EC KAC

KAC-Crack Nick Petersen stellt neuen ICEHL-Rekord auf!

Es war das Spiel von Nick Petersen am Donnerstagabend in der Heidi Horten-Arena in Klagenfurt. Der Stürmer des EC-KAC brillierte beim 8:3-Heimsieg gegen Fehérvár mit gleich sechs Punkten. Neben zwei Toren verbuchte der Kanadier auch vier Primary Assists. Damit ist der 36-Jährige der erste Spieler in der Ligageschichte, der in einem Postseason-Spiel sechs Punkte erzielte. Bislang war fünf Akteuren ein 5-Punkte-Spiel gelungen – zuletzt vor mehr als 14 Jahren.

Bereits nach 19 Sekunden durften die 4.400 Fans in der ausverkauften Heidi Horten-Arena erstmals jubeln: Jan Mursak traf nach Vorarbeit von Nick Petersen zum 1:0. Dass der 36-Jährige in der Folge noch fünf weitere Punkte sammeln würde, war zu diesem Zeitpunkt kaum absehbar. Doch bereits in der sechsten Minute bereitete Petersen auch das 2:1 von Simeon Schwinger vor, und nur knapp zehn Minuten später lieferte er den Assist zum 3:2 durch Jesper Jensen Aabo.

Auch im zweiten Drittel ging es in dieser Tonart weiter. Nur 24 Sekunden nach Wiederbeginn war der zweifache win2day ICE Hockey League-Champion mit dem KAC erneut zur Stelle: Petersen servierte Thimo Nickl die Scheibe zum 4:3. Es entwickelte sich ein echtes High-Scoring-Game, dem Fehérvár in weiterer Folge jedoch nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Die Ungarn erzielten alle drei Tore im ersten Drittel, danach konnten sie die Defensive Klagenfurts nicht mehr überwinden.

Petersen war zu diesem Zeitpunkt an allen vier Treffern des KAC als Assistgeber beteiligt. Beim fünften Tor stand er erstmals nicht auf dem Eis, doch beim 6:3 in der 30. Minute hatte der 36-Jährige wieder seinen Schläger im Spiel – diesmal sogar als Torschütze. Sechs Minuten vor Schluss machte Petersen in doppelter Überzahl schließlich seinen Doppelpack perfekt und schrieb Geschichte: Erstmals in der Ligageschichte erzielte ein Spieler sechs Punkte in einer Playoff-Partie.

Bereits fünf Spieler mit fünf Punkten
Vor Petersens Rekordspiel waren fünf Punkte die höchste Ausbeute in einem Playoff-Spiel – erreicht von insgesamt fünf Spielern. Den Anfang machte Frank Banham am 15. März 2007 im Trikot von Salzburg, als er beim 9:3-Heimsieg gegen Wien sogar fünf Tore erzielte. Am 22. Februar 2009 gelang auch Marco Pewal im Dress der Red Bulls ein Fünf-Punkte-Spiel (zwei Tore, drei Assists) beim 9:1-Erfolg gegen Jesenice. Ein Jahr später, am 21. März 2010, verbuchte Bradley Purdie von Linz beim 6:5-Overtime-Sieg gegen Wien ebenfalls zwei Tore und drei Assists. Wiederum nur ein Jahr und einen Tag danach glänzte Vienna Capitals-Spieler Marcel Rodman mit einem Tor und vier Assists beim 9:1-Heimsieg gegen Salzburg. Zuletzt hatte Rob Hisey am 4. März 2012 beim 8:3-Sieg von Linz gegen Wien mit zwei Toren und drei Assists fünf Punkte erzielt.

Danach vergingen mehr als 14 Jahre, ehe Nick Petersen diese Marke nicht nur erreichte, sondern gleich übertraf – und sich damit zum alleinigen Rekordhalter für die meisten Punkte in einem Playoff-Spiel krönte.

Die meisten Scorerpunkte in einer Partie überhaupt hält übrigens ebenfalls ein KAC-Akteur: Andrew Kozek verbuchte am 6. Jänner 2019 beim 12:0-Heimsieg gegen Zagreb beeindruckende neun Punkte – sechs Tore und drei Assists.

ice.hockey , Bild: HCI / PAPA Productions
To Top