Der Schritt weg aus Kärnten und hinein in das US-Collegesystem war für viele überraschend, für Thomas Klassek jedoch die richtige Entscheidung. Der 20-jährige Klagenfurter tauschte den EC-KAC, für den er in der Vorsaison bereits 27 Einsätze in der Kampfmannschaft absolvierte, gegen ein vierjähriges Stipendium am Rensselaer Polytechnic Institute (RPI) im Bundesstaat New York – und blickt bislang sehr zufrieden auf sein neues Kapitel zurück.
Am traditionsreichen College studiert der Verteidiger Business Management und genießt das Leben am Campus. „Es fühlt sich teilweise wirklich an wie in den amerikanischen Filmen“, erzählt Klassek während seines Heimaturlaubs in Klagenfurt. Neben dem sportlichen Alltag gehören auch typische College-Erlebnisse wie Veranstaltungen und Partys dazu.
Böse Überraschung bei Auswärtsspiel
Sportlich steckt RPI aktuell noch in einer Übergangsphase. Der Kader wurde vor der Saison stark umgebaut, viele neue Spieler mussten integriert werden, was sich auch in der Tabellenposition widerspiegelt. Ein besonderes Erlebnis hatte Klassek Ende November beim Auswärtsspiel gegen Topteam Cornell. Nach einem knappen ersten Drittel kam es in der Pause zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall: Die Eismaschine fiel aus, die Gäste-Kabine wurde auf 38 Grad aufgeheizt. „Da sind wir ordentlich ins Schwitzen gekommen“, erzählt der Kärntner. Die Rivalität der beiden Colleges sei deutlich spürbar gewesen, das Spiel endete schließlich mit einer 1:6-Niederlage.
Auch abseits des Eises ist Klassek in New York bestens angekommen. Gemeinsam mit dem Villacher Stürmer Ian Scherzer, der ebenfalls Business Management studiert, sowie zwei kanadischen Mitspielern wohnt er in einer gemeinsamen Wohnung. „Das passt richtig gut, wir verstehen uns super“, berichtet der Verteidiger.
Ziel: Profikarriere
Ein kleines Stück Heimat vermisst Klassek dennoch – die Kärntner Küche. „Das Essen in der Mensa ist nicht immer das Gelbe vom Ei. Umso mehr genieße ich es jetzt, von Mama und Oma bekocht zu werden“, sagt er lachend. Sein Blick bleibt jedoch klar nach vorne gerichtet: Nach dem Abschluss des Studiums will Klassek sportlich den nächsten Schritt setzen und eine Profikarriere anpeilen.
Am 27. Dezember kehrt der KAC-Eigenbauspieler nach New York zurück, ab Anfang Jänner geht es für ihn auch wieder zurück aufs Eis. Während seines Heimaturlaubs hielt er sich zuletzt bei der U20 seines Stammklubs fit.
Bild: HCI/PAPA Productions






