Nachdem die „Adler“ ohne Punktezuwachs vom Auswärtsspiel in Fehervar zurückgekehrt sind, stehen die Zeichen der Vorbereitung nun ganz auf dem heutigen Duell mit den Black Wings Linz (Stadthalle Villach, Beginn: 19:15 Uhr, live auf ice.hockey sowie im Radio Kärnten Eishockey Magazin).
Die
Ausgangssituation:
Die Ausgangssituation könnte für die „Blau-Weißen“ definitiv besser
sein, drei Siege aus zehn Begegnungen und acht Punkte bedeuten nur
Tabellenrang zwölf, mit dem marginalen Vorsprung von einem Punkt
auf die „Rote Laterne“, die aktuell die Pioneers aus Vorarlberg
innehaben. Die anfänglichen Probleme, die größtenteils in der
Defensive der „Adler“ zu verorten waren, konnte das Trainerteam
rund um Tray Tuomie in den letzten Begegnungen entschärfen, dies
ging jedoch einher mit einer deutlichen Einbuße an Offensive: In
den letzten drei Begegnungen gegen Wien, Graz und Fehervar gelangen
den „Blau-Weißen“ nur fünf Treffer, zuletzt gegen Fehervar blieb
man sogar torlos. Festzumachen ist diese offensive Limitierung
nicht an der Anzahl der kreierten Chancen, sondern vielmehr an der
Verwertung eben jener. Die Scoring Efficiency der letzten drei
Begegnungen liegt bei 5,3% – ein Wert, der die Unzulänglichkeiten
der Villacher im Abschluss unterstreicht. Um den Anschluss an die
Top-6 und die Pre-Playoff-Plätze nicht zu verlieren, sind für die
„Adler“ gegen die ebenfalls krisengebeutelten Linzer drei Punkte
eigentlich Pflicht.
Der Gegner:
Seit der Saison 2000/01 ist Oberösterreich wieder in der höchsten
Spielklasse Österreichs vertreten, die Black Wings Linz bestreiten
im Zuge der neuen Saison ihre 25. Spielzeit in der Liga. Die
Stahlstädter gehörten in ihrer Ligazugehörigkeit stets zu den
Top-Teams, feierten die größten Erfolge ihrer Clubgeschichte von
2007 bis 2016 und konnten unter der Ägide von Chef-Trainer Rob
Daum, der in Villach kein Unbekannter ist, 2012 ihren zweiten
Meistertitel in einer doch deutlichen Finalserie gegen den EC KAC
erringen. Übrigens, der heutige Head-Coach der Linzer, Philipp
Lukas, führte damals die Linzer als Kapitän an.
Die glorreichen
Zeiten der Linzer sind aber mittlerweile vorbei, die Saisonen
2020/21 und 2021/22 zeichneten für die Stahlstädter verheerend –
gleich zweimal beendete man die Spielzeit als Schlusslicht. Erst
2022/23 konnte man sich mit einer Viertelfinal-Teilnahme und einer
äußerst respektablen Leistung gegen den HC Bozen rehabilitieren und
sich erneut im Liga-Mittelfeld etablieren – ein Faktum, das wohl
auch auf die Ägide und das Konzept von Chef-Coach Philipp Lukas
zurückzuführen ist.
Ähnlich wie für den EC iDM Wärmepumpen VSV war der Start in die heurige Spielzeit für die Linzer jedoch durchwachsen. Vier Siege nach regulärer Spielzeit sowie sechs Niederlagen zeichnen verantwortlich für zwölf Punkte, die aktuell Tabellenplatz neun bedeuten. Mit nur 21 erzielten Treffern stellen die Linzer zudem die zweitschwächste Offensive der Liga, die Defensive mit 27 Gegentreffern rangiert hingegen im oberen Tabellendrittel. Bezeichnend für den schlechten Saisonstart ist die Produktivität der Linzer in Überzahl, die Erfolgsquote von 10,00% spricht Bände. Eine weitere Similarität mit den „Adlern“ zeigt sich in der unzulänglichen Effektivität der Linzer Offensive, die in den letzten beiden Begegnungen aus 63 Torschüssen nur einen Treffer erzielen konnte – ein 1:3 zuhause gegen Fehervar und ein 0:3 in Asiago stehen zu Buche.
Als „Player to Watch“ ist selbstredend Kapitän Brian Leber hervorzuheben, der aus Linz nicht mehr wegzudenken ist. Der Austro-Kanadier absolviert aktuell seine 13. Spielzeit für die Stahlstädter: Seine 367 Treffer für die Black Wings Linz – sieben Treffer erzielte er für den EC Salzburg – sind ligaweit unübertroffen. Dem Sohn von Legende Eddie Lebler – der übrigens sowohl für “Blau-Weiß” als auch für “Rot-Weiß” auflief – dürfte der VSV wohl gut liegen: Vier Tore und sechs Assists stehen just in den letzten zwei Saisonen zu Buche.
Personelles:
Aus heutiger Sicht muss EC iDM Wärmepumpen VSV-Headcoach Tray
Tuomie auf den rekonvaleszenten Verteidiger Mark Katic verzichten,
Daniil Kulintsev fällt weiterhin auf unbestimmte Zeit aus. Rene
Swette wird nicht am Spielbericht aufscheinen, ist aber bereits
wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen. Alex Wall hingegen
kehrt nach überstandener Gesichtsverletzung in den Kader zurück.
Julian Raspotnig wird als 7. Verteidiger fungieren.
win2day ICE Hockey League
EC iDM Wärmepumpen VSV – Black Wings Linz
Stadthalle Villach – Freitag, 25. Oktober– Beginn: 19:15 Uhr
Livestream auf ice.hockey sowie im Radio Kärnten
Eishockey-Magazin
www.ecvsv.at, Pic: Soós Attila









