Ein irres Torspektakel
erlebten die über 6’000 Zuschauer in der Tissot-Arena im
Kantonsderby zwischen Biel und dem SC Bern.
Es war der SCB, der den Tritt in die Partie besser fand und schon
nach 12 Minuten 3:0 in Führung lag. Doch waren die Gastgeber die
bessere Mannschaft, liessen aber einige hochkarätige Möglichkeiten
aus. Dennoch konnte Biel durch Fabio Hofer im PP und Sallinen noch
vor dem ersten Pausenpfiff verkürzen. Im zweiten Abschnitt ging es
dann so richtig los und auf beiden Seiten fielen je drei
Treffer. Der SC Bern machte aus nur vier Schüssen drei Tore,
Biel benötigte für die gleiche Anzahl 17 Versuche. Auch fielen
beide Teams durch Undiszipliniertheiten auf, so bettelte der Bieler
Hügli förmlich um eine Strafe, als er wie wild mit dem Stock
unaufhörlich an die Bande hämmerte. Prompt kassierte Biel in
Unterzahl das 4:6, verkürzte aber 23 Sekunden später wieder und
konnte danach fünf Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis
spielen.
Zwischendurch wurden auch die Torhüter ausgewechselt. Biels Coach Törmänen ersetzte van Pottelberghe durch Paupe, sein Gegenüber Lundskog wechselte Manzato gegen Wüthrich aus. Im Schlussdrittel gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen, abschütteln ließen sich die Bieler aber nicht. Drei Minuten vor Schluss traf Künzle zum 7:7 Ausgleich und rettete den EHC Biel in die Overtime. In der Verlängerung erzielte Haas das 8:7 für Biel traf und brachte seinem Team doch noch den Derby-Sieg.
Dieses Derby wird man in Biel und Bern nicht so schnell vergessen, denn die Partie bot alles was sich ein Eishockeyfan wünscht und war jeden Eintrittsfranken wert. Es gab Spektakel pur, auch viele Slapsticks und insgesamt 15 Tore.
Einen Restausschluss kassierte der Berner Gregory Sciaroni, als er beim Bully Biels Hügli gegen den Kopf checkte. Auf Bieler Seite hatte Haas Glück, dass die Referees den hohen Stock an Christian Thomas übersahen. Nach einer etwas hart gepfiffenen Strafe gegen Moser kassierte Berns Trainer Lundskog eine Strafe wegen überlautem Reklamierens.
Somit gewannen die Bieler auch die vierte Partie im neuen Jahr, während der SC Bern von den letzten neun Partien nur zwei gewonnen hatte.
Nach der Heimniederlage
gegen die ZSC Lions werden die Chancen für den HC Lugano, noch auf
dem direkten Weg in die Playoff zu kommen, immer
kleiner.
Der ZSC Captain Geering erzielte kurz vor Ende des Startdrittels
die 1:0 Führung. Danach gerieten die Zürcher zu Beginn des
Mittelabschnitts in eine schwächere Phase und kassierten durch
Arcobello und Josephs zwei Gegentreffer. Wenige Minuten später aber
glich der ZSC-Stürmer Quenneville die Partie gegen aufsässigen
Bianconeri wieder aus. In der 48. Minute kam Krüger an den
abgewehrten Schuss von Schlussmann Schlegel und brachte den Puck
problemlos ins Netz und avancierte so zum Matchwinner der Lions.
Damit gewannen die Lions zum sechsten Mal hintereinander und fügten
Lugano die erste Niederlage im ersten Spiel des neuen Jahres
zu.
Beim HC Lugano lief die Partie nach der Spielhälfte aus dem Ruder. Die Zürcher mit überlegenem Start, was nicht überraschend war, da Lugano mehr als drei Wochen lang nicht mehr gespielt hatte. Sie reagierten zwar vehement und sorgten durch Arcobello (26.) und Josephs (32.) für den ersten Umschwung der Partie.
