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ÖEL: Lustenau fixiert mit 10:2 Erfolg den Gruppensieg und WEV besiegt Leader Gmunden

Fünf Spiele gab’s am Dreikönigstag in der Ö Eishockey Liga: Der EHC Lustenau sicherte sich mit einem fulminanten 10:2-Kantersieg im Vorarlberger Derby gegen den SC Hohenems vor über 1.300 Fans Platz eins im Grunddurchgang der Division West. Der HC Kufstein feierte gegen den Dornbirner EC einen klaren 8:0-Heimsieg und schloss in der Tabelle zu Hohenems auf. Die Wattens Penguins fighteten im Derby den EHC Kundl mit 5:4 nieder und überholten den direkten Playoff-Konkurrenten in der Tabelle. In der Division Ost sicherte sich der ATSE Graz mit einem hartumkämpften 2:1-Sieg auswärts gegen den HDK Maribor frühzeitig den Playoff-Platz. Der WEV besiegte Tabellenführer Sharks Gmunden mit 4:2. Damit stehen im Osten mit den Sharks Gmunden, KSV Kängurus, WEV und ATSE Graz alle Playoff-Teilnehmer fest.

Zum dritten Mal in der laufenden Saison trafen am Dienstag in der Division West Tabellenführer EHC Lustenau und der SC Samina Hohenems in der Rheinhalle vor über 1.300 Fans im prestigeträchtigen großen Vorarlberger Derby aufeinander. Die Steinböcke erwischten den besseren Start: Joonatan Kyllönen zog vom linken Bullykreis ab und sorgte für das frühe 1:0 der Gäste (5.).

Die Lustenauer zeigten gleich die perfekte Reaktion, Martin Grabher Meier fuhr energisch vor das Hohenemser Tor und Manuel Metzler vollendete aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich (6.). Mit einem Doppelschlag lagen die Hausherren plötzlich mit zwei Toren voran. In einer Überzahl warteten die Löwen geduldig auf die Chance, Riku Tiainen kehrte die Scheibe zum 2:1 über die Linie (14.).

Nur elf Sekunden später zog Chris D’Alvise in den Slot und ließ HSC-Goalie Karlo Škec beim 3:1 keine Chance (14.). Die Lustenauer spielten nun entfesselt auf, Riku Tiainen versenkte den Puck mit der Backhand zum 4:1 (15.). Der Finne schnürte noch im ersten Drittel seinen Hattrick, er traf vom rechten Aufwurfkreis zum 5:1 (18.).

Nach dem fulminanten Startdrittel gingen es die Lustenauer im zweiten Abschnitt ein wenig gemächlicher an, Hohenems konnte nun das Spiel offener halten. Bis die Löwen in einer Überzahl erneut zu bissen: Adem Kandimir schlenzte die Scheibe herrlich zum 6:1 ins Netz (33.).

Der Westleader zeigte sich weiterhin gnadenlos: Nach einem Fehlpass der Emser in der neutralen Zone spielten die Lustenauer Tic Tac Toe, das Martin Grabher Meier nach genau 36 Minuten zum 7:1 vollendete (37.). Wenig später tauchte Goalgetter Chris D’Alvise vor dem gegnerischen Tor auf, er sendete die Scheibe zum 8:1 über die Linie (39.). Pascal Prugger hütete nun den Kasten der Gäste.

Lustenau spielte auch im dritten Abschnitt weiter drauflos, Stefan Hrdina schlenzte die Scheibe von der blauen Linie Richtung Tor und Dominik Oberscheider fälschte zum 9:1 ab (45.). Hohenems konnte durch Ricards Purins, der aus dem Slot einnetzte, auf 2:9 verkürzen (49.).

Dann machte auch Chris D’Alvise seinen Hattrick perfekt, der Center traf aus spitzem Winkel zum 10:2 und machte das Ergebnis aus Lustenauer Sicht zweistellig (56.). Mit diesem Kantersieg fixierte der souveräne Tabellenführer frühzeitig Platz eins im Grunddurchgang der Division West.

HC Kufstein fertigt Dornbirn ab und schließt zu Hohenems auf

Ebenfalls zum dritten Mal in der laufenden Saison kämpften am Dienstag in der Division West der HC Kufstein und der Dornbirner EC Bulldogs um Punkte. Die Gastgeber machten schnell klar, wer in der Kufstein Arena das Sagen hat: Stefan Reiter zog vom rechten Bullkreis ab und erzielte das 1:0 für die Dragons (4.), wenig später traf Valentin Hammerle nach einer schönen Kombination aus kurzer Distanz zum 2:0 (6.).

Die Kufsteiner kontrollierten die Partie und erhöhten auf 3:0, Valentin Hammerle schloss einen schönen Angriff mit seinem zweiten Volltreffer ab (10.).

