Im österreichischen Eishockey droht ein massiver Konflikt zwischen der ICE Hockey League und dem Österreichischer Eishockeyverband. Hintergrund sind Differenzen über die Zukunft der Importspieler-Regelung sowie den Kooperationsvertrag zwischen Liga und Verband, der im Sommer 2027 ausläuft – das berichtet die „Kronen Zeitung“.
Vor allem die Klubs der Liga sehen bei den derzeitigen Bestimmungen dringenden Handlungsbedarf. Aktuell gelten sowohl Nicht-EU-Spieler als auch EU-Akteure als sogenannte Imports. Aus Sicht der Liga sei diese Regelung wirtschaftlich und rechtlich problematisch. Mehrere Klubs fordern daher, dass Spieler aus den ICEHL-Nationen künftig nicht mehr als Ausländer gelten sollen.
Liga-Manager Christian Feichtinger betont, dass sich der Sport verändert habe und die Liga darauf reagieren müsse. Innerhalb der Klubs herrscht zudem die Meinung vor, dass die Liga ihre sportlichen Rahmenbedingungen selbst bestimmen sollte.
Reduktion von Legionären als Streitpunkt
Der Verband verfolgt hingegen ein anderes Ziel. Für ÖEHV-Präsident Klaus Hartmann steht die Förderung heimischer Spieler im Mittelpunkt. Eine Reduktion der Importspieler soll österreichischen Talenten mehr Eiszeit ermöglichen und langfristig die Qualität des Nationalteams sichern.
Sollte es zu keiner Einigung kommen, kursiert bereits ein möglicher Plan B innerhalb der Liga. Demnach könnte die Liga künftig unter der Flagge des italienischen Verbandes organisiert werden. Dazu müsste lediglich eine Sportgesellschaft im italienischen Tarvis gegründet werden. Ein solcher Schritt würde einen historischen Bruch zwischen Liga und Verband bedeuten.
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