In ihrer 17. Saison befindet sich die Erste Bank Eishockey Liga. 17 Saisonen also, dass die Erste Bank als Groß-und Hauptsponsor der Liga auch ihren Namen gibt, seit man 2003 als Nachfolger der „Uniqua“-Versicherung präsentiert wurde.
Eine lange Zusammenarbeit die nun nach dieser Saison endet. Der Grund ist kein außergewöhnlicher: Der Vertrag endet und wird nicht verlängert. Was das für die Liga und die Teams bedeutet? Die Verantwortlichen um Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger müssen sich auf die Suche nach einem neuen Großsponsor machen der die kolportierten ca. 2 Millionen jährliches Gesamtvolumen abfängt.
Schwierig, aber da ein Vertragsende keine plötzlich eintretende Situation ist, ist anzunehmen dass die Liga vorbereitet ist. Zumal das Ende der Zusammenarbeit Gerüchten zufolge nicht überraschend kommt. Für die Teams, die angeblich ca. zwei Drittel dieses Sponsorings erhielten, bedeutet dies momentan ein Budgetloch von ca. 120.000€ für die kommende Saison. Man wird sehen wen die Liga als neuen Hauptsponsor an Land ziehen wird und mit welcher Summe die Vereine nächste Saison dann planen können.
Parallel berichten mehrere Medien darüber dass sich die Erste Bank auch als Sponsor des Österreichischen Eishockeyverbands zurückziehen wird und somit dem Eishockey komplett den Rücken kehrt.

Auch ServusTV steigt
aus
Ebenso zu Ende geht der TV-Vertrag mit ServusTV. Und laut
Medienmeldungen soll auch dieser Vertrag nicht verlängert werden.
Dies würde das Ende der „servushockeynights“ bedeuteten, die erst
kürzlich ihr zehnjähriges Jubiläum feierten. Der Liga und auch den
Fans ist es schon länger ein Dorn im Auge dass die Übertragungen
nur noch per Onlinestream zu sehen sind, weshalb dies auch eine
Chance sein könnte. Ein Rechtepaket mit 44 Free-TV Partien pro
Saison wird damit frei, eventuell die Chance für einen
(Privat-)Sender zuzuschlagen? Ein Jahr später, also mit Ende der
Saison 2020/21 endet übrigens auch der Vertrag mit TV-Partner
Sky.
Der Ausstieg von ServusTV könnte aber auch gleichzeitig eine Chance für ein anderes Projekt sein. Schon seit längerer Zeit liebäugelt die EBEL mit einer Selbstvermarktung der Spiele. Seit Jahren geplant ist ein öffentliches Gamecenter, als „Pay per View“-Variante, welche es ermöglicht alle Spiele per Stream live zu verfolgen. Ein Modell von dem man gar nicht weit entfernt ist, denn es gibt es bereits.
Kommt das öffentliche
Gamecenter?
Das aktuelle Gamecenter der EBEL überträgt alle Partien live aus
bis zu sechs Kameraperspektiven. Zwar ist die Qualität derzeit noch
nicht öffentlichkeitstauglich aber es wird bereits genutzt. Und
zwar für die Entscheidungen des DOPS (Department of Player Safety)
oder auch zu Videoanalysezwecken. Mit der Einführung und dem Aufbau
des Gamecenters in den letzten Jahren hat man bereits den
Grundstein geschaffen um in Zukunft ein öffentliches Gamecenter
anbieten zu können.
Unterm Strich bleibt, dass viel Arbeit auf die Liga-Verantwortlichen zukommen wird. Doch durch den Namen den sich die EBEL mittlerweile erarbeitet hat sollte es doch möglich sein lukrative Partner zu finden. Sowohl als Großsponsor als auch als TV-Partner. Für die Fans, die sich ab der kommenden Saison auf einen neuen Liganamen gewöhnen müssen, könnte es positive Folgen haben, wenn bspw. ein TV-Partner gefunden wird der Spiele wieder im FreeTV zeigt. Oder wenn es dann doch bald das flächendeckende Gamecenter und somit alle Spiele live zu sehen gibt.









