In der finnischen Liiga kam es zu einem schweren Zwischenfall, der für Schlagzeilen sorgte. Im Mittelpunkt steht der Bruder eines ICEHL-Verteidigers.
Der erfahrene dänische Nationalspieler Oliver Lauridsen, Bruder von HC Pustertal Defender Markus Lauridsen, von TPS Turku wurde nach einem brutalen Check gegen Petteri Riihinen von Ässät Pori für acht Spiele gesperrt.
Der Vorfall ereignete sich am Samstag, als Lauridsen Riihinen am Kopf traf. Riihinen wurde bewusstlos, während Lauridsen eine Matchstrafe erhielt, was einer Roten Karte entspricht. Die Disziplinarkommission der Liiga befand, dass der getroffene Spieler zwar den Puck hatte und grundsätzlich regelkonform attackiert werden konnte, die Richtung des Checks auf den Kopf jedoch vermeidbar gewesen sei. Außerdem bewertete die Kommission Lauridsens Verhalten als respektlos, da er als dritter Spieler in die Situation eingriff und damit die Sicherheit des Gegners gefährdete.
Trotz der Suspendierung äußerte Ässät-Direktor Sami Hautamäki, dass es Riihinen den Umständen entsprechend gut gehe.
Der Fall hat jedoch politische Aufmerksamkeit erregt, wie „Flashscore“ berichtet. Otto Meri, Anwalt und Mitglied der finnischen Samlingspartiet (Koalitionspartei), kommentierte auf Social Media, dass Lauridsens Aktion unter das Strafrecht fallen könnte: „Nach dem Strafgesetz wäre dies wahrscheinlich als schwere Körperverletzung einzustufen. Die Mindeststrafe dafür beträgt ein Jahr Gefängnis.“
Die Sperre bedeutet, dass Lauridsen in der laufenden Saison vermutlich nicht mehr zum Einsatz kommt. TPS Turku liegt derzeit zwei Punkte hinter einem Playoff-Platz, und die Suspendierung wird in die nächste Saison übertragen. Ässät gewann das Spiel mit 5:2 und hat sich für die Playoffs qualifiziert.









