Nach 196 Tagen Pause geht’s in
der Ö Eishockey Liga wieder los. Am Freitag ist für die ersten zwei
Klubs nach der Sommer-Vorbereitung Tag der Wahrheit.
Die KSV Kängurus starten mit dem
vorgezogenen Heimspiel, das eigentlich für 28. Dezember geplant
war, gegen den ATSE Graz in die neue
Saison und gelten wie immer als einer der
Titelfavoriten.
In der letzten Spielzeit gab’s
für die Mürztaler zwei neue Erfahrungen: Zum einen mussten die
Kängurus im Unterschied zu den drei Saisonen davor den
Grunddurchgangs-Sieg im Osten dem Wiener Eislauf-Verein überlassen
und zum zweiten war für den Meister von 2024 erstmals im Playoff
bereits nach dem Viertelfinale mit einer Niederlage gegen Hohenems
Schluss.
Grund genug für das Team
von Head Coach und Spielertrainer Kristof
Reinthaler, wieder voll anzugreifen: „Die Ziele für die
heurige Saison sind bei uns ganz klar definiert. Wir sind ja in
unserem 10-Jahres-Jubiläum, haben in den kommenden Jahren schon
einiges vor und wollen dementsprechend heuer eine solide Saison
spielen, die bis ins Finale geht und im besten Fall natürlich dann
auch für uns dort positiv endet.“
Reinthaler weiß, dass sein Team
nach dem Fehlstart vor einem Jahr einiges wiedergutzumachen hat und
fordert nach einem eher durchwachsenen letzten Test gegen die
Grizzlies Linz: „Wir wollen gegen den ATSE Graz eine viel bessere
Leistung bringen und unseren Saisonstart von letzter Saison
wiedergutmachen, da sind wir ja katastrophal in die Saison
gestartet. Das soll heuer nicht mehr passieren, wir wollen wirklich
drauf setzen, dass wir konstantes Eishockey spielen und zeigen
können, und da muss der Grundstein im ersten Spiel gelegt
werden.“
Bei den Kapfenbergern
agiert Ex-ÖEHV-Verteidiger Dominique
Heinrich nach seinem Karriereende als neuer General
Manager und sieht vor allem den Auftakt mit einem Derby sehr
positiv: „Dass wir gleich zum Auftakt das Steirerderby haben, ist
super. Das Ziel ist es ganz klar, mit einem Sieg in die Saison zu
starten und dann den Grunddurchgang zu gewinnen, weil unser großes
Ziel die Meisterschaft ist. Jetzt gilt aber der Fokus der ersten
Partie und die Mannschaft freut sich darauf und ist
bereit.“
Die Grazer waren in der
vergangenen Saison mit nur zwei Siegen in 16 Spielen nicht ins
Playoff gekommen, nachdem sie 2023/2024 noch im Halbfinale
gestanden waren und gegen den späteren Meister und nunmehrigen
Auftaktgegner Kapfenberg das Nachsehen hatten. Das Match gegen die
konstant starken Kapfenberger wird eine erste Standortbestimmung.
In der Vorbereitung gab es beim Gösser Cup zwei Testspiele gegen
die Kängurus, die beide Partien (5:1 und 4:2) für sich entscheiden
konnten.
Markus Losch, Head
Coach vom ATSE Graz, hofft auf eine enge Auswärts-Partie:
„Ich freue mich riesig auf den Saisonbeginn. Da die letzte Saison
leider nicht ganz nach Wunsch gelaufen ist, hoffen wir, dass die
heurigen Spiele konstanter werden. Die Spieler haben ein Jahr mehr
Erfahrung im Erwachseneneishockey und sind in vielen Belangen
gereift. Der Prozess der ‚Kaderverjüngung‘ wird aber bestimmt noch
ein bis zwei Saisonen dauern. Auf die Spiele gegen Kapfenberg freue
ich mich immer besonders, da es ein wichtiger Indikator für die
Entwicklung ist. Die KSV hat eine sehr gute Mannschaft und die
jungen Spieler des ATSE können von dieser Routine sehr viel lernen.
Wenn wir unsere Arbeit gut machen, kann es ein enges Spiel
werden!“
Ö Eishockey Liga – Division
Ost:
KSV Kängurus vs. ATSE
Graz
Fr., 26. September 2025, 20:00
Uhr >> zum Livestream von
RED+
Ö Eishockey Liga Modus
2025/2026
Der Modus der Ö Eishockey Liga
wird im fünften Jahr in den beiden Divisionen West mit sechs Teams
und Ost mit fünf Teams in der Phase 1 eine Veränderung aufweisen.
In der Division Ost gibt es in der kommenden Saison eine
zweieinhalbfache Hin- & Rückrunde, das ergibt 20 Spiele pro Team.
In der Division West werden wie in der Vorsaison zwei Hin- und
Rückrunden gespielt, das ergibt ebenfalls 20 Spiele pro
Team.
Nach der Phase 1 findet wieder
ein überregionales Playoff, das am 07. Februar 2026 mit dem
Viertelfinale beginnt, statt. Auch in der kommenden Spielzeit wird
nach dem Grunddurchgang ein Playoff-Pick für zusätzliche Spannung
sorgen. Das jeweilig bestplatzierte Team der Division West und Ost
darf seinen Viertelfinal-Gegner aus dem Dritt- oder
Viertplatzierten der anderen Division auswählen. Die Playoff-Duelle
beginnend mit dem Viertelfinale über Halbfinale bis zum Finale
werden ab der kommenden Spielzeit jeweils in einer Best-of-Three
Serie (H/A/H) entschieden.