Im zweiten Abschnitt setzten die Tiroler früh nach und bauten den Vorsprung aus: Nach einer überstandenen Unterzahl fuhr Kapitän Dominique Saringer einen schnellen Angriff über links und Valentin Hammerle verwertete den Rebound zu seinem Hattrick und zum 4:0 für Kufstein (22.).

Nach einer kurzen Verschnaufpause erhöhte Christian Pittl aus dem Slot auf 5:0 für die Festungsstädter (33.). Mit seinem Assist beim 5:0 hat Herbert Steiner seinen 321. Punkt für die Dragons erzielt und ist somit alleiniger Alltime-Points-Leader der Kufstein Dragons. Etwas mehr als eine Minute später sorgte Stefan Reiter in Überzahl nach einem Querpass für das 6:0 (34.).

Im Schlussdrittel erhöhte Aleksi Airaksinen auf 7:0 für die Kufsteiner (46.). Nach einem Faceoff auf der linken Seite tauchte Stefan Reiter im Slot auf und stellte den 8:0-Endstand her (52.). Mit dem klaren Sieg haben die Dragons plötzlich die Chance auf Tabellenplatz zwei, die Tiroler liegen nur noch einen Punkt hinter Hohenems.

Wattens Penguins nach Sieg gegen EHC Kundl Tabellenvierter

Das Unterinntaler Derby am Dienstag in der Division West zwischen der WSG Swarovski Wattens Penguins und dem EHC Kundl war von der Ausgangslage her hochspannend. Die Penguins brauchten einen Heimsieg, um das Rennen um den letzten Playoff-Platz offen zu halten. Kundl gegenüber hatte die Chance, eine kleine Vorentscheidung im Kampf um das Viertelfinale herbeizuführen.

Kundl startete blitzartig in die wichtige Partie: Michal Kluka eroberte die Scheibe in der Angriffszone und ließ Wattens-Keeper Isaac Schönthaler mit einem schönen Haken zum 1:0 nach genau 62 Sekunden aussteigen (2.). Die Gastgeber fighteten schnell zurück: Alexander Erlacher erzielte knapp vier Minuten später aus kurzer Distanz den 1:1-Ausgleich (4.). Lorenz Klingler sorgte für die neuerliche Wattener Führung, der Stürmer erzielte das 2:1 (8.).

Nur 40 Sekunden später stellte Valentin Ploner aus kurzer Distanz auf 2:2 (9.). Die Hausherren schlugen zurück: Nach einem Bully machte Luca Muigg von der linken Seite aus spitzem Winkel das 3:2 nur knapp eine Minute später (10.). Zwei Minuten danach schoss Lukas Jaunegg staubtrocken vom rechten Aufwurfkreis zum 4:2 ein (12.). Kundl sorgte in einem fulminanten ersten Drittel für den Anschlusstreffer, Michal Kluka schoss nach einem Konter zum 3:4 ein (19.).

Nach dem Abend der offenen Tür im ersten Abschnitt agierten beide Teams im Mittelabschnitt defensiver und versuchten, die Partie nun mehr unter Kontrolle zu halten. Ein Treffer fiel dann doch noch: Fabian Nußbaumer stand nach einem Pass von Dominic Riedl goldrichtig und stellte aus kurzer Distanz auf 5:3 (34.).

Im Schlussabschnitt versuchten die Kundler, ins Match zurückzukommen. Das gelang erst spät mit dem Anschlusstreffer. Die Gäste hatten ein Powerplay und zogen zusätzlich ihren Keeper Jakub Kostelny. Michal Kluka hämmerte den Puck zwei Minuten vor dem Ende zum 4:5 in die Maschen (59.), sein dritter Volltreffer an diesem Abend. Die Penguins retteten den knappen Vorsprung über die Zeit und überholten Kundl in der Tabelle. Beide Teams halten nun bei 18 Punkten.

 

Division Ost:

WEV besiegt Tabellenführer Sharks Gmunden erneut

Der Wiener Eislauf-Verein erwartete am Dreikönigstag den UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden in der stimmungsvollen WEV Arena vor dem Wiener Konzerthaus zum vierten Saisonduell. Von Beginn war das Open Air Duell eine intensive Angelegenheit, beide Teams schenkten sich in den ersten Minuten wenig Raum.

Die Wiener hatten die erste Überzahl im Spiel, Treffer gelang in der ersten numerischen Überlegenheit keiner. Nach einem herrlichen Querpass von Patrick Bolterle hob Lukas Pohl die Scheibe herrlich zum 1:0 ins Netz (12.).

Im zweiten Abschnitt spielte der WEV zu Beginn groß auf und schoