HC Bozen

Heftige Standpauke von ICEHL-Coach: „Das ist eine Schande und zum Schämen“

Der Frust war riesig. Nach der bitteren 2:3-Heimniederlage von HCB Südtirol Alperia in Spiel drei der Playoff-Serie gegen HK Olimpija Ljubljana fand Trainer Doug Shedden deutliche Worte.

Bozen hatte die Partie lange im Griff und führte im Schlussdrittel bereits mit 2:0. Doch innerhalb von nur 38 Sekunden kippte das Spiel komplett: Die Gäste aus Ljubljana erzielten drei Tore in Serie und drehten damit die Partie spektakulär. Für die Südtiroler bedeutete das nicht nur eine schmerzhafte Niederlage vor eigenem Publikum, sondern auch den Verlust des Heimrechts. In der Best-of-Seven-Serie liegt Bozen nun mit 1:2 zurück.

Besonders ärgerlich aus Sicht des Trainers: Auslöser für den Einbruch war eine unnötige Strafzeit.

„Vieles hat funktioniert. Wenn man die 40 Sekunden im dritten Drittel wegnimmt, in denen wir eine völlig dumme Strafe kassierten“, sagte Shedden nach dem Spiel, wie „Sportnews“ berichtet. „Das Spiel war in unserer Hand, es stand 2:0 und wir kassierten eine Vergeltungsstrafe. Und dann schenkten wir einer Mannschaft neues Leben, und sie nutzte es.“

Der Coach sprach von einem Geschenk an den Gegner – und das nicht zum ersten Mal. „Wir haben ihnen das größte Weihnachtsgeschenk des Jahres gemacht, zum zweiten Mal in Folge zu Hause, und für mich ist das absolut inakzeptabel.“

Shedden kritisierte zudem die Einstellung einiger Spieler deutlich. Während einige Akteure alles gegeben, Schüsse geblockt und bis zum Schluss gekämpft hätten, seien andere nicht voll bei der Sache gewesen.

„Ich habe einige Spieler gesehen, die heute Abend nicht ganz bei der Sache waren, während andere Spieler alles gegeben haben. Das ist eine Schande und zum Schämen“, polterte der Trainer. „Wir sind im März. Es ist eine großartige Zeit des Jahres und einige Jungs haben uns definitiv massiv im Stich gelassen.“

Damit steht Bozen vor Spiel vier bereits unter Druck. Die Südtiroler müssen nun in Ljubljana reagieren, um in der Serie der ICE Hockey League nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.

 

Bild: HCB/Vanna Antonello

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