Steinbach Black Wings gewinnen hitziges Duell gegen Innsbruck mit 5:2. Die Stahlstädter lieferten bis zur zweiten Drittelpause eine blitzsaubere Auswärtspartie und führten mit 4:0. Nach einem harten Check gegen St-Amant kochten im Schlussabschnitt die Emotionen auf beiden Seiten. Die Oberösterreicher bewahrten trotz Schlussoffensive der Haie ihren Fokus und sicherten sich den dritten Sieg in Serie.
Ohne den leicht angeschlagenen Daine Todd forderten die Steinbach Black Wings im zweiten Match innerhalb von 24 Stunden das bisherige Überraschungsteam aus Innsbruck. Die Haie mussten beim 1:5 im gestrigen Derby beim HCB Südtirol die erste Niederlage der noch jungen Saison einstecken.Hinein in die Partie waren es die Stahlstädter, die die Tiroler gleich in der Anfangsphase eiskalt erwischten. Shawn St-Amant startete in der vierten Minute einen Konter. Der Kanadier schloss in der Mitte ab, McCollum musste prallen lassen und servierte die Scheibe St-Amant perfekt zum Rebound und zum 1:0 für die Linzer. Nach einem schadlos überstandenen Haie-Powerplay gingen die Stahlstädter in der zehnten Minute wieder in den Angriff über und erspielten sich sofort gefährliche Möglichkeiten. Lebler aus dem Slot, sowie Romig und Knott von der rechten Seite scheiterten mit ihren Abschlüssen aber an McCollum. Auf der Gegenseite bekam auch Thomas Höneckl einige Mal die Hände voll zu tun, rettete aber unter anderem gegen Leavens in der Mitte und gegen Shaw von rechts, im letzten Moment mit den Schonern.
Fulminantes Mitteldrittel
endet mit bitterem Ausfall
Mit dem knappen Vorsprung
für die Gäste gingen beide Mannschaften in den zweiten Abschnitt.
Dort erhöhten die Gastgeber, die mit 17 Treffern in fünf Spielen
zu den gefährlichsten Teams der Liga zählten, den Druck auf das
Linzer Tor. Corey Mackin tauchte zwei Minuten nach Wiederbeginn
ganz frei am rechten Pfosten auf, Höneckl machte die kurze Ecke
aber rechtzeitig zu.Auf der Gegenseite lauerten die Stahlstädter
weiter auf ihre Möglichkeiten und nutzten diese gnadenlos aus.
Dennis Sticha startete in der 26. Minute einen Gegenangriff und zog
in der Mitte mit einem Schuss ab. Wie beim ersten Treffer musste
McCollum die Scheibe zentral prallen lassen und bot Sticha damit
den Nachschuss zum 2:0 für die Steinbach Black Wings. Der bis
dahin souveränen Chancenauswertung nicht genug legten die
Stahlstädter noch vor der zweiten Pause doppelt nach. Shawn
St-Amant wurde in der 38. Minuten von Graham Knott auf die Reise
geschickt und netzte im eins gegen eins zum 3:0 für die
Stahlstädter. Damit feierte der 25-jährige Neuzugang den
Doppelpack und erzielte bereits sein viertes Tor in den letzten
drei Spielen.
Doch die Freude beim großaufspielenden Neuzugang hielt nur kurz, denn beim direkt darauffolgenden Angriff wurde der Kanadier von einem heran rauschenden Innsbrucker mit einem Blindeside-Hit hart am Kopf getroffen und musste wutentbrannt über die harte Attacke, vorzeitig in die Kabine. Seine Teamkollegen lieferten daraufhin die perfekte Antwort auf dem Eis und erhöhten im folgenden Überzahlspiel auf 4:0. Brian Lebler zog zwei Sekunden vor der Pausensirene von der blauen Linie ab und schickte die Scheibe an Freund und Feind vorbei in die Maschen.
Linzer bewahren Fokus in
emotionalem Schlussdrittel
Mit dem verdienten
Vorsprung für die Steinbach Black Wings ging es in den
Schlussabschnitt, wo die Haie wenige Sekunden nach Wiederbeginn
klarmachten, dass sie sich noch nicht geschlagen gaben. Nach einem
Querpass von Martin Ulmer vor das Linzer Tor verkürzte Corey
Mackin am langen Eck zum 1:4 aus Sicht der Gastgeber. Die Linzer,
durch den Ausfall von St-Amant fortan mit durchwegs veränderten
Sturmlinien, rackerten gegen die Schlussoffensive der Haie. Die
Zweikämpfe wurden härter und immer wieder bildeten sich private
Diskussionsrunden nach dem Pfiff. Es wurde emotional in der TIWAG
Arena zu Innsbruck und in der 53. Minute drohte die Stimmung
kurzzeitig zu kippen. Nach einem schönen Spielzug über Leavens
lenkte Adam Helewka in der Mitte das Zuspiel am chancenlosen
Höneckl vorbei zum 2:4. Angetrieben von einer aufgeheizten
Stimmung auf den Rängen schöpften die Haie wieder Hoffnung und
drückten in der Folge auf den Anschlusstreffer. Die Linzer ließen
sich durch ein hitziges Spiel kurzzeitig aus der Fassung bringen,
stellten dann aber ihren Fokus wieder scharf. Nach Zuspiel von
Knott bekam Brian Lebler in der Mitte zu viel Platz und versenkte
die Scheibe mit seinem ansatzlosen Wristshot zum 5:2 und zur
endgültigen Entscheidung im Spiel.
Stimme:
Head Coach Philipp Lukas: “Der Start war sehr
wichtig, dass wir gleich in Führung gehen konnten, hat uns in die
Karten gespielt. Danach haben wir in unserem System bessere
Entscheidungen getroffen. Wir haben gewusst, welche Offensivpower
Innsbruck hat und wollten ihnen so wenig Zeit wie möglich geben.
Mit Fortlauf des Spiels haben wir die Scheibe gut verwaltet. Wir
haben den Großteil mit vier Linien spielen können, was uns einen
Vorteil gebracht hat, damit wir unser Tempo halten konnten.”
blackwings.at , Bild: HC Innsbruck









