Graz99ers

Routinier Michael Schiechl: Darum läuft es bei den Graz99ers derzeit!

Die Graz99ers genießen derzeit ihre wohl beste Phase seit Jahren. Nach dem packenden 3:2-Overtime-Sieg gegen den KAC in der Heidi Horten Arena gab Trainer Daniel Lacroix seinem Team gleich vier Tage frei – völlig verdient, wie Routinier Michael Schiechl betont.

„Nach so einer Serie ist das schon okay“, sagt der 36-Jährige, der die kurze Pause daheim in Pöls-Oberkurzheim nutzte. Seit 14. November absolvierten die Grazer neun Spiele und gingen dabei nur einmal als Verlierer vom Eis. Der Blick auf die Tabelle unterstreicht den Trend: 52 Punkte aus 25 Spielen – Tabellenführung! Zum Vergleich: „Vor zwei Jahren hatten wir am Ende des Grunddurchgangs 32 Punkte“, erinnert sich Schiechl.

Unerschütterlicher Glaube – und ein spätes Comeback in Klagenfurt

Auch in Klagenfurt zeigte das Team eine neue Reife. Trotz Rückstands blieb die Mannschaft ruhig, vertraute auf die eigene Stärke – und wurde belohnt. Zwei späte Treffer retteten die 99ers in die Overtime, wo Nick Bailen im Powerplay zum Sieg vollstreckte. „Wir wussten, dass die Scheibe irgendwann für uns springen wird“, so Schiechl gegenpber der „Kleine Zeitung“.

Der Lacroix-Effekt: „Respekt – und die Legionäre laufen um den Schritt mehr“

Ein wesentlicher Faktor ist für Schiechl der neue Headcoach. Lacroix habe einen „guten Spirit“ gebracht, das Team formt sich sichtbar um seine klare Linie. Die Grazer agieren defensiv kompakt, kommen rasch wieder an die Scheibe und schalten präzise um.

„Angriff ist die beste Verteidigung“, fasst Schiechl zusammen. Entscheidende taktische Schrauben habe Lacroix ebenfalls gedreht: „Wir haben jetzt immer einen Spieler vor dem Tor, dadurch kommen wir zu mehr und gefährlicheren Chancen.“ Auch am Bully überzeugten die 99ers zuletzt.

Trotz Verletzungen weiter an der Spitze

Besonders bemerkenswert: Der Erfolgslauf gelingt trotz weiterhin zahlreicher Ausfälle. Schiechl, einer von elf Spielern, die alle Partien absolviert haben, zeigt sich beeindruckt. „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Normalerweise dauert so etwas Jahre – es könnte sein, dass wir es schneller erreichen.“

Mit 36 Jahren erledigt der zweifache Meister nach wie vor die harte Arbeit auf dem Eis – und das gerne. „Wenn man das von Beginn an gemacht hat, kann man das auch nach ein paar Jahren noch“, meint er lachend. Dass Lacroix ihm großes Vertrauen schenkt, freut ihn besonders.

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