Nach einem enttäuschenden Saisonverlauf in der Alps Hockey League ziehen die Kitzbüheler Adler Bilanz – und die fällt ernüchternd aus. Das vorzeitige Aus im Pre-Playoff nach einem K. o. gegen Gröden hat die Verantwortlichen schwer getroffen.
Dabei hatte die Saison vielversprechend begonnen. Doch ab Ende November geriet das Team zunehmend ins Straucheln. Als Konsequenz folgte im Jänner ein Trainerwechsel: Der erfahrene Coach Rob Daum übernahm für Danny Naud. Die erhoffte Trendwende blieb jedoch aus.
„Schade, der Wechsel hat aber leider nichts gebracht“, resümierte Sportchef Wilfrid Wetzl gegenüber der „Kronen Zeitung“ offen. Zwar sei Daum ein „super Trainer“ gewesen, doch dessen taktische Umstellungen hätten innerhalb der Mannschaft nicht gegriffen. „Rob wollte das System ändern, aber das hat die Mannschaft leider nicht verstanden“, so Wetzl weiter.
Gemeinsam mit dem in Ellmau lebenden ehemaligen Salzburg-Meistertrainer Pierre Page analysierte Wetzl die abgelaufene Spielzeit. Dabei wurde deutlich, dass die Adler besonders gegen starke Gegner Probleme hatten. „Wir haben davor locker drauflos gespielt, aber gegen gestandene Teams wie Salzburg, Zell oder Sisak dreimal verloren“, erklärte Wetzl. Unter Daum habe zudem die Kreativität gelitten: In sechs Spielen gelangen lediglich elf Treffer – zu wenig, um erfolgreich zu sein.
Für die kommende Saison planen die Kitzbüheler nun einen Neustart. Wie jedes Jahr steht der Verein vor der Herausforderung, mit begrenztem Budget eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen. Auch auf der Trainerposition wird es eine Veränderung geben: Gesucht wird ein neuer, jüngerer Coach. Konkrete Kandidaten gibt es derzeit noch nicht, die Entscheidung soll bis Ende April fallen.
Pic: VSV/Krammer









