Bevor für die Vienna Capitals die Olympiapause ansteht, haben die Wiener zwei Heimspiele binnen 24 Stunden vor der Brust. Am Freitag ab 19.15 Uhr empfangen die Capitals den Tabellenletzten HC TIWAG Innsbruck. Tags darauf gastieren die Pioneers Vorarlberg in der STEFFL Arena (16.30 Uhr). Für die Wiener geht es in den finalen Saisonduellen mit dem Letzten bzw. Vorletzten der win2day ICE Hockey League darum, notwendige Punkte im Kampf um die Pre-Playoffs einzufahren.
Durch die gestrige 1:4-Niederlage beim EC iDM Wärmepumpen VSV und den gleichzeitigen Sieg der Steinbach Black Wings Linz über den HCB Südtirol Alperia sind die Capitals in der Tabelle auf Rang acht zurückgefallen. Sowohl die Wiener als auch die Linzer halten bei 55 Zählern, allerdings haben die Capitals ein Spiel weniger bestritten als die Oberösterreicher.
Zane Franklin erzielte gestern den einzigen Treffer der Wiener. Der Kanadier markierte in Villach seinen elften Saisontreffer, damit zog der 27-Jährige mit Linden Vey gleich. Der Kapitän der Wiener ist mit 40 Punkten nach ebenso vielen Einsätzen Topscorer der Capitals. Torhüter Sebastian Wraneschitz hatte bei den gestrigen Gegentreffern keinerlei Abwehrmöglichkeit. Der 23-Jährige beendete das Gastspiel in Villach mit einer Fangquote von 90,32 Prozent. In der laufenden Spielzeit beträgt die Fangquote des Eigenbauspielers starke 93 Prozent, weiterhin der zweitbeste Wert aller Torhüter, die mehr als ein Ligaspiel absolviert haben.
Am Wochenende soll die STEFFL Arena wieder Trumpf für die Vienna Capitals sein. Seit der Amtsübernahme von Head-Coach Kevin Constantine im November gewannen die Donaustädter acht ihrer elf Auftritte vor heimischem Publikum. Das letzte Heimspiel, das die Wiener ohne Punktezuwachs verloren haben, datiert vom 28. Dezember 2025. Aus den letzten fünf Begegnungen vor eigenem Anhang holten die Caps 13 Punkte. Nur die im Vergleichszeitraum perfekten Salzburger holten mehr Zähler. Verletzungsbedingt stehen den Wienern Erik Kirchschläger und Marco Richter nicht zur Verfügung. Ersterer zog sich am Dienstag eine schwere Oberkörperverletzung zu und wird wochenlang ausfallen.
Für den HC TIWAG Innsbruck geht es in den verbliebenen sechs Ligaspielen maximal noch um die Ehre. Die Tiroler haben keine Chance mehr auf das Erreichen der Pre-Playoffs. Sollten die Haie morgen verlieren und die Pioneers gleichzeitig in Graz drei Punkte einfahren, wären die Innsbrucker auf dem letzten Tabellenplatz einzementiert. Die Mannschaft von Ryan Kinasewich weist eine verheerende Auswärtsbilanz auf. Aus 20 Auswärtsspielen stehen nur acht Punkte aus drei Siegen (zwei davon nach Overtime) zu Buche. Den einzigen vollen Erfolg nach regulärer Spielzeit feierten die Tiroler im ersten Auswärtsspiel am 14. September 2025 in Feldkirch. Die beiden Overtimeerfolge bejubelten die Haie in Laibach.
Seit dem 6:5 nach Verlängerung bei den Drachen am 1. November 2025 stehen zwölf Auswärtsniederlagen zu Buche. Nur beim 4:5 nach Overtime in Linz nahmen Innsbrucker noch Zählbares mit. Konsequenterweise belegen die Innsbrucker auch in der Auswärtstabelle die letzte Stelle. Auch die letzten Duelle zwischen den morgigen Kontrahenten sprechen nicht für die Tiroler. Die Caps gewannen die letzten sieben Spiele gegen den HCI. Zuletzt verloren die Wiener am 13. Jänner 2024 gegen die Innsbrucker. Das bislang letzte Aufeinandertreffen entschieden die Caps am 17. Jänner mit 5:2 für sich. Topscorer der Tiroler ist der Schwede Sebastian Benker, der nach 42 Spielen 38 Punkte (12 Tore + 16 Assists) auf dem Konto hat.
Mit den Pioneers Vorarlberg kommt am Samstag eine Mannschaft in die STEFFL Arena, die den Wienern zuletzt nicht sonderlich lag. Gewannen die Donaustädter noch die ersten sieben Duelle seit dem Ligaeintritt der Feldkircher, so siegten die Vorarlberger in sieben der letzten acht Aufeinandertreffen. In der STEFFL Arena sieht die Bilanz der Hauptstädter gegen die Ländle-Cracks deutlich besser aus. Fünf der sieben Heimspiele gegen die Pioneers gewannen die Wiener. Das bislang letzte Aufeinandertreffen in Wien-Kagran am 25 Oktober 2025 ging noch unter Interims-Head-Coach Fabian Scholz mit 4:3 nach Shootout an die Caps. Während die Pioneers in der heimischen Vorarlberghalle regelmäßig besser positionierten Teams Punkte abnehmen, zeigen die Feldkircher auswärts ein anderes Gesicht.
Die Vorarlberger sammelten Stand Donnerstag 27 ihrer 39 Punkte im Ländle. Dort steht auch ein akzeptables Torverhältnis von -5 zu Buche. Auswärts ist dieses mit einem Wert von -53 sogar schlechter als jenes der Innsbrucker (-45). Dennoch konnten die Pioneers zwei ihrer letzten fünf Auswärtsspiele gewinnen. Beim HC Falkensteiner Pustertal und bei Hydro Fehérvár AV19 holten die Vorarlberger durch Siege nach Shootout bzw. Overtime jeweils zwei Punkte. Bevor die Pioneers am Samstag zum letzten Mal in der STEFFL Arena vorstellig sein werden, sind die Vorarlberger am Freitagabend bei den Moser Medical Graz99ers zu Gast. Collin Adams ist mit 31 Punkten Topscorer der Vorarlberger, seine 17 Tore sind ebenfalls teaminterner Bestwert.
Statement Fabian Scholz, Assistant-Coach der Vienna Capitals
„Unser Ziel für die kommenden beiden Spiele sind sechs Punkte, dafür müssen wir allerdings besser spielen als gestern in Villach. Die STEFFL Arena gibt unserem Team stets einen Extra-Push, das ist für uns ein großer Vorteil. Dennoch sollten wir auch im Hinblick auf die Post-Season beginnen, Auswärtsspiele zu gewinnen. Das Powerplay der Innsbrucker ist derzeit richtig gefährlich. Wir haben zwar alle drei bisherigen Spiele gegen sie gewonnen, aber sie liegen im Special-Teams-Battle vorne. Wenn sie im Fünf-gegen-Fünf standhaft bleiben, kann das ein ganz enges Spiel werden. In ihrer Situation können sie befreit aufspielen, das kann gefährlich werden. Gegen die Pioneers haben wir uns zuletzt schwergetan. In dieser Woche sind sie allerdings viel im Bus unterwegs. Sie kommen am Samstag nach Auswärtsspielen in Laibach und Graz zu uns, das sind richtig viele Kilometer, die sie im Bus verbringen müssen. Diesen Umstand müssen wir uns zunutze machen.“
vienna-capitals.at , Bild: HCI / PAPA Productions





