Die Emotionen nach dem intensiven Spiel 3 in der Viertelfinal-Playoff-Serie gegen den Lokalrivalen aus Klagenfurt am vergangenen Sonntag haben sich im Lager der Blau-Weißen zwar etwas gelegt, geblieben sind dennoch der Ärger darüber, dass man bereits zum dritten Mal in der heurigen Saison ein Match gegen den KAC in den Schlussminuten aus der Hand gegeben hat sowie auch über einige umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen:
„Dass uns das schon wieder passiert ist, ist unerklärlich. Wir sind das bessere Team, haben eine richtig starke Leistung gezeigt, liegen kurz vor Schluss in Führung und stehen am Ende dennoch mit leeren Händen da. Aber das sind eben die Playoffs. Wir müssen das enttäuschende Match abhaken und den Fokus auf morgen richten. Da wollen wir wiederum zurückschlagen. Wir müssen einige Kleinigkeiten besser machen, dann gleichen wir die Serie auswärts wieder aus,“ unterstreicht Power-Forward Marco Richter, der mit einer Klasse-Einzelaktion in Spiel 3 den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich erzielte und in der Serie mit Herz, Einsatz und Kampfgeist ganz besonders überzeugt.
Aber auch die Leistung der Referees, die einige unglückliche Entscheidungen getroffen haben, stoßen im Team der Blau-Weißen auch heute ganz besonders sauer auf: Dazu gehört unter anderem nicht nur ein Bandencheck an VSV-Toposcorer Robert Sabolic, sondern auch die umstrittene Situation in der 26. Minute, als ein Klagenfurter Verteidiger offensichtlich regelwidrig den Puck mit der Hand fixierte oder auch eine bösartige Stock-Attacke eines KAC-Spielers an Philipp Lindner direkt nach dem Klagenfurter Siegtreffer.
„Schon wie nach dem ersten Spiel in Villach ist auch diesmal wieder nach interner Aufarbeitung des Matches Referee-Supervisor zu uns gekommen und hat sich für die Szene in der 26. Spielminute entschuldigt. Er hat uns mitgeteilt, dass die Referees diese Szene am Eis nicht gesehen hätten, ansonsten hätte man hier einen Penalty-Shot geben müssen. Das Eingeständnis ist zwar sehr nett, aber es nützt uns am Ende gar nichts. Faktum ist: Die Schiedsrichter haben die Szene zwar im Video-Studium angesehen, dabei aber nur darauf geachtet, ob die Scheibe im Tor war oder nicht. Die ganz offensichtliche, regelwidrige Hand-Aktion des Klagenfurter Verteidigers wurde nicht gesehen, obwohl der Referee direkt daneben stand“, so EC iDM Wärmepumpen VSV-Geschäftsführer Martin Winkler.
Richtig verärgert, aber schon mit einem optimistischen Blick in die Zukunft zeigte sich heute auch Finanzvorstand Andreas Schwab: „Es ist natürlich sehr bitter, dass unser Team gleich in beiden Playoff-Heimspielen durch augenscheinliche Fehlpfiffe oder Nicht-Pfiffe maßgeblich benachteiligt wurde. Das ist nicht zu entschuldigen. Aber – wir blicken in die Zukunft, werden mit neuer Kraft und dem bekannten Villacher Tugenden, wie Kampfgeist, Einsatz, Härte und Leidenschaft, morgen in Klagenfurt zurückschlagen und die Serie ausgleichen.“
Auch wenn der EC iDM Wärmepumpen VSV in der Playoff-Viertelfinal-Serie nun mit 2:1-Siegen im Rückstand liegt, ist noch längst nichts verloren. Als bestes Beispiel hierfür gilt die letzte erfolgreiche Postseason-Serie der „Adler“ gegen den Lokalrivalen aus Klagenfurt im Jahr 2002: Damals lagen die Blau-Weißen bereits mit 0:2-Siegen zurück, drehten jedoch noch die Serie und gewannen schlussendlich mit 2:4-Siegen. Doch das war damals noch nicht alles: Danach war der VSV nicht zu stoppen, im Finale ließ man Linz keine Chance und jubelte schlussendlich über den damals fünften Meistertitel.
www.ecvsv.at, Bild: VSV/Krammer





