Seit vielen Jahren zählt Fabio Hofer beim Schweizer Club EHC Biel zu einer wichtigen Säule. Mit „laola1.at“ sprach der Austro-Crack über seine sportliche Zukunft und auch über seine Entscheidung, nicht mehr für das Nationalteam aufzulaufen.
Der Lustenauer ist mittlerweile 35 Jahre alt und kann auf eine lange Karriere zurückblicken. 2010 debütierte er im Dress von Salzburg auf EBEL-Niveau, bis 2018 stürmte er in der heimischen Liga – 2010/11 sollte er mit den Mozartstädtern auch den Meistertitel an die Salzach holen.
Doch es war nicht alles rosarot, während seiner Zeit bein den Salzburgern. Vor alle der damalige Headcoach Pierre Page bekommt Kritik ab: „Er hat mir gesagt, dass er mich fördern wird. Das hat gut geklungen, war letzten Endes aber nicht so. Es war nur Gerede von ihm, das hat er mit vielen Spielern gemacht“, so Hofer der insgesamt vier Jahre für RBS auflief, drei davon unter Page. „Er hat bei vielen Spielern nicht das volle Potenzial ausschöpfen können, obwohl sie sehr gut waren. Viele haben dann aufgehört oder sind woanders hingegangen und haben dort gezeigt, dass sie doch Eishockey spielen können.“
Aufstieg zum Leistungsträger
Im Sommer 2014 folgte der Wechsel nach Oberösterreich. Hofer stürmte die folgenden vier Jahre für die Black Wings Linz und entwickelte sich dort zu einem echten Leader. Vor allem in der Spielzeit 2017/18 zeigte er mit 55 Punkten in 54 Spielen was in ihm steckt. Das teaminterne Scoring-Rennen beendete Hofer damals hinter Corey Locke (70), Brian Lebler (65) und Dan DaSilva (ebenfalls 55) auf Rang 4.
Mit diesen Leistungen machte der Vorarlberger auch Clubs aus dem Ausland auf ihn aufmerksam. 2018 wagte er den Sprug in die Schweizer National League, nach zwei Jahren für Ambri-Piotta zog es ihn zu seinen aktuellen Arbeitgeber, den EHC Biel-Bienne. Dort stürmt der Flügelflitzer seit nunmehr sechs Saisonen. Bemerkenswert: heuer egalisierte Hofer seine punktbeste NL-Saison mit 39 Zählern, seine 19 Tore sind sogar NL-Karrierebestwert.
Der Publikumsliebling steht beim Team aus dem Kanton Bern noch für einige Spielzeiten unter Vertrag – dieser läuft erst 2027/28 aus. Was danach kommt? „Wenn ich fit bin, mein Körper keine Probleme macht, ich mich wohl fühle und Biel auch noch interessiert ist – dann würde ich verlängern. Macht mein Körper nicht mehr mit, wird es mein letzter Vertrag sein.“ Eine Rückkehr nach Österreich schließt der Familienvater von zwei Kindern aber nicht gänzlich aus.
Nationalteam kein Thema
Definitiv vom Tisch ist ein Engagement im österreichischen Eishockey-Nationalteam. In den letzten Jahren gab es immer wieder Anfragen, ob der Legionär nicht doch einer Einberufung folgeleisten würde. Auch Dominic Zwerger, der ab der kommenden Saison für Biel auflaufen wird, hat versucht den Lustenauer zu überreden, doch er steht zu seinem Wort: „Ich habe 2019 die Entscheidung getroffen: Sobald das erste Kind kommt, werde ich mich im Nationalteam zur Ruhe setzen. Das habe ich gemacht – und wird sich auch nicht mehr ändern.“
Bild: facebook.com/ehcbofficial









