Große Namen, starke Lebensläufe und hohe Erwartungen: Die ICE Hockey League erlebte vor der Saison 2025/26 erneut zahlreiche prominente Neuzugänge. Doch nicht jeder Transfer entwickelte sich wie erhofft. Während einige Legionäre sofort einschlugen, blieben andere trotz beeindruckender Vita bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ein Blick auf jene Neuzugänge aus externen Lige, die bis dato als die größten Flops der laufenden Saison gelten. Gestern haben wir uns auf die Top-Transfers der Liga fokussiert – Teil 1, Teil 2.
JC Lipon (HC Pustertal)
JC Lipon kam mit großen Vorschusslorbeeren nach Pustertal und wurde als absoluter Toptransfer präsentiert. Nach starken Jahren in der DEL bei den Straubing Tigers sowie Stationen in der KHL und SHL blieb der 32-jährige Kanadier jedoch vieles schuldig. Lediglich acht Treffer in 37 Spielen sowie ein Plus/Minus-Wert von -3 sind für einen Power Forward dieser Klasse klar zu wenig. Bei den Wölfen hatte man sich deutlich mehr erhofft, zumal Lipon auch in der kommenden Saison noch unter Vertrag steht.
Troy Lajuenesse (HC Innsbruck)
Dass der HC Innsbruck bei seinen Legionären ein glückliches Händchen braucht, ist bekannt – bei Troy Lajuenesse ging dieser Plan jedoch nicht auf. Der 28-jährige Kanadier kam mit einer beeindruckenden Vita an den Inn, darunter Topscorer-Titel in der EIHL und der dänischen Liga sowie 34 Tore für Aalborg in der Vorsaison. In Innsbruck fand er jedoch nie richtig Anschluss und kam in 40 Spielen nur auf sieben Tore und 15 Assists. Besonders der massive Minus-Wert von -25 unterstreicht die Enttäuschung.
Clayton Kirichenko (Olimpija Ljubljana)
Clayton Kirichenko zählte vor zwei Jahren noch zu den besten Verteidigern der Liga bei den Pioneers Vorarlberg. Nach weniger erfolgreichen Stationen in der Slowakei und Deutschland sollte der 28-Jährige bei Olimpija Ljubljana wieder zu alter Stärke finden. Bis dato blieb er davon jedoch weit entfernt: Ein Tor und 15 Assists in 43 Spielen sind kein Vergleich zu seinem ICEHL-Topjahr mit über 40 Punkten. Der erhoffte Impact blieb klar aus.
Adam Almquist (HC Pustertal)
Mit Adam Almquist verpflichtete der HC Pustertal einen äußerst erfahrenen Verteidiger, der jahrelang in Europas Topligen aktiv war, zuletzt in der DEL bei den Kölner Haien. Nach längerer Vertragslosigkeit kam der Schwede zu den Wölfen, konnte bislang jedoch nicht überzeugen. Sieben Punkte in 19 Spielen sind noch akzeptabel, schwerer wiegen jedoch seine oft laschen Auftritte. Vor allem defensiv blieb der Routinier hinter den Erwartungen zurück.
Bild: HCI/PAPA Productions





