Der Rohbau steht, das Dach ist drauf: Mit einer Gleichenfeier wurde am Mittwoch der Zwischenstand beim Neubau der zweiten Eishalle in Villach gewürdigt. Vertreter:innen der Baufirmen und der Politik feierten den wichtigen Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung. Die ist für Oktober des heurigen Jahres geplant. Im November soll es die offizielle Eröffnung geben. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Villachs Bürgermeister Günther Albel. „Derzeit werden die zentralen Technik-Elemente eingebaut, die künftig beide Eisflächen kühlen – also jene in der Bestandshalle und im Neubau.“
Albel verwies bei der Gleichenfeier auf den Standort-Faktor Sport: „Er belebt die Stadt, stärkt den Tourismus, schafft Jobs und hält junge Menschen in der Region.“ Wer Infrastruktur nur unter dem Blickwinkel kurzfristiger Kosten betrachte, verliere langfristig Lebensqualität und Zukunftschancen aus den Augen.
„Die zweite Eishalle unterstützt Kinder, Jugendliche, Schulen, Vereine, Breiten- und Spitzensport. Sie ermöglicht Bewegung, Gesundheit und soziale Begegnung. Dazu erhält Villach Österreichs erstes Eishockey-Damenleistungszentrum und die Möglichkeit, Veranstaltungen in der neuen Halle abzuhalten, etwa Konzerte. Das ist ein großes Paket, von dem die Bevölkerung enorm profitieren wird“, betonten Albel sowie die Stadträte Erwin Baumann (FPÖ), Christian Pober (ÖVP) und Harald Sobe (SPÖ) in einer gemeinsamen Stellungnahme. Villachs Stadtregierung dankte auch den Projektpartnern Bund und Land Kärnten, die sich in Summe mit mehr als 13 Millionen Euro beteiligen. Ohne dieses Geld wäre das Projekt nicht realisierbar.
Für Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler ist „die Gleichenfeier mehr als der traditionelle Fixpunkt des Bauprojektes. Sie markiert einen wichtigen Schritt zur Stärkung von Mädchen und Frauen im Sport. Mit dem neuen Bundesleistungszentrum für Dameneishockey schaffen wir moderne Infrastruktur, verbessern die Trainingsbedingungen für Sportlerinnen und unterstützen weibliche Eishockeytalente auf ihrem Weg in den Spitzensport.“
Landeshauptmann Kaiser: „Kärnten ist das österreichische Eishockey-Mutter-Bundesland“
Landeshauptmann Peter Kaiser betonte die Strahlkraft des Projekts: „Kärnten ist mit KAC und VSV das österreichische Eishockey-Mutter-Bundesland. Dass die neue Halle einhergeht mit der Einrichtung eines Damen-Bundes-Eishockey-Leistungszentrums ist nicht nur Bestätigung, sondern eine vielbeachtete Aufwertung für das Sportland Kärnten. Es freut mich als Sportreferent und als Eishockeyfan sehr, dass die wichtige Erweiterung der Eishallen-Infrastruktur in Villach umgesetzt wird.“
Für Landessportdirektor Arno Arthofer kommt mit der Fertigstellung der zweiten Halle „ein langersehntes Projekt im heimischen Sportinfrastrukturbereich zum Abschluss. Nicht nur der Spitzensport wird davon maßgeblich profitieren, die zusätzliche Halle kommt vor allem dem Breiten- und Nachwuchssport mit zahlreichen Sparten zugute. Ein Freudentag für die Stadt Villach und den Kärntner Sport!“
Klaus Hartmann, Präsident des Österreichischen Eishockeyverbandes: „Angesichts der aktuellen Schließungen von Eishallen und Eisflächen in Österreich, ist die Errichtung der zweiten Halle in Villach ein starkes, positives Signal. Im Herbst 2026 bestreitet unser Damen-Nationalteam seine erste WM in der Top-Division. Das Bundesleistungszentrum für Dameneishockey, das hier entsteht, ist ein wesentlicher Bestandteil in der Professionalisierung des Dameneishockeys und eine echte Investition in die Zukunft. Der ÖEHV kämpft seit Jahren dafür, dass Eishallen und Eisflächen in Österreich ausgebaut und erneuert werden. Wir hoffen, dass Villach anderen Städten und Gemeinden als gutes Beispiel dient.“
Quelle: www.villach.at, Pic: www.villach.at (Knaus)






