Am Dienstag fand die finale Jurysitzung zum Architektenwettbewerb für die künftige Heimstätte des EC VSV und des Bundes-Dameneishockey-Leistungszentrums statt. Dreizehn international renommierte Architektenteams stellen sich der Herausforderung vor einer zehnköpfigen Jury.
Bei den besten Beiträgen bat die Jury im Juni um Nachbesserungen. Die überarbeiteten Entwürfe wurden nun bewertet. Vorsitzender war der Architekt Ulrich Aspetsberger. Im Auswahlgremium vertreten: Eishockeyverband ÖEHV, EC VSV, Institut für Sportstättenbau, Land Kärnten Sportkoordination, Stadt Villach, Kammer für Ziviltechnik und Architektur und der Verein Stadthalle Villach.
Einstimmig gewähltes
Siegerprojekt
Als einstimmig gewähltes Siegerprojekt ging der Beitrag des
österreichischen Architekturbüros Karl und Bremhorst hervor.
Andreas Bremhorst ist Kärntner, Christoph Karl stammt aus
Oberösterreich. Das siegreiche Planungsteam bringt viel Erfahrung
bei Sport- und Veranstaltungsstätten mit. So erhielt es erst vor
wenigen Wochen den Zuschlag für den Neubau des einstigen
Dusika-Stadions in Wien um 50 Millionen Euro.
Geringer Verbrauch, hohe Funktionalität
Der Villach-Entwurf beeindruckt durch schlichte Eleganz und den
mit Abstand geringsten Flächenverbrauch aller eingereichten
Projekte. Kluge Raumaufteilung ermöglicht neben den Bedürfnissen
der Eissportler auch großzügige Athletik- und
Veranstaltungsbereiche – und sogar eine Laufbahn.
Das moderne Energie- und Ressourcenmanagement betont den hohen Grad an Nachhaltigkeit des Bauvorhabens. „Funktionalität und Nachhaltigkeit waren zentrale Aspekte. Der Entwurf ist aber nicht nur energetisch und ökologisch vorbildlich“, lobt Bürgermeister Günther Albel das Villacher Projekt, „er geht weit über einen klassischen Neubau hinaus. Denn auch die Bestandshalle wird in ihrer Funktionalität optimiert.“
Breite
Zustimmung
Stadtrat Christian Pober: „Mit diesem Aus- und Neubau erhält
unsere Stadt nicht nur eine moderne Eishalle, sondern auch ein
dringend benötigtes Veranstaltungszentrum.“ Stadtrat Erwin
Baumann ergänzt: „Unsere gemeinsamen Anstrengungen für eine
zukunftsfitte Eishalle tragen Früchte. Das Projekt hebt die
Sportstadt Villach auf eine neue Ebene.“ Klaus Hartmann,
Präsident des Österreichischen Eishockeyverbandes: „Ich bin
überzeugt, dass auch für Österreichs Dameneishockey die beste
Lösung gefunden wurde.“
Auch der Landeshauptmann ist begeistert
Landeshauptmann Peter Kaiser zeigt sich begeistert: „Als
Sportreferent und großer Eishockeyfan freue ich mich, dass mit dem
abgeschlossenen Architektenwettbewerb für die neue Villacher
Stadthalle der nächste Schritt zur Realisierung gesetzt wurde.
Kärnten ist nicht nur allgemein als Sportland über die Grenzen
unseres Bundeslandes hinaus bekannt, wir sind auch die
Eishockeyhochburg Nummer 1.“ Mit der neuen Stadthalle werde das
einmal mehr unterstrichen, sagt Kaiser. „Damit bekommen nicht nur
Villachs Adler einen neuen, modernen Horst. Es ist auch kein
Zufall, dass das Bundesleistungszentrum für Dameneishockey hier
beheimatet sein wird.“ Zudem werde die neue Halle durch ihre
Multifunktionalität auch als Veranstaltungs-Location für viele
positive Schlagzeilen sorgen.
Zeitplan für die Umsetzung
Bürgermeister Albel skizziert abschließend die nächsten Schritte
des Projekts: „Wir werden nun den Planervertrag mit dem
Wettbewerbssieger verhandeln. Danach werden die umfangreichen
Planungsarbeiten und die Ausschreibung der Bauaufträge
abgewickelt. 2023 und 2024 planen wir zu bauen.“ Die Kostenvorgabe
für die im Architektenwettbewerb eingereichten Projekte betrug
23 Millionen Euro. Eine exaktere Kostenprognose wird sich
konjunkturbedingt aus den Ausschreibungen bis Ende 2022 ergeben.
Bund und Land haben Beteiligungszusagen abgegeben.
www.villach.at