Danach stand das Glück auf der Seite des ZSC. John Quenneville glich zum 2:2 aus. Sein Schuss wäre aber am Gehäuse vorbei geflogen, hätte ihn nicht Raphael Herburger ins eigene Tor abgefälscht. Auch beim 3:2 blieb die Scheibe frei vor Schlegel liegen, weil zuvor ein Abschlussversuch von Geering von einem Luganese unglücklicherweise abgefälscht wurde.
Luganos Chancen noch auf direktem Weg in die Playoff-Viertelfinals einzuziehen schwinden immer mehr. Nach der Niederlage gegen die Lions beträgt der Rückstand auf Platz 6 bereits 13 Punkte, die ZSC Lions jedoch nähern sich dank ihrer Siegesserie den Spitzenplätzen an.
Der HC Davos feierte gegen
die SCL Tigers seinen ersten Sieg im neuen Jahr.
Der Frust des HCD war tief, als sie am Dienstagabend gegen
Genéve-Servette mit 0:4 unter die Räder kamen. Davos-Coach Wohlwend
kritisierte die Spielplanung der Liga scharf, zeigte sich höchst
unzufrieden, dass sein Team nach dreieinhalb Wochen
Corona-Zwangspause ausgerechnet den weiten Weg nach Genf auf sich
nehmen musste. Ihre negativen Emotionen setzten die Bündner gestern
Mittwochabend positiv um. Gegen die Tabellenvorletzten SCL Tigers
gerieten sie zwar im ersten Drittel in einen 0:1 Rückstand, drehten
dann aber auf und siegten am Ende mit 4:1.
Resultate vom
12.1.2022:
Biel – Bern 8:7 (2:3, 3:3,
2:1, 1:0) n.V.
Tore: 8. Moser (Varone, Bader) 0:1. 11. Kast 0:2.
12. Daugavins (Kahun) 0:3. 17. Hofer (Grossmann,
Cunti/Powerplaytor) 1:3. 20. (19:40) Sallinen 2:3. 21. (20:31)
Daugavins 2:4. 25. (24:28) Hügli 3:4. 26. (25:47) Thomas
(Daugavins, Kahun/Powerplaytor) 3:5. 27. (26:36) Stampfli 4:5. 37.
(36:26) Kahun (Daugavins/Powerplaytor) 4:6. 37. (36:59) Künzle 5:6.
42. Hofer (Cunti/Powerplaytor) 6:6. 51. Andersson (Kast, Kahun)
6:7. 57. Künzle (Cunti) 7:7. 64. Haas (bei 5 gegen 3) 8:7.
Bemerkungen: Biel ohne Fey, Rathgeb (beide
verletzt), Delémont, Karaffa und Korpikoski (alle krank), Bern ohne
Jeffrey, Scherwey (beide verletzt), Praplan und Thiry (beide
krank).
Lugano – ZSC Lions 2:3
(0:1, 2:1, 0:1)
Tore: 20. (19:04) Geering (Bodenmann, Roe) 0:1.
26. Arcobello (Carr, Loeffel) 1:1. 32. Josephs (Arcobello,
Alatalo/Powerplaytor) 2:1. 36. Quenneville (Azevedo, Geering) 2:2.
48. Krüger (Geering, Quenneville) 2:3.
Bemerkungen: Lugano ohne Herren (verletzt), Guerra
(krank) und Irving (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne
Hollenstein, Morant (beide verletzt), Andrighetto, Diem, Flüeler
und Noreau (alle krank).
Zwei Partien vom 11.1.2011:
Ambri verliert sein
Heimspiel nach einer 2:0 Führung gegen den EV Zug in der Overtime.
Zwerger lieferte den Assist zum 2:0
Bei der Rückkehr in die Meisterschaft nach 19 Tagen waren die
beiden Teams unterschiedlich erfolgreich. Während die Zuger
auswärts in Ambri den 0:2-Rückstand aufholten und die Verlängerung
mit 3:2 gewannen, mussten die Davoser in Genf eine deutliche 4:0
Niderlage hinnehmen.
