Fragt man eingefleischte kanadische Eishockeyfans nach den größten Stars der NHL, werden mit ziemlicher Sicherheit ein oder zwei waschechte Ahornblätter genannt werden. Und die meisten Supporter gehen sogar noch einen Schritt weiter und geben an, dass die größten Talente bei den Montreal Canadiens, Toronto Maple Leafs, Vancouver Canucks, Edmonton Oilers, Calgary Flames, Winnipeg Jets und die Ottawa Senators auf dem Eis stehen würden.
Für die kanadischen Fans wird in ihrem Land das beste Eishockey weltweit gespielt, und für sie ist dieser Sport das Allergrößte. Natürlich gibt es in dieser bedeutendsten Eishockey-Liga der Wert auch viele heiß diskutierte Themen und Kontroversen. Manche dieser Auseinandersetzungen sind so alt wie die NHL selbst und sorgen noch immer für hitzige Debatten zwischen Medien und Fans.
Jede Saison überrascht mit neuen und brisanten Geschichten. Die folgenden Themen dominieren im Moment die Schlagzeilen: Sollten Schlägereien in einem Spiel erlaubt sein oder sollte Eishockey wieder zu einem Gentleman-Sport gemacht werden, und wie steht es mit den regelwidrigen Checks?
In diesem Artikel wird auf zehn aktuelle Themen eingegangen, die gegenwärtig die NHL so kontrovers und gleichzeitig so unterhaltsam machen.
Wer sind eigentlich die GOATs?
Die Debatte um die besten NHL-Spieler aller Zeiten spaltet gleichermaßen Statistikfanatiker und jene, denen Emotionen wichtiger sind als reine Zahlen. Der unvergleichbare Wayne Gretzky führte lange Zeit die Rekordlisten der Liga mit 894 Toren und 2.857 Punkten an und wäre selbst ohne seine vielen Treffer immer noch Rekordhalter bei den Assists.
Dann ist da noch Mario Lemieux, der in nur 13 Spielzeiten die zweithöchste Punktequote pro Spiel erreichte, obwohl er mit Verletzungen und einer Krebserkrankung zu kämpfen hatte.
Boston-Fans schwören darauf, dass Bobby Orr das Spiel von der Verteidigungslinie aus revolutioniert hat, während Detroit-Anhänger auf Gordie Howes lange Karriere und Einsatzbereitschaft schwören. Gegenwärtig hat Alex Ovechkin bereits den Torrekord von Gretzky gebrochen, und Sidney Crosbys Name fällt ebenfalls immer wieder in diesen hitzigen Debatten.
Und wer sind die schlechtesten Spieler aller Zeiten?
Man sollte meinen, die Diskussion über die schlechtesten Spieler wird weniger kontrovers geführt als die über die besten Cracks, aber weit gefehlt. Versucht man einem eingefleischten Fan beizubringen, dass sein Lieblingsspieler der schlechteste auf seiner Position gewesen sei, so wird man sich auf ein paar nicht jugendfreie Bemerkungen gefasst machen müssen. Tatsächlich schweißen diese Debatten die Fans öfter zusammen, als dass sie sie entzweien. Es erfordert schon einiges an Recherche und Analyse, um herauszufinden, welchen Spieler eigentlich diese zweifelhafte Ehre zusteht, und manchmal erzählen die Statistiken eine Geschichte, die unseren Erinnerungen widerspricht.
Die Auseinandersetzungen am Eis
So manche ordentliche Schlägerei auf dem Spiel hat ein Spiel unvergesslich gemacht, aber für viele Anhänger ist dies ein Schandfleck für den Sport, der so schnell wie möglich getilgt werden muss. Die Philadelphia Flyers machten sich einst einen Namen als brutalstes Team der Liga, und andere Mannschaften mussten sich auf ihren Spielstil einstellen, um nicht auf der Eisfläche den Kürzeren zu ziehen. Die vierte Linie der Flyers wurde als „Checking Line“ bekannt, besetzt mit Spielern, die nicht nur gut tackeln, sondern auch ordentlich austeilen konnten.
Video: https://www.youtube.com/watch?v=jtNumfky5LY
Regelwidrige Checks und Attacken von hinten
Diese Themen haben sich in den letzten Jahren verselbstständigt. Die Debatte ist nicht so breit gefächert wie die Auseinandersetzung um Schlägereien, da es vielmehr darum geht, was als „late Check“ – also ein regelwidriges Vergehen – gilt und ob ein Spieler absichtlich von hinten gefoult hat. Erschwerend kommt hinzu, dass die Liga selbst scheinbar keine einheitliche Definition für einen regelwidrigen Check findet. Man muss sich nur einige der vielen Playoff-Spiel ansehen, und man wird schnell feststellen, wie groß die Grauzone tatsächlich ist und wie unterschiedlich der Strafenkatalog interpretiert wird.
