beste Teamkollege am Eis?
    Thomas Koch, Stefan Herzog und Sven Klimbacher
  • Der härteste Gegner am Eis?
    Benoit Gratton, Todd Elick, Ethan Moreau
  • Dein bester Trainer?
    Im Nachhinein Lars Bergström und Bill Gilligan

Pic: EC Bad Nauheim

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