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ÖEL: Gmunden stoppt den WEV und bleibt an Leader KSV dran!

Drei Partien gab’s am Sonntag in der Ö Eishockey Liga: In der Division West gelang dem SC Hohenems gegen den EHC Kundl bei der Mittagspartie mit dem 7:4-Sieg die Revanche für die knappe 1:2-Niederlage vom Freitag. Die Steinböcke überholen damit den HC Kufstein in der Tabelle und sind vor dem letzten Spieltag mit einem Punkt Vorsprung aktuell Zweiter. Der ATSE Graz feierte in der Division Ost in seinem letzten Grunddurchgangsspiel beim HDK Maribor einen souveränen 4:1-Auswärtssieg und kann sich nun bereits auf die Playoffs vorbereiten. Titelverteidiger Sharks Gmunden gewann zum Abschluss der Runde gegen den WEV mit 3:0, ist wieder punktegleich mit Tabellenführer Kapfenberg, hat aber ein Spiel mehr ausgetragen als die Mürztaler.

 

Nach dem Duell am Freitagabend, das den Kundlern mit dem knappen 2:1-Sieg den Playoff-Einzug bescherte, fighteten der SC Samina Hohenems und der EHC Kundl am Sonntag in der Division West im „Back-to-Back“ zum vierten und letzten Mal im Grunddurchgang gegeneinander.

Bei der ungewöhnlichen Beginnzeit um 12:00 Uhr lieferten sich die beiden Teams bei Tageslicht einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber in der ersten Überzahl durch Ricards Purins nach Idealzuspiel von Patrick Spannring mit 1:0 in Führung gingen (4.). Sebastian Schild zog nach einem Faceoff von der rechten Seite ab und HSC-Goalie Karlo Škec ließ die Scheibe zum 1:1 ins Tor kullern (10.).

Turbulent war die Schlussphase des ersten Drittels: Erneut war es Ricards Purins, der den Puck vom linken Bullykreis zum 2:1 für die Vorarlberger in die Maschen setzte (19.). Kundl antwortete rasch mit dem Ausgleich: Valentin Ploner hielt 33 Sekunden vor der ersten Sirene nach einem Querpass von Maximilian Mackern die Schlägerschaufel zum 2:2 hin (20.).

Im zweiten Abschnitt gelang den Hausherren erneut ein schneller Treffer: Nach einem Konter zog Fabian Mandlburger ab und traf zum 3:2 nach genau 62 Sekunden (22.). Mandlburger war es, der in Unterzahl einen weiteren schnellen Angriff über Benjamin Kyllönen selbst einleitete und beim Rebound aus kurzer Distanz zum 4:2 nachsetzte (28.).

Die Hohenemser waren nun on fire und legten nach. Nach einer schnellen Überbrückung der neutralen Zone schoss Ricards Purins staubtrocken zum 5:2 ein (29.), das war der dritte Volltreffer des lettischen Goalgetters. Kurze Zeit später war Kundl zurück in der Partie: Michal Kluka schloss acht Sekunden vor Halbzeit einen schnellen Konter aus dem Slot zum 3:5 ab (30.).

Der Schlittschuhclub wartete dann in einer 5:3-Überzahl geduldig auf seine Chance: Patrick Spannring hämmerte die Scheibe nach einem Pass von Christian Haidinger per Onetimer zum 6:3 in den von Johann Bauer gehüteten Kundler Kasten (37.).

Im Schlussabschnitt konnten die Tiroler nicht mehr zulegen, Hohenems erhöhte durch Benjamin Kyllönen per Rebound auf 7:3 (49.). Den Schlusspunkt setzte Kundl, Valentin Ploner kehrte den Puck nach einer verunglückten Abwehr von Škec mit der Backhand zum 4:7 über die Linie (52.). Die Steinböcke überholten damit den HC Kufstein in der Tabelle und sind vor dem letzten Spieltag mit einem Punkt Vorsprung aktuell Zweiter.

 

Division Ost:

Sharks Gmunden schließen mit Sieg gegen den WEV zu Kapfenberg auf

Der UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden traf am Sonntag zum Abschluss der Runde in der Division Ost zum fünften und letzten Mal im Grunddurchgang auf den Wiener Eislauf-Verein. Für die Wiener, die am Freitag in Kapfenberg einen 4:0-Sieg und am Samstag gegen den ATSE Graz einen 4:1-Sieg feierten, war es das dritte Spiel in drei Tagen.

Der Titelverteidiger vom Traunsee erwischte in der muki Arena den besseren Start: Verteidiger Simon Reder zog in der Angriffszone knapp hinter der blauen Linie ab und erzielte das 1:0 (4.). In einem von beiden Teams intensiv geführten ersten Drittel erhöhte Dominik Stöttner viereinhalb Minuten vor der ersten Sirene auf 2:0 für die Oberösterreicher (16.).

Im zweiten Abschnitt tauschten zunächst Lukas Stöttner von den Sharks und Nils Granitz vom WEV kurz Nettigkeiten aus. Kurz danach konnte der WEV seine erste Überzahl nicht nützen, um endlich anzuschreiben. Das Match war weiterhin eine spannende Angelegenheit, bei jedem Wechsel war zu spüren, dass die Playoffs unmittelbar vor der Tür stehen. Beide Torhüter – Tobias Windhofer bei den Haien und Moritz Merkader beim WEV – ließen im Mittelabschnitt jeweils keinen Gegentreffer zu.

