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DEL

DEL: Wieder mehr Fokus auf den eigenen Nachwuchs?

Es ging so etwas wie ein kleines Beben durch die Hallen und Büros der DEL diese Woche. Denn zwei Vereine der ersten Liga haben eine Idee vorangebracht, die so einiges an Brisanz mit sich zu bringen weiß, sollte sie erst mal durchgesetzt werden. Wenige ausländische Spieler und mehr Fokus auf den heimischen Nachwuchs wünscht man sich bei diesen Vereinen im Süden der Republik offensichtlich. Wie so oft im Sport, wenn solche Forderungen gestellt werden, halten die Entscheidungsträger erstmal inne und beleuchten den aktuellen Status Quo. Wir haben das auch getan.

Ein Drittel kann international sein

Es verwundert zunächst nicht wirklich, dass diese Vereine darauf pochen, wieder verstärkt in den eigenen Nachwuchs zu investieren. Denn international ist die DEL bestenfalls in der zweiten Liga anzusehen, auch wenn es immer mal wieder Talente gibt die den großen Sprung über den Atlantik in die Königsklasse der NHL schaffen. Der Traum, in den Vereinigten Staaten und Kanada professionell Eishockey zu spielen ist immer noch die größte Motivation für junge Spieler hierzulande. Allerdings scheint es, als müssten diese sich immer stärker gegen die internationale Dominanz anderer Spieler durchsetzen. Immerhin bis zu 35% aller Kaderplätze dürfen momentan an Spieler aus anderen Ländern vergeben werden. Das ist zwar immer noch eine absolute Minderheit, allerdings kommt es oft vor, dass diese Spieler ein anderes Kaliber als der heimische Nachwuchs hat und somit mehr Spielanteile bekommt. Auf lange Sicht wird das nicht dabei helfen, Deutschland als Standpunkt für Nachwuchsförderung im Eishockey nachhaltig zu positionieren. Und es ist leider immer noch so, dass man das Geld lieber in die Verpflichtung teurer Stars setzt, als der Jugend eine Chance zu geben.

Schneller Erfolg wichtiger als langfristige Entwicklung

Allerdings ist hier die Schuld nicht alleine bei den Vereinen zu suchen. Denn die DEL wird auch immer professioneller, sodass man mitunter nur wenig Zeit hat, um sich als Verein nachhaltig zu etablieren und eine gute Jugendmannschaft aufzubauen. Denn wenn der sportliche Erfolg über einige Jahre hinweg ausbleibt, dann fragen sich die Sponsoren auch irgendwann, ob die Investitionen noch lohnenswert sind. Daher gehen die meisten Vereine den einfachen Schritt und kaufen lieber sichere Spieler, als das Risiko mit dem Nachwuchs einzugehen. So bekommen auch bei Wettanbietern wie https://www.wettfieber.de/ der Eishockey Sport eine immer wichtigere Lobby. Da die Spiele schnell und einnehmend sind, ist dies aber keine wirkliche Überraschung mehr.

International zurück

Wenn wir uns aber nochmals kurz mit der DEL als beste Liga des Landes befassen wollen. So sehr es uns auch schmerzt zuzugeben, es ist im internationalen Vergleich immer noch eine semi-professionelle Liga. Mit der NHL wird man niemals mithalten können, denn hier spielt Geld und Ausbildung eine ganz andere Rolle. Auch in der Interkontinentalliga aus Russland – der KHL – spielen deutsche Vereine keine Rolle. So bleibt also nur der Umweg über die international ein wenig unterschätzte Champions League. Aber auch hier dominieren andere Länder, wie etwa Finnland und Schweden. Die Bestrebungen des Verbands, in schon wenigen Jahren zu einer Nation zu werden, die bei Olympia und der WM regelmäßig um die Medaillen spielen kann, ist eine eher utopische Idee, denn man ist einfach viel zu weit weg von der Weltspitze. Daher macht es vielleicht wirklich Sinn, in den Nachwuchs zu investieren und mit einer Spielergrenze zu intervenieren. Denn nur, wenn Eishockey auf lange Sicht den beliebteren Sportarten Fussball und Basketball Konkurrenz machen will bei der Spieleranzahl, muss ein Trendwandel her. Nachhaltigkeit sollte hier also großgeschrieben werden, allerdings mit dem Manko, dass man vielleicht einige Jahre warten muss, um den ganz großen Angriff zu planen.

Ganz gleich, wie die Geschichte mit der begrenzten Ausländeranzahl bei den DEL Clubs ankommen wird: der deutsche Eishockey befindet sich aktuell in einer Sinnfrage.

Credits: RoboMichalec

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