Österreich

Alarmstufe Rot: Hallenschließungen sorgen für Existenzängste!

Die Situation vieler österreichischer Eishallen spitzt sich weiter zu. Steigende Energiepreise, hohe Sanierungskosten und fehlende Investitionsmittel bringen immer mehr Standorte an ihre wirtschaftlichen Grenzen. In den vergangenen Jahren mussten bereits mehrere Anlagen schließen oder stehen kurz davor, den Betrieb einzustellen.

Wie bereits berichtet, wird die Eishalle in Frohnleiten für den Eishockeysport geschlossen. Die offene Bauweise, der technische Zustand und die wirtschaftliche Belastung lassen laut Gemeinde kaum noch Spielraum. Nach der bereits erfolgten Stilllegung des Eisstadions in Bruck an der Mur ist Frohnleiten ein weiteres Beispiel für den schleichenden Rückzug der Eisinfrastruktur in der Steiermark. Mehrere Gemeinden fordern inzwischen eine landesweite Sportstättenstrategie und finanzielle Entlastung durch das Land.

Auch in Kärnten ist die Lage angespannt. Wie die Kleine Zeitung berichtet, verzeichnet die Eishalle in Velden seit Jahren hohe Verluste von zuletzt rund 200.000 Euro jährlich. Der Gemeinderat hat daher eine Absichtserklärung beschlossen, um bis Ende 2027 Investoren für eine Sanierung und mögliche Weiterentwicklung zu finden. Ziel ist es, den Standort langfristig zu sichern und weiterhin öffentlich nutzbar zu halten.

Dass es nicht nur kleinere Gemeinden trifft, zeigt ein Blick nach Niederösterreich. Laut Kronen Zeitung steht der UEC Mödling vor einer existenzbedrohenden Situation, da die bisher genutzte Eisfläche nach dieser Saison aufgelassen wird. Ohne alternative Trainings- und Spielmöglichkeiten droht das Aus für den 53 Jahre alten Verein.

Insgesamt zeigt sich: Österreichs Eishallen befinden sich vielerorts am Limit – ohne neue Konzepte, Investitionen und politische Unterstützung dürfte sich diese Entwicklung weiter verschärfen.

 

Pic: www.velden.gv.at

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