EC VSV

Hintergründe zur Tuomie-Entlassung: „Die Entscheidung fiel lange davor“

Die Trennung von Tray Tuomie war beim VSV kein spontaner Befreiungsschlag, sondern das Ergebnis eines langen Prozesses. Das stellt Geschäftsführer Martin Winkler gegenüber der „Kleinen Zeitung“ klar: „Es war keine spontane Entscheidung. Fakt ist: Es ist bereits im August losgegangen.“

Entgegen vieler Annahmen fiel das Aus nicht wegen sportlicher Ergebnisse oder einzelner Niederlagen. „Wir würden nie einen Trainer rauswerfen, weil er ein Spiel verloren hat“, betont Winkler. Bereits in der Vorbereitung habe es wiederholt Gespräche und Verwarnungen gegeben, die jedoch keine nachhaltige Veränderung brachten. Aus Vereins­sicht sei die Situation schließlich „untragbar“ geworden.

Details kann der Klub aufgrund einer Verschwiegenheitsklausel nicht offenlegen. Klar ist jedoch: Schon vor dem Derby gegen den KAC Mitte November war die Trennung intern beschlossene Sache, wurde aber auf Bitten von Sportchef Herbert Hohenberger noch einmal verschoben.

Dass die Entscheidung auch Risiken birgt, verschweigt Winkler nicht. Den Absturz in der Tabelle nimmt er „mit viel Bauchweh“ zur Kenntnis. Dennoch sei man überzeugt gewesen, diesen Schritt gehen zu müssen. „Wir haben die Entscheidung bewusst getroffen – mit allen Konsequenzen.“

Gerüchte über persönliche Eskalationen im Klub zwischen Tuomie und Sportchef Hohenberger weist der VSV-Geschäftsführer entschieden zurück. Nun soll mit Pierre Allard Ruhe einkehren. „Er ist der Trainer, auf den wir in Zukunft bauen“, stellt Winkler klar.

 

Bild: VSV/Krammer 

To Top