Vier Spiele gab‘s am Samstag in der Ö Eishockey Liga: Die Sharks Gmunden feierten auswärts beim ATSE Graz einen klaren 6:1-Sieg. Die Kapfenberger Kängurus siegten im zweiten Teil des Heimdoppels gegen den WEV mit 5:1 und bleiben an der Tabellenspitze. Schon am Freitag siegten die Sharks nach einer Kapfenberg-Aufholjagd in der Overtime mit 6:5. In der Division West gewann der EHC Lustenau am Samstag den Schlager gegen den Tabellenzweiten HC Kufstein mit 6:4. Der SC Hohenems siegte im Duell der Open Air Experten nach einem Krimi mit 5:4 nach Penaltyschießen, die Penguins holten aber einen wichtigen Punkt im Rennen um den letzten Playoff-Platz. Am Sonntag spielt Dornbirn zum Abschluss der Runde gegen den EHC Kundl.
Die WSG Swarovski Wattens Penguins erwarteten am Samstag in der Division West den SC Samina Hohenems zum heißen Tanz der Open-Air-Kollegen. Nach genau 63 Sekunden lagen die Steinböcke mit 1:0 voran, ausgerechnet Ex-Wattens-Crack Ricards Purins kehrte die Scheibe aus kurzer Distanz zur Führung über die Linie (2.). Ein bisschen mehr als zwei Minuten später schlugen die Penguins zurück, Dominic Riedl verwerte einen Querpass zum 1:1-Ausgleich (4.).
Die Anfangsminuten blieben turbulent: Erik Ockert sorgte mit einem herrlichen Fernschuss von der linken Seite zum 2:1 für die neuerliche Hohenems-Führung (8.). Wieder dauerte es nicht lange, bis Wattens kontern konnte: Daniel Frischmann zog in den Slot und sorgte für den 2:2-Ausgleich der Hausherren (9.). Danach beruhigten sich beide Mannschaften, beide Goalies – Isaac Schönthaler bei den Penguins und Karlo Škec bei Hohenems – ließen bis zur ersten Sirene keine weiteren Treffer zu.
Im zweiten Drittel gaben beide Teams weiterhin lange nicht nach, das Match blieb eine enge Kiste. Fünfeinhalb Minuten vor Drittelende leitete Patrick Spannring einen schnellen Konter ein, spielte einen Doppelpass mit Benjamin Kyllönen und traf aus dem Slot zur 3:2-Führung für den SC Hohenems (35.). Wattens fightete sich im Schlussdrittel in die Partie zurück, David Schwarzer sorgte aus kurzer Distanz für den 3:3-Ausgleich (45.).
Wieder konnten sich die Tiroler nicht lange über den Ausgleich freuen, erneut war es Ricards Purins, der nach einem Rebound zum 4:3 abstaubte (48.). Die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln und erzielten wenige Augenblicke später zum vierten Mal an diesem Abend den Ausgleich: Luca Muigg zog ab und traf zum 4:4 (49.). Beiden Teams gelang der Siegestreffer in der regulären Spielzeit nicht mehr, das Duell ging in die Overtime und schlussendlich ins Penaltyschießen.
Dort trafen Ricards Purins sowie Patrick Spannring für die Steinböcke und sicherten den Vorarlbergern mit dem 5:4-Sieg den Zusatzpunkt. Die Penguins eroberten einen wichtigen Punkt im Fernduell um den letzten Playoff-Platz gegen Kundl.
EHC Lustenau feiert gegen HC Kufstein vierten Sieg im vierten Duell
Zum vierten und letzten Mal duellierten sich in der Division West am Samstag Tabellenführer EHC Lustenau und der aktuelle Tabellenzweite HC Kufstein, zum zweiten Mal in der Lustenauer Rheinhalle. Beide Teams ließen ihre jeweils erste Überzahl ungenützt. Dann nahm sich Jonas Kutzer an der eigenen blauen Linie ein Herz, zog mit der Scheibe über rechts vor das Kufstein-Tor und verwertete seinen eigenen Rebound mit der Backhand zum 1:0 für die Hausherren (9.).
Die Dragons fanden schnell die passende Antwort: Nach einer schönen Kombination zog Florian Eder aus dem Slot zum 1:1 ab (12.). Die Tiroler legten nach, Patrick Hager überraschte Lustenau-Goalie Lukas Reihs mit einem Weitschuss von der linken Seite und stellte nur eineinhalb Minuten später auf 2:1 (13.). Gegen Drittelende wurde es erstmals hitzig, Lustenau-Crack Dominic Haberl und HCK-Stürmer Valentin Hammerle tauschten ein paar Nettigkeiten aus.
