Die Graz 99ers sorgen kurz vor dem Saisonfinale für Furore. Nach dem emotionalen 4:2-Erfolg gegen den KAC stellen die Grazer neue Bestmarken auf – sportlich wie auch abseits des Eises.
Comeback-Qualitäten als Statement
Zum zweiten Mal in Folge verwandelten die 99ers gegen den KAC einen 0:2-Rückstand in einen Sieg. Für Lukas Haudum war es ein Spiel mit Signalwirkung: „Im Moment ist es vielleicht nur ein Sieg, aber so einer macht etwas mit der Mannschaft“, so der 28-Jährige gegenüber der „Kronen Zeitung„. „Das Spiel hat Play-off-Charakter gehabt. Die Atmosphäre war ein Wahnsinn! Da war richtig Feuer drinnen. Das Spiel hat Lust aufs Play-off gemacht.“
Die Botschaft an den Rekordmeister ist klar: Graz ist in dieser Saison ein ernstzunehmender Gegner, denn drei Siege gegen die Kärntner sprechen eine deutliche Sprache.
Haudum ist Assist-König
Mit 49 Punkten aus 43 Spielen ist der gebürtige Linzer einer der entscheidenden Faktoren im Erfolgslauf. Besonders herausragend: Seine 40 Assists bedeuten Ligabestwert. Auf Platz 2 liegt übrigens Teamkollege Nick Bailen (39). Gleichzeitig haben die 99ers den bisherigen Punkterekord aus der Saison 2018/19 (87 Punkte) übertroffen. Haudum zeigt sich erfreut: „Das habe ich nicht gewusst, freut mich natürlich. Viele Leute sind ja für eine Mission nach Graz geholt worden.“
Eine Mission, die für viele Fans in Richtung Titel zeigt – für Haudum zählt jedoch das große Ganze: „Viele reden vom Titel. Es geht aber ums große Ganze. Das, was Präsident Herbert Jerich für die Fans aufgebaut hat.“
Viel Lob für Präsident Jerich
Große Anerkennung gibt es für Präsident Herbert Jerich, der den Klub strukturell weiterentwickelt hat: „Herb investiert nicht nur Geld, sondern macht so viel mehr, als nur zu überweisen. Was er vor allem mitbringt, ist viel Expertise.“
Auch die Zahlen unterstreichen den Aufschwung der Murstädter: 3.457 Fans pilgern im Schnitt in den „Bunker“, was ebenfalls ein neuer Rekord ist. Das kommende Heimspiel gegen den EC VSV ist bereits ausverkauft.
Champions League in Reichweite
Im Kampf um den Grunddurchgangssieg mischen die 99ers weiter voll mit. Zwei Punkte fehlen noch zur Fixierung eines Champions-League-Startplatzes. Haudum bleibt fokussiert: „Ich will nicht herumrechnen, sondern drei Siege holen. Dann schauen wir weiter.“ Einen Wunschgegner fürs Play-off hat er nicht: „Wir warten ab, wer zur Auswahl steht und beraten dann…“
Klar ist: Die 99ers gehen mit Selbstvertrauen, Rekorden und breiter Unterstützung von den Rängen in die entscheidende Saisonphase.
Bild: HCI / PAPA Productions