Ambri trat nach zwei zuvor erlittenen Niederlagen in Genf und Biel beherzt gegen den amtierenden Schweizer Meister EV Zug auf. Die Lakers Ausleihe Steve Moses, der wegen mangelnder Spielpraxis nach seinem Achillessehnenriss, setzte sich dabei gut in Szene und konnte den Leventinern mit seinen Qualitäten aus ihrer Ausländerbaisse verhelfen. Die Trefferquoten der Ambri-Söldner McMillan (7 Tore), D’Agostini (3) Regin (2) und Hietanen (2) sind nähmlich er eher mickrig, somit muss Ambri auch nach drei Spielen im neuen Jahr auf den ersten Sieg warten. Immerhin knöpften die Leventiner dem EVZ bei der 2:3 Niederlage n.V. immerhin einen Punkt ab.
Mit den Toren von Bürgler und Pestoni lagen die Biancoblu bis zur 46. Minute vorne, ehe der Zuger Anschlusstreffer die Freude der Leventiner über einen möglichen Heimsieg trübte. Der letzte Heimsieg des HC Ambri-Piotta liegt fast 2 Monate zurück.
Für rege Diskussionen sorgte der Ausgleichstreffer von Zugs Captain und Topskorer Jan Kovar in der 52. Minute. Die Direktabnahme des Tschechen landete im Fanghandschuh von Goalie Conz, weil aber dessen Fanghandschuh anhand der Wucht des Pucks vollumfänglich hinter der Torlinie verschwand, entschieden die Referees nach dem Videostudium auf Tor.
Zuvor fanden die Zentralschweizer im ersten Spiel nach der etwa zweiwöchigen Corona-Pause den Tritt ins Spiel nicht und fassten zu viele Strafen, woraus Ambri keinen Profit schlagen konnte und ging damit auch im fünften Saisonduell mit EVZ zum vierten Mal als Verlierer vom Eis. Daher könnte Ambri allmählich den Anschluss an den unteren Playoff-Strich verlieren, obschon sie drei Spiele mehr als der zehntplatzierte SC Bern absolviert haben, momentan beträgt der Rückstand auf die Berner fünf Punkte.
Chancenlose Davoser gegen
formstarke Genfer
Auch die Servettien bestritten ihre dritte Partie im neuen Jahr und
kehrten drei Tage nach dem 1:3 Sieg im Lac Léman-Derby gegen
Lausanne wieder auf die Erfolgstrasse zurück. Das 4:0 gegen den HC
Davos war für die Rhonestädter bereits der 6. Sieg aus den letzten
sieben Spielen und bleiben daher im Kampf um einen Playoff-Platz an
Lausanne (8.) und Bern (9.) dran.
Der HCD zeigte sich in seinem ersten Spiel seit dem 23. Dezember
und der Spengler Cup Absage offensiv erschreckend schwach. Der von
Kloten ausgeliehene Goalie Dominic Nyffeler im Genfer Tor wurde
kaum gefordert. 18 Paraden brauchte der ältere Bruder von
Lakers-Goalie Melvin Nyffeler für seinen ersten Shutout in der
NLA.
Resultate vom
11.1.2022
Ambri-Piotta – Zug 2:3 (2:0, 0:0, 0:2, 0:1)
n.V.
Tore: 2. Bürgler 1:0. 20. (19:44)
Pestoni (Fora, Zwerger) 2:0. 46. Herzog (Müller, Lander) 2:1. 52.
Kovar (Hansson, Simion) 2:2. 62. Kreis (Lander, Müller) 2:3.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne D’Agostini
(überzähliger Ausländer), Zug ohne Bachofner, Martschini und
Stadler (alle verletzt).
Genève-Servette – Davos 4:0
(1:0, 2:0, 1:0)
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Charlin,
Descloux, Patry, Rod, Smons und Tanner (alle verletzt), Davos ohne
Bromé, Nussbaumer (beide verletzt) Stransky (gesperrt).
Pic: https://www.facebook.com/ehcb.ch