Im zweiten Abschnitt änderte sich am Spielcharakter wenig, beide Mannschaften lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, das nahende Playoff war in der Rheinhalle schon ein bisschen zu spüren. Früh gelang den Löwen der Ausgleich: Lucas Haberl fälschte einen Schuss von Felix Zipperle zum 2:2 ab (22.).
Nur 54 Sekunden später lagen wieder die Gäste voran, Tomáš Vildumetz traf aus dem Slot zum 3:2 (23.). Wenig später nützten die Gastgeber ein Powerplay zum neuerlichen Ausgleich, Riku Tiainen hämmerte den Puck per Onetimer vom rechten Bullykreis zum 3:3 ins kurze Eck (26.). Dieses Mal setzten die Lustenauer nach, Manuel Metzler traf aus dem Slot zum 4:3 und damit erstmaligen Führung (29.). Das Match blieb auch bis zum letzten Drittel ein hartumkämpfter Krimi.
Als Adem Kandemir einen Schuss von Felix Zipperle zum 5:3 abfälschte, hatte der Tabellenführer erstmals einen Zweitore-Vorsprung (46.). Nach einem schönen Angriff sorgte Manuel Metzler mit einem herrlichen Schlenzer für das 6:3 und die Vorentscheidung (51.). Stefan Reiter verkürzte in einer mit zahlreichen Strafen garnierten Partie mit einem schönen Schuss vom rechten Faceoff-Kreis eineinhalb Minuten vor dem Ende noch auf 4:6 für Kufstein (59.), Lustenau feierte am Ende den vierten Sieg im vierten Duell.
Division Ost:
Sharks Gmunden feiern klaren Sieg beim ATSE Graz
Der ATSE Graz fightete am Samstag im Grunddurchgang der Division Ost zum fünften und letzten Mal gegen Titelverteidiger UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden. Beide Teams spielten von Beginn an mit offenem Visier, es gab Angriffe und Torszenen auf beiden Seiten sowie intensive Zweikämpfe. Die Partie lieferte im ersten Abschnitt einen kleinen Vorgeschmack auf die bald beginnenden ÖEL-Playoffs.
Die Haie vom Traunsee nützten ihre erste Powerplay-Gelegenheit auf unkonventionelle Art und Weise: Nach einem schnellen Angriff sorgte Bastian Szieber mit einem platzierten Schuss für das 1:0 der Gmundner (10.) Nur 43 Sekunden später erhöhte der Titelverteidiger auf 2:0, Paul Pirklbauer ließ ATSE-Goalie Artur Striedinger mit einem schönen Haken aussteigen und kehrte den Puck über die Linie (11.). Kurz vor der ersten Drittelpause legten die Sharks erneut in Überzahl nach: Hubert Berger stellte 45 Sekunden vor der ersten Sirene aus kurzer Distanz auf 3:0 (20.).
Früh im zweiten Drittel konnten die Grazer anschreiben: Tobias Fellner verkürzte aus kurzer Distanz zum 1:3 für den ATSE (23.). Das Match war weiterhin geprägt von intensiven Fights um jeden Zentimeter Eis. Nach einem schnellen Angriff zog Bastian Szieber vom rechten Bullykreis ab und traf zum 4:1 für den amtierenden Meister ins lange Eck (35.).
Im letzten Abschnitt konnten die Steirer der Partie keine Wendung mehr geben, im Gegenteil: Die Haie kontrollierten das Match und erhöhten durch Elias Koller, der nach einem schnellen Angriff kniend einschoss, auf 5:1 (51.). Die Gäste hatten den Torhunger noch nicht gestillt, Nicolai Obojes erhöhte in Überzahl vom rechten Bullykreis auf 6:1 (58.), das war auch der Endstand. Gmunden bleibt damit punktegleich mit Tabellenführer Kapfenberg, hat aber zwei Spiele mehr ausgetragen als die Kängurus.
KSV Kängurus lassen WEV keine Chance
Zum dritten Mal in dieser Saison trafen am Samstag in der Division Ost die KSV Kängurus und der Wiener Eislauf-Verein aufeinander. Beide Teams agierten in den ersten Minuten auf Augenhöhe, lieferten sich einen ausgeglichenen Fight und sorgten für energische Zweikämpfe. Der WEV erzielte die Führung, Rupert Fichtinger übernahm die nach einem Schuss von der Bande zurückspringende Scheibe volley und traf zum 1:0 (13.).
