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International

ÖEHV: Österreichs Damenteam fährt trotz Kantersieg nicht zu den Olympischen Spielen!

Österreichs Dameneishockey Nationalteam besiegte zum Abschluss der Olympia-Quali in Füssen (GER) Italien mit 6:1. Dänemark fährt zu den Olympischen Spielen in Peking. Ein Punkt gegen Deutschland reichte den Skandinavierinnen zum Turniersieg.

Österreichs Dameneishockey Nationalteam hatte schon vor dem dritten Spiel gegen Italien keine Chance mehr, sich für die Olympischen Winterspiele in Peking zu qualifizieren. Dänemark wird im Februar nach einer 2:3-Niederlage im Penaltyschießen gegen Deutschland die Reise nach China antreten, weil der Punktegewinn zum ersten Tabellen-Platz reichte. Österreich startete trotz der Enttäuschung über den verpassten Olympia-Traum stark in die Partie. Anna Meixner vergab nach wenigen Augenblicken die große Chance auf den Führungstreffer. Das Team musste zum Abschluss auf Charlotte Wittich verzichten, die sich beim Zusammenprall mit einer Linienrichterin beim unglücklichen Gegentreffer im Spiel gegen Dänemark verletzt hatte.

Nach dem guten Start der Österreicherinnen brachte Chelsea Furlani die Italienerinnen in Front. Vom Bully weg ging es ganz schnell, die rot-weiß-rote Defensive war ein bisschen unachtsam, Furlani verwertete einen Pass von hinter dem Tor aus kurzer Distanz zum 1:0 (4.). Aber Österreich kämpfte sich verbissen ins Match zurück. Eine Überzahlmöglichkeit blieb noch ungenutzt. Nach ein paar guten Chancen nahm sich Kapitänin Anna Meixner ein Herz, zog von der rechten Seite unwiderstehlich Richtung Tor und zimmerte den Puck zum 1:1-Ausgleich ins rechte Kreuzeck (13.).

Weber sorgt nach Alleingang für die Führung
Knapp vier Minuten später erzielte Janine Weber nach einem sehenswerten Alleingang die 2:1-Führung. Die Tirolerin schnappte sich an der eigenen blauen Linie den Puck und ließ Italiens Torfrau Martina Fedel mit einem herrlichen Haken auf die Backhand keine Chance (17). Kurz vor Drittelende zog Anna Meixner nach einem Zuckerpass aus der Defensive alleine auf das italienische Tor. Dieses Mal konnte sich Fedel im italienischen Kasten auszeichnen und lenkte den Heber von Meixner mit der Schiene auf die Querlatte.

Im zweiten Drittel starteten zunächst die Italienerinnen aggressiver und hatten durch Chelsea Furlani aus kurzer Distanz die Chance auf den Ausgleich. Selma Luggin im ÖEHV-Tor rettete mit einem guten Save. Danach sammelten sich die Österreicherinnen und es entwickelte sich ein intensives Duell mit großem Einsatz und Tor-Szenen auf beiden Seiten. Mitte des zweiten Abschnitts hatte Janine Weber in Unterzahl die Chance auf das 3:1. Karolina Hengelmüller war auf der Strafbank gesessen. Nach einem Fehler der italienischen Defensive eilte Weber alleine auf das gegnerische Tor, verzögerte jedoch den Haken nach links ein paar Augenblicke zu lange. Gleich danach hatte auch Theresa Schafzahl ein Tor auf dem Schläger. In dieser Phase lag ein weiterer Treffer für Österreich in der Luft.

Ein paar Minuten später war es soweit: Theresa Schafzahl spielte einen schönen Pass aus der linken Ecke auf Annika Fazokas, die vor das Tor zog und den Puck flach im Netz versenkte (35.). Ein paar Sekunden vor Drittelende verhinderte Fedel mit einer sensationellen Abwehr den vierten Treffer der rot-weiß-roten Auswahl, als Julia Willenshofer einen Rebound im Tor unterbringen wollte.

Starkes Schlussdrittel mit drei weiteren Treffern

Kurz nach Beginn des letzten Abschnitts tauchte Marija Linzbichler gefährlich vor dem Tor der Italienerinnen auf. Die ÖEHV-Auswahl spielte weiterhin offensiv und hatte durch Esther Väärälä nach einer 2:1-Situation die Chance auf das 4:1. Die ÖEHV-Auswahl war in dieser Phase eisläuferisch und technisch überlegen und hatte Italien im Griff.

Der vierte Treffer fiel im Powerplay durch Antonia Matzka, die Fedel mit einem guten Schuss bezwang (52.). Matzka drehte drei Minuten vor dem Ende noch einmal jubelnd ab, als sie nach einem Gestocher den Puck souverän zum 5:1 in die Maschen setzte (58.). Für den Endstand von 6:1 sorgte Anja Trummer 15 Sekunden vor der Sirene mit einem Shorthander. Österreichs Damen beendeten das Turnier in Füssen mit sechs Punkten aus drei Spielen auf Platz zwei hinter Dänemark.

Österreichs Kapitänin Anna Meixner zeigte sich trotz der hauchdünn verpassten Quali zufrieden: „Ich bin extrem stolz auf unser Team, wir haben ein super Eishockey gezeigt. Das war ein Riesenschritt in die richtige Richtung!“

Dänemark reicht ein Punkt zur Olympia-Quali
Deutschland führte beim Mittagsspiel gegen die Däninnen im zweiten Drittel bereits mit 2:0, kurz vor Ende des zweiten Abschnitts gelang den Skandinavierinnen der Anschlusstreffer zum 1:2. Im letzten Abschnitt schoss Silke Glud Dänemark in die Overtime. Mit dem Punktegewinn stand fest: Dänemark fliegt zu den Olympischen Spielen nach Peking. Am Ende feierten die Deutschen einen 3:2-Sieg nach Penaltyschießen.

Olympia-Quali Füssen (GER), 11. – 14. November

Österreich vs. Italien 6:1 (2:1,1:0,3:0)
So., 14. November 2021, 15:30 Uhr
Tore Österreich: Anna Meixner, Janine Weber, Annika Fazokas, Antonia Matzka (2), Anja Trummer

Bereits gespielt:

Dänemark vs. Österreich 1:0 (0:0,1:0,0:0)
Sa., 13. November 2021, 15:30 Uhr

Deutschland vs. Österreich 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
Do., 11. November 2021, 17:15 Uhr
Tore Österreich: Theresa Schafzahl (1), Janine Weber (2)

Tabelle Olympia-Quali Füssen

TEAM GP PTS W OTW OTL L GF:GA
1 Dänemark 3 7 2 0 1 0 07:03
2 Österreich 3 6 2 0 0 1 09:02
3 Deutschland 3 5 1 1 0 1 07:06
4 Italien 3 0 0 0 0 3 02:14
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