Die Sharks nahmen eine Überzahl ins Schlussdrittel mit, verabsäumten es aber da wie in einem weiteren Powerplay, den Vorsprung auszubauen. Es wurde hektischer und emotionaler, WEV-Crack Lukas Kaider und Lukas Stöttner lieferten sich elf Minuten vor dem Ende einen Fight. Für beide war das Match nach dieser Boxeinlage zu Ende. Viereinhalb Minuten vor dem Ende hatte der WEV in einer Überzahl die Chance, zurück ins Spiel zu kommen, konnte aber in dieser Phase keinen Treffer erzielen.

Am Ende zog Head Coach Philipp Ullrich Goalie Merkader für einen sechsten Feldspieler, Moritz Neurauter eroberte die Scheibe und machte mit einem Emptynet-Tor zum 3:0 knapp zwei Minuten vor Schluss alles klar (58.). Sharks-Keeper Tobias Windhofer konnte sich am Ende über ein Shutout freuen.

Die Sharks Gmunden sind in der Tabelle mit Leader Kapfenberg wieder punktegleich, haben aber ein Spiel mehr ausgetragen als die Mürztaler. In der letzten Runde gibt’s das direkte Duell, die Kapfenberger spielen zuvor noch gegen den WEV.

 

ATSE Graz feiert Auswärtssieg beim HDK Maribor

Der HDK Maribor forderte nach der knappen 3:4-Niederlage gegen Kapfenberg am Sonntag in der Division Ost den ATSE Graz im steirischen Derby der Partnerstädte. Die Füchse erwischten den besseren Start und lagen früh voran: Adi Drnda erzielte nach einer schönen Kombination und einem Querpass von Danilo Tomašević aus kurzer Distanz das 1:0 (6.).

Die Grazer trafen kurz nach Ablauf ihrer ersten Überzahl zum Ausgleich: Florian Murg setzte die Scheibe mit einem schönen Schuss zum 1:1 ins Netz (16.). Obwohl es für beide Teams in der Tabelle um nichts mehr ging, lieferten sich die beiden Mannschaften einen leidenschaftlichen und intensiven Fight. Die Slowenen wollten den Fans im letzten Heimspiel der Saison einen Sieg schenken, der ATSE hielt dagegen, Keeper Lukas Troppenauer zeigte gute Saves.

Auch im zweiten Abschnitt blieb das Match eine enge Kiste. Nach ungenützten Überzahlgelegenheiten auf beiden Seiten brach der ATSE den Bann: Cody Wickstrom zog in einem weiteren Powerplay ab und bezwang HDK-Goalie Lazar Ilić zur 2:1-Führung (33.). Maribor hingegen konnte insgesamt vier numerische Überlegenheiten nicht in einen Treffer ummünzen.

Die Grazer hingegen agierten viel effizienter: In einer in den Schlussabschnitt mitgenommenen Überzahl bezwang Filip Matijević nach nur 36 Sekunden den nun im Maribor-Tor spielenden Omar Ždralović und erhöhte auf 3:1 (41.). Knapp zwei Minuten später legten die Gäste mit dem dritten Powerplay-Treffer in Folge nach: Florian Murg stellte auf 4:1 für den ATSE Graz (43.).

Die Gastgeber hatten zwei weitere Powerplays, aber ATSE-Goalie Lukas Troppenauer ließ mit guten Paraden weiterhin keinen weiteren Gegentreffer zu. Das blieb so bis zur Schluss-Sirene, der ATSE Graz feierte am Ende in seinem letzten Grunddurchgangsspiel einen souveränen Auswärtssieg und kann sich nun auf die Playoffs vorbereiten.

 

 

Ö Eishockey Liga – Division West:

SC Samina Hohenems vs. EHC Kundl 7:4 (2:2,4:1,1:1)
So., 25. Jänner 2026, 12:00 Uhr, Eisstadion Hohenems
Torschützen SC Hohenems: Ricards Purins (03:49/PP1, 18:35 Min., 28:25 Min.), Fabian Mandlburger (21:02 Min., 27:12 Min/SH1), Patrick Spannring (36:38 Min./PP2), Benjamin Kyllönen (48:08 Min.)
Torschützen EHC Kundl: Sebastian Schild (09:17 Min.), Valentin Ploner (19:27 Min., 51:49 Min.), Michal Kluka (29:52 Min.)

 

Ö Eishockey Liga – Division OST:

HDK Maribor vs. ATSE Graz 1:4 (1:1,0:1,0:2)
So., 25. Jänner 2026, 15:00 Uhr, Ledna dvorana Maribor
Torschütze HDK Maribor: Adi Drnda (05:16 Min.)
Torschützen ATSE Graz: Florian Murg (15:44 Min., 42:59 Min./PP1), Cody Wickstrom (32:40 Min./PP1), Filip Matijević (40:36 Min./PP1)

UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden vs. Wiener Eislauf-Verein 3:0 (2:0,0:0,1:0)
So., 25. Jänner 2026, 18:30 Uhr, muki Arena
Torschützen Sharks Gmunden: Simon Reder (03:26 Min.), Dominik Stöttner (15:24 Min.), Moritz Neurauter (57:56 Min./EN)

 

www.eishockey.at, Pic: Lothar Schneider

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