Die Kängurus kamen wenig später zum Ausgleich: Stefan Trost zimmerte den Puck nach einem Bullygewinn seines Bruders Manuel auf der rechten Seite per Onetimer zum 1:1 ins Netz (16.).
Auch im zweiten Abschnitt lag in der Stadthalle Kapfenberg wie auf allen anderen ÖEL-Schauplätzen an diesem Samstagabend ein Hauch von Playoff-Feeling in der Luft. Beide Mannschaften gaben nicht nach, ließen dem Gegner wenig Raum und Zeit, dazu standen sich zwei starke Torhüter – bei Kapfenberg Oliver Zirngast und beim WEV Moritz Merkader – gegenüber. Kurz nach Halbzeit der Partie schoss Lukas Winkler aus dem Slot und Phileas Lyssy fälschte vor dem Tor stehend zum 2:1 für Kapfenberg ab (32.).
Die Mürtzaler setzten nach und bauten den Vorsprung noch im zweiten Drittel auf zwei Tore aus: Nach einem Bullygewinn in Überzahl auf der linken Seite erzielte Stefan Trost im zweiten Versuch aus dem Slot mit einem herrlichen Schuss das 3:1 (38.).
Im letzten Abschnitt machte der Tabellenführer dort weiter, wo er im Mittelabschnitt aufgehört hatte: Nach 42 Sekunden traf Michael Malle nach einem wunderschönen Wrap Around zum 4:1 (41.). Der WEV konnte nicht mehr zusetzen, die Kapfenberger bauten den Vorsprung aus. Kevin Moderer erzielte in einer 5:3-Überzahl das 5:1 (53.) und feierte am Ende einen doch noch klaren Sieg.
Sharks Gmunden siegen nach KSV-Aufholjagd in der Overtime
Schon am Freitag traf Tabellenführer KSV Kängurus in der Division Ost zum vierten Mal in der aktuellen Spielzeit auf Titelverteidiger UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden, es war das dritte direkte Duell binnen zwölf Tagen.
Beide Teams starteten flott in den Schlager, in dem den Gästen die Führung gelang: Nach der ersten Überzahl, in der Gmunden ohne Torerfolg blieb, erzielte Moritz Neurauter im zweiten Versuch aus dem Slot das 1:0 für die Sharks, nachdem er selbst die Sequenz mit einem Schuss eingeleitet hatte (8.). Kapfenberg hielt danach das Tempo weiterhin hoch, konnte in seinem ersten Powerplay auch nicht anschreiben, während die Haie vom Traunsee kontergefährlich blieben. Einen dieser Konter nützte erneut Moritz Neurauter, der nach einer Scheibeneroberung in der neutralen Zone ins Angriffsdrittel zog und vom rechten Bullykreis zum 2:0 einschoss (18.)
Auch im zweiten Drittel blieb die Partie von beiden Mannschaften schnell geführt. KSV-Keeper Felix Nußbacher hielt bei einer Doppelchance der Oberösterreicher auf das 3:0 zweimal hervorragend. Wenig später verkürzten die Steirer auf 1:2, Manuel Trost traf nach Glanzsave von Sharks-Goalie Tobias Windhofer und Rebound aus dem Slot (26.). Lange konnten sich die Gastgeber über den Anschlusstreffer nicht freuen: Nur 61 Sekunden später zog Bastian Szieber nach einem Konter und Zuspiel von Paul Pirklbauer zum 3:1 ab (27.).
Die Gäste blieben weiterhin aus Kontern extrem gefährlich und bauten den Vorsprung zwei Sekunden nach Halbzeit sogar auf drei Tore aus: Dominik Stöttner bediente Fabian Richter, der aus kurzer Distanz zum 4:1 traf, mit einem idealen Querpass (31.). Die Haie agierten im Mittelabschnitt sehr bissig und waren aus dem nächsten Konter erneut erfolgreich: Moritz Neurauter überraschte Goalie Nußbacher mit einem Schuss kurz nach Eintritt in die Angriffszone zum 5:1 (34.). Zwei Minuten danach schöpften die Kängurus neue Hoffnung: Lukas Telsnig packte einen Hammer von der blauen Linie aus und erzielte das 2:5 (36.).
