EHC Black Wings Linz

Black Wings Linz atmen auf: Keine Sperre für Kapitän Lebler!

Auf die Steinbach Black Wings Linz wartet weniger als 48 Stunden nach der enttäuschenden Niederlage in Villach, die nächste Challenge in der Fremde. In Innsbruck kämpfen die Linzer bei den Haien um eine Reaktion im Kampf um die (Pre-)Playoffs.

Nach dem bitteren Rückschlag gestern in Villach heißt es für Brian Lebler und Co. wieder einmal, den Fokus nach vorne zu richten. Bereits morgen sind die Oberösterreicher erneut gefordert, auswärts zu punkten. Die Innsbrucker Haie bilden derzeit mit 26 Punkten das Tabellenschlusslicht der win2day ICE Hockey League. Dennoch sind die Innsbrucker zuhause nicht zu unterschätzen. Sechs ihrer neun Saisonsiege konnten sie auf heimischem Eis feiern, darunter auch gegen Topteams wie die Graz99ers, den KAC und zweimal gegen die Adler aus Villach. Mit 98 erzielten Treffern findet sich die Mannschaft von Head Coach Ryan Kinasewich zwar auch in dieser Statistik im unteren Tabellenfeld, dennoch können die Haie offensiv durchaus gefährlich werden. Gegen den aktuellen Tabellenführer aus Klagenfurt gelang ihnen zuhause ein 9:6-Erfolg, bei dem sieben verschiedene Spieler einnetzen konnten.

Die größte Schwachstelle der Tiroler ist und bleibt jedoch ihre Defensive. Mit 181 Gegentreffern stellen sie mit Abstand die schlechteste Abwehr der Liga. Zwischen den Pfosten versucht Matthew Vernon, die Fehler seiner Vorderleute auszubügeln, und kommt dabei auf eine solide Fangquote von 89,62 %. Ebenfalls anfällig sind die Innsbrucker in Unterzahl: Mit einer Quote von 73,21 % stehen sie auch hier am Tabellenende. Aus den letzten sechs Spielen konnten die Haie vier Punkte holen, drei beim 3:2-Heimsieg gegen die Graz99ers und einen gegen Bozen, wo sie sich erst in der Overtime geschlagen geben mussten. Für die Oberösterreicher ist es das vierte und somit letzte Duell gegen die Innsbrucker in der Regular Season. In den bisherigen Begegnungen konnten sich die Linzer jeweils durchsetzen. In den drei Partien erzielten die Stahlstädter 13 Treffer, wobei sich 12 verschiedene Akteure in die Torschützenliste eintragen konnten. Bei den Haien führt Sebastian Benker mit 37 Punkten die interne Scorerliste an.

Locker Room Update

Den Oberösterreichern gelang es gestern gegen Villach nicht, in ihr Spiel zu finden. Wie so oft in dieser Spielzeit brachte sich die Mannschaft von Head Coach Philipp Lukas durch individuelle Fehler selbst in Bedrängnis. Während die Stahlstädter mit der Scheibe erneut Probleme hatten, in die gefährlichen Zonen vorzudringen, geben sie in ihrem Drittel zu viel Platz und Zeit her. So dauerte es keine 30 Sekunden, ehe die Linzer nach dem wichtigen Ausgleichstreffer von Brian Lebler erneut einem Rückstand hinterherliefen.

Keine Sperre für Lebler

Der Kapitän, der seine Torflaute von neun Spielen ohne Treffer beenden konnte, musste nach einem harten Einsteigen vorzeitig in die Kabine. Die Spieldauer-Disziplinarstrafe bleibt für den Stürmer glücklicherweise ohne weitere Konsequenzen, und er wird sein Team auch in Innsbruck anführen. Schlechter sieht es bei Luis Lindner aus, der eine halbe Minute vor dem Ende selbst unnötig hart attackiert wurde. Der Defender fällt mit einer Oberkörperverletzung vorerst aus. Auch Niklas Würschl konnte am Samstag krankheitsbedingt erneut nicht mitwirken. Ein Einsatz von Graham Knott entscheidet sich aufgrund einer Blessur kurzfristig.

Nach zwei Partien in der Fremde kehren die Steinbach Black Wings Linz am kommenden Mittwoch vor heimischem Publikum zurück. Tickets für das Duell mit dem HCB Südtirol sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.

Stimmen

Brian Lebler: „Wir sind frustriert über den gestrigen Abend, denn wir wissen, wie wichtig dieses Spiel war. Nach dem ersten Drittel mit 3:1 hinten zu liegen, ist nicht gut genug. Wir hatten erneut zu viele Turnovers und es ist zu leicht, gegen uns zu spielen. Dennoch müssen wir uns auf das nächste wichtige Spiel konzentrieren. Wir haben auswärts wenig Selbstvertrauen, aber wir müssen diese Situation annehmen und einen Weg finden, damit umzugehen. Es beginnt mit dem ersten Shift und dauert bis zum Ende – dann müssen wir sagen können, dass wir stolz auf unsere Leistung sind.“

Head Coach Philipp Lukas: „Wir haben viel Aufwand betrieben, aber erneut waren es unsere Eigenfehler, die uns das Spiel gekostet haben. Damit müssen wir lernen umzugehen. Der Zusammenhalt ist das Allerwichtigste. Es ist schwierig, ein gutes Gefühl zu haben, wenn man sich nach drei Niederlagen wiederfindet, in denen man körperlich alles gegeben hat und sich immer wieder selbst besiegt. Wir müssen uns dieses gute Gefühl erarbeiten und solche Fehler minimieren, um ein schwieriger Gegner zu sein. Das ist aktuell die große Challenge.“

www.blackwings.at, Bild: Black Wings Linz/Eisenbauer

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