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NHL

NHL: Deutschlands Aushängeschild auf der Jagd nach der „Rocket“!

Es kommt einem wie gestern vor, als Leon Draisaitl sein Debüt im Dress der Edmonton Oilers feierte. Sage und schreibe 545 NHL-Spiele hat Deutschlands Aushängeschild bereits absolviert und hat sich zu einem der besten Cracks der Liga entwickelt.

Am 9. Oktober 2014 debütierte der gebürtige Kölner im Dress der Edmonton Oilers und hielt sich für 37 Spiele im Aufgebot, ehe er zu den Kelowna Rockets, seinem Junior-Team aus der Western Hockey League (WHL), geschickt wurde. Seinen ersten Punkt sammelte er am 15. Oktober gegen Arizona ein, seinen ersten Treffer bejubelte Draisaitl am 24. Oktober beim Heimspiel gegen die Carolina Hurricanes.

Seit den ersten Spielen in der besten Liga der Welt hat sich so einiges getan. Zweifel an seinem Skating, die zum Draft-Zeitpunkt als eine potenzielle Schwachstelle ausgemacht wurden, sind vom Tisch. Draisaitl hat sich sowohl als Goalgetter, aber auch als starker Spielmacher etabliert, was seine eindrucksvollen Zahlen der letzten Jahre beweisen.

In 545 Spielen kam der Stürmer auf 247 Tore und 355 Assists – das macht einen Punkteschnitt von 1,10! Auch in den Playoffs konnte Draisaitl ab und an seine Klasse aufblitzen lassen – unvergessen bleibt die Playoff-Serie gegen die Anaheim Ducks, in welcher Draisaitl unglaubliche 13 Punkte ablieferte . Die Oilers verloren damals das Conference Semifinale in einem Game 7 – die Ducks sicherten sich mit einem 2:1 vor heimischer Kulisse das Conference Final Ticket. Bisher stand der DEB-Stürmer in 28 Playoff-Spielen auf dem Eis und sammelte dabei 37 Zähler ein.

In den letzten vier Jahren schaltete Draisaitl aber noch einen Gang nach oben und hat sich in der absoluten Weltspitze etabliert. 2018/19 knackte er als einer von nur sechs Cracks die 100-Punktemarke, legte ein Jahr später mit 110 Punkten einen bisherigen Karriere-Bestwert nach und war auch in den aufgrund Corona verkürzten Spielzeit 2020/21 in beeindruckender Form: 84 Punkte in nur 56 Spielen – auf eine 82-Spiele umfassende Saison aufgerechnet wären das 123 Punkte gewesen. Heuer liegt er „on pace“ für 118 Zähler.

Derzeit liegt Draisaitl mit 48 Toren auf Rang 2 der Torschützenlitze, Toronto Maple Leafs Superstar Auston Matthews ist aber nur einen Treffer weit entfernt. Die beiden werden sich die „Maurice ‚Rocket‘ Richard“-Trophy vermutlich unter sich ausmachen – New York Rangers Stürmer Chris Kreider ist mit 45 Toren aber noch in Reichweite. Seit 2011/12 hat in der NHL keiner mehr die 60-Toremarke erreicht – das könnte sich heuer ändern. Zehn Jahre nach Steven Stamkos scheint ein Knacken dieser Marke als durchaus realistisch. Im Zusammenhang mit seiner Goalscoring-Ability muss auch seine „shooting percentage“ erwähnt werden. Seit 2018/19 fanden mindesten 18,5% seiner Schüsse den Weg ins Netz – sein Karrierebestwert liegt bei unglaublichen 21,6! Zum Vergleich: Alex Ovechkins Bestmarke liegt bei 15,4%. Wayne Gretzky kam 1983/84 auf 26,7% – damals erzielte die legendäre #99 87 Tore in 74 Spielen.

Schon jetzt ist der 26-jährige Stürmer der punktbeste deutsche Crack aller Zeiten. Mit 602 Punkten liegt er derzeit bereits 115 Punkte vor Marco Sturm, der den Platz an der Sonne jahrelang innehatte. Seine 247 Tore sind ebenfalls bereits „all-time“-Bestwert. Draisaitl wird auch in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach die eine oder andere individuelle Auszeichnung entgegennehmen dürfen, ob es mit den Edmonton Oilers für den ganz großen Wurf reichen wird bleibt abzuwarten.

hockey-news.info , Bild: facebook.com/Oilers.NHL

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