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Damen-Traditionsverein KSV Neuberg Highlanders kämpft mit fehlender Anerkennung!

Der Frauen-Eishockeyverein KSV Neuberg Highlanders steht exemplarisch für großen Einsatz trotz fehlender Anerkennung. Gründerin Margret Kraischek kritisiert, dass Frauen-Eishockey oft nur rund um den Frauentag Beachtung findet – obwohl ihr Team längst Spitzensport betreibt.

Viermal wöchentliches Training, internationale Spiele und enorme Belastungen gehören zum Alltag, während die Spielerinnen komplett ohne Bezahlung auskommen und nebenbei arbeiten.

Trotz sportlicher Erfolge – darunter ein Staatsmeistertitel – bleibt öffentliche Wertschätzung rar. „Nicht einmal als österreichische Staatsmeisterinnen hat man meine Mädels zu einer Sportgala eingeladen“, so Kraischek gegenüber der „Kronen Zeitung„.  Aktuell kämpft das Team gleich um zwei Titel: im Halbfinale der EWHL sowie beim Final Four der österreichischen Liga.

Übergabe an die nächste Generation

Nach 26 Jahren kündigt Kraischek, die den Verein mit ihrem Rauchfangkehrer-Betrieb auch teilweise mitfinanziert, ihren Rückzug aus dem aktiven Vereinsleben an. „Nach der Saison ist aber für mich aktiv Schluss, ich brauche als dreifache Großmutter mehr Zeit für meine Enkelkinder. Da übergebe ich an meine Mädels, meine holländische Kapitänin Hilde Huismann sowie Kathi Schellnegger und Lisa Marchl, und bin nur noch im Hintergrund dabei. Aber weiter mit viel Herzblut.“

Highlanders als Sprungbrett

Neben sportlichen Zielen bleibt die Förderung junger Talente zentral: Die Highlanders verstehen sich als Sprungbrett für internationale Karrieren – mit ersten Erfolgen durch Spielerinnen im Ausland und im Nationalteam: Verteidigerin Hana Ostadal wagt den Sprung über den Großen Teich, die Klagenfurterin Lena Dauböck wird mit dem Damennationalteam erstmals bei einer A-WM auflaufen und die erst 17-jährige Vanessa Picka verbrachte heuer ihre erste Saison nach ihrer Zeit bei den Highlanders in Schweden, wo sie mit massig Punkten aufzeigen konnte.

Bild: ICEHL

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