Zu Beginn des Schlussabschnitts überstanden die Haie die heikle Phase von zwei Unterzahlspielen in Folge. Das Tempo war unvermindert hoch: Die Mürztaler waren nun gezwungen, noch offensiver zu agieren. Gmunden hielt die defensive Zone unter Kontrolle. In einer Überzahl kam Kapfenberg heran, Lukas Draschkowitz staubte mit der Backhand zum 3:5 ab und machte das Match spannend (54.).
Kurz vor dem Ende zogen die Kängurus ihren Goalie, Manuel Trost kehrte die Scheibe mit der Backhand zum 4:5 über die Linie und sorgte für einen Krimi in der Schlussphase (59.). Kapfenberg drückte weiter und tatsächlich gelang der Ausgleich: Kevin Moderer arbeitete die Scheibe 54 Sekunden vor dem Ende zum 5:5 über die Linie (60.). Das Spitzenspiel ging in die Overtime, in der Moritz Neurauter aus dem eigenen Drittel den Turbo zündete, nach herrlichem Alleingang den 6:5-Siegestreffer erzielte und seine Gala mit seinem vierten Tor krönte (62.).
Ö Eishockey Liga – Division West:
EHC Lustenau vs. HC Kufstein 6:4 (1:2,3:1,2:1)
Sa., 17. Jänner 2026, 17:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau
Torschützen EHC Lustenau: Jonas Kutzer (08:56 Min.), Lucas Haberl (21:41 Min.), Riku Tiainen (25:58 Min./PP1), Manuel Metzler (28:31 Min., 50:47 Min.), Adem Kandemir (45:43 Min.)
Torschützen HC Kufstein: Florian Eder (11:08 Min.), Patrick Hager (12:29 Min.), Tomáš Vildumetz (22:35 Min.), Stefan Reiter (58:32 Min.)
WSG Swarovski Wattens Penguins vs. SC Samina Hohenems 4:5 n.P. (2:2,0:1,2:1,0:0,0:1)
Sa., 17. Jänner 2026, 19:30 Uhr, Alpenstadion Wattens
Torschützen Wattens Penguins: Dominic Riedl (03:18 Min.), Daniel Frischmann (08:47 Min.), David Schwarzer (44:39 Min.), Luca Muigg (48:54 Min.)
Torschützen SC Hohenems: Ricards Purins (01:03 Min., 47:09 Min., 65:00 Min./ Entscheidender Penalty), Eric Ockert (07:20 Min.), Patrick Spannring (34:23 Min.)
Dornbirner EC Bulldogs vs. EHC Kundl
So., 18. Jänner 2026, 17:30 Uhr, Messestadion Dornbirn – >> zum Livestream
Ö Eishockey Liga – Division OST:
ATSE Graz vs. UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden 1:6 (0:3,1:1,0:2)
Sa., 17. Jänner 2026, 19:00 Uhr, Graz Merkur Eisstadion (Halle A)
Torschütze ATSE Graz: Tobias Fellner (22:27 Min.)
Torschützen Sharks Gmunden: Bastian Szieber (09:29 Min./PP1, 34:35 Min.), Paul Pirklbauer (10:12 Min.), Hubert Berger (19:15 Min./PP1), Elias Koller (49:58 Min.), Nicolai Obojes (57:04 Min./PP1)
KSV Kängurus vs. Wiener Eislauf-Verein 5:1 (1:1,2:0,2:0)
Sa., 17. Jänner 2026, 19:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschützen KSV Kängurus: Stefan Trost (15:22 Min., 37:48 Min./PP1), Phileas Lyssy (31:06 Min.), Michael Malle (40:42 Min.), Kevin Moderer (52:04 Min./PP2)
Torschütze Wiener Eislauf-Verein: Rupert Fichtinger (12:41 Min.)
KSV Kängurus vs. UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden 5:6 n.V. (0:2,2:3,3:0,0:1)
Fr., 16. Jänner 2026, 19:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschützen KSV Kängurus: Manuel Trost (25:51 Min., 58:14 Min.), Lukas Telsnig (35:17 Min.), Lukas Draschkowitz (53:45 Min./PP1), Kevin Moderer (59:06 Min.)
Torschützen Sharks Gmunden: Moritz Neurauter (07:10 Min., 17:35 Min., 33:16 Min., 61:56 Min.), Bastian Szieber (26:52 Min.), Fabian Richter (30:02 Min.)
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