Die USA gegen Kanada und gemeinsam gegen den Rest der Welt
Kanadische Eishockeyfans betrachten ihren Sport ganz klar mit einer „Wir gegen die“-Mentalität, und diese Einstellung reicht tiefer, als man vielleicht denkt. Als Gary Bettman, seines Zeichens langjähriger Vorsitzender der NHL, zwei kanadische Teams in den Süden verlegte, warfen ihm die kanadischen Fans vor, er missachte die Interessen des Landes. Als er die Verlegung von Teams in den Norden in späteren Jahren verhinderte, forderten sie seine Entlassung.
Die Rückkehr der Winnipeg Jets wird im Allgemeinen als Schadensbegrenzung betrachtet. Für die kanadischen Fans wird das beste Eishockey in ihrem Land gespielt und Russland oder Schweden bei einer Weltmeisterschaft oder bei den Olympischen Spielen zu schlagen ist großartig, aber nichts ist so süßer wie ein Sieg gegen die US-amerikanischen Nachbarn.
Die Fehlentscheidungen der Schiedsrichter
Fragt man einen Leafs-Fan nach dem nicht gegebenen Foul an Gretzky oder einen Canucks-Supporter nach ganz bestimmten Playoff-Momenten, wird man deren Antwort sofort an deren Gesichtsausdrücken erkennen können. Der Schiedsrichter ist die meistgehasste Person auf dem Eis, egal wie groß die Rivalität zwischen den beiden Teams ist. Fehlentscheidungen und nicht gegebene Fouls haben bereits zu einigen Fanausschreitungen geführt, Spielzeiten beendet und jahrzehntelange „Was wäre, wenn“-Debatten ausgelöst.
Aber in einigen Fällen schweißen diese Debatten die Fans sogar zusammen, wie beispielsweise die intern zerstrittenen Buffalo Sabres-Anhänger, die sich in ihrer Wut über das verlorene Stanley-Cup-Finale 1999 wieder vereinten. So oder so, die Fans werden nie müde, darüber zu debattieren, wo die Schiedsrichter falsch gelegen sind und wie die Dinge eigentlich anders hätten laufen können.
Die Rivalitäten innerhalb der NHL
Die Rivalitäten gehen weit über einfache Sticheleien zwischen unterschiedlichen Fangruppen hinaus. Die klassischen Feindseligkeiten reichen bis zu den Original Six zurück, jene sechs Teams, die von 1942 bis 1967 die NHL bildeten und unter denen sich auch die Montreal Canadiens und die Toronto Maple Leafs befanden. Auch wenn einige dieser Gründerteams nach den Umstrukturierungen der Liga an Bedeutung verloren haben und alte Rivalitäten verblassen, entstehen immer wieder neue Konkurrenzsituationen. So haben beispielsweise die New York Rangers und die New Jersey Devils über die Jahre hinweg eine beispielslose, zum Teil unschöne Rivalität aufgebaut, aber auch die Teams aus Chicago und Vancouver lieferten sich eine Reihe von Playoff-Duellen, die durchaus persönlich wurden.
Auch die sozialen Medien haben die Art und Weise, wie diese Gegnerschaft ausgetragen wird, verändert. Twitter und Facebook ermöglichen es Fans, sich rund um die Uhr mit den gegnerischen Teams auseinanderzusetzen, um diese in weiterer Folge auch zu provozieren, und sogar die Team-Accounts mischen mittlerweile mit.
Spiele, die mit einem Unentschieden enden
Es gibt viele Sportarten, bei denen ein Spiel mit einem Unentschieden endet und dieser Umstand kann je nach Perspektive entweder ein Ärgernis oder ein Segen für die betreffende Mannschaft sein. In den europäischen Fußballligen bedeutet ein Unentschieden, dass sich die beiden Teams die Punkte teilen. Auch bei den besten Online Casinospielen, wie Pai Gow und Blackjack, kann es vorkommen, dass der Spieler und Dealer bei einem Gleichstand den Einsatz wieder zurückbekommen. Ähnliches gilt auch beim Eishockey, ist dort aber äußerst umstritten. Genau diese fairen Regeln sind einer der Gründe, warum Spieler die sogenannten besten Online-Casinos suchen, die transparente Bedingungen bieten.
Die Abschaffung der Unentschieden-Regel zugunsten des Penalty-Shootout im Jahr 2005 spaltete die NHL-Fans in zwei entgegengesetzte Lager. Die Traditionalisten sehen das Penaltyschießen kritisch und erschwerend kommt hinzu, dass die Verlierer dieses Entscheidungsprozesses trotzdem einen Punkt für die Tabelle mitbekommen. Diejenigen, die sich mit einem Unentschieden nicht anfreunden können, argumentieren, dass diese Art der Entscheidung einige der besten Momente in der NHL hervorgebracht hat und dass die Spiele der Playoffs immer noch mit einem Sudden Death in der Verlängerung enden.





