Seit November 2016 ist Roger Bader Teamchef des österreichischen Eishockey-Nationalteams – nun wurde sein Vertrag bis 2028 verlängert. Im Interview mit der „Kronen Zeitung“ spricht der Schweizer über steigende Erwartungen und große Ziele.
Olympia als großer Traum
Die Teilnahme an Olympischen Spielen bleibt für Bader ein zentrales Ziel. Beim letzten Anlauf sei Österreich noch nicht bereit gewesen, doch daran werde intensiv gearbeitet. Der Teamchef zeigt sich überzeugt, dass man beim nächsten Mal die nötigen Fortschritte gemacht haben wird.
Ständige Weiterentwicklung als Prinzip
Bader setzt auf lebenslanges Lernen. Bücher, Politik, Psychologie – der Coach bildet sich laufend weiter und möchte dieses Mindset auch an Trainerstab und Mannschaft weitergeben. Ruhe an der Bande sei für ihn kein Zufall, sondern Teil seiner Philosophie. Lautstarkes Auftreten sei kein Qualitätsmerkmal, wie man auch bei Olympia beobachten könne.
Gewachsenes Vertrauen im Verband
In seiner Amtszeit arbeitete Bader mit drei Präsidenten zusammen, aktuell mit Klaus Hartmann. Das Vertrauen in seine Arbeit sei über die Jahre stetig gewachsen. Trotz eines Rückschlags durch die Covid-Pandemie habe sich das Nationalteam strukturell und sportlich deutlich weiterentwickelt.
Auch die intensivierten Vorbereitungsmaßnahmen – etwa mehrere Trainingscamps – wurden teils kritisch hinterfragt. Bader steht jedoch klar dahinter: Mehr Aufwand garantiere keinen Erfolg, erhöhe aber die Wahrscheinlichkeit deutlich.
WM in der Schweiz: Realismus trotz Höhenflug
Nach dem historischen Viertelfinaleinzug im Vorjahr will Österreich bei der kommenden Weltmeisterschaft erneut überraschen. „Wir möchten das gerne wieder erleben. Aber wir wissen, wo wir herkommen. Es ist drei Jahre her, als wir erst im Penaltyschießen gegen Ungarn den Klassenerhalt geschafft haben. Wir sind dem Kampf um den Klassenerhalt immer näher als einem regelmäßigen Viertelfinale. Aber wenn alles optimal läuft, können wir es wieder schaffen!“
Bild: City-Press GmbH Bildagentur









