Was für eine Show bieten uns die Salzburger Bullen und die Füchse aus Bozen in dieser Halbfinalserie? In einem dramatischen, emotionsgeladenen und hochklassigen sechsten Spiel holten sich die roten Bullen den Auswärtssieg und bringen die Serie für ein Spiel 7 zurück in den Salzburger Volksgarten.
Der EC Red Bull Salzburg hat ein
Saisonaus im Semifinale vorerst abgewehrt: Der Titelverteidiger
setzte sich in der zum zweiten Mal in dieser Spielzeit mit 6.856
Fans ausverkauften Sparkasse Arena gegen den HCB Südtirol Alperia
mit 4:1 durch. Die Line-Ups beider Teams waren nahezu unverändert
zum fünften Duell: Bei Salzburg kehrte der zuletzt gesperrte
Cameron Schilling zurück, Bozen trat erneut ohne den
langzeitverletzten Scott Valentine und Enrico Miglioranzi an.
Die „Foxes“ hatten den deutlich besseren Start, machten in den
ersten vier Minuten viel Druck – ehe Salzburg das erste Tor gelang:
Ein perfektes Kombinationsspiel über Peter Schneider, Thomas Raffl
und Schilling schloss Benjamin Nissner (5.) mustergütig im Slot ab.
Der weitere Verlauf im ersten Abschnitt bot beiden Teams gute
Phasen und auch hochkarätige Möglichkeiten. Die beste für Dustin
Gazley, der an die Stange schoss. Salzburg zeigte sich vor allem in
Unterzahl sehr stark.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts gelang Dustin Gazley (21.) rasch
der Ausgleich: Nach seinem Wrist-Shot sprang Tolvanen der Puck über
den Fanghandschuh. Salzburg legte wieder nach, machte in der 27.
Minute viel Druck – ehe Florian Baltram, der seit über zwei Jahren
keinen Postseason-Treffer mehr erzielte, aus dem hohen Slot
einschoss. Dann war wieder Salzburgs PK-Unit am Zug, ließ auch über
eineinhalb Minuten im drei gegen fünf keinen Gegentreffer zu. Die
Gäste begannen das Spiel zu kontrollieren, nutzten einen
Powerplay-One-Time von Peter Schneider (43.) zur doppelten Führung
– und hatten dann mehr Tempo und Energie, um die Begegnung sicher
nach Hause zu spielen. Den Schlusspunkt setzte Thomas Raffl per
Empty-Netter. Nach seinem Assist zum ersten Treffer des Abends war
es sein insgesamt 107. Playoff-Punkt für den EC Red Bull Salzburg.
Damit überholte er Ryan Duncan (106) und stellte einen neuen
teaminternen Allzeitrekord auf.
www.ice.hockey, Bild: HCB/Vanna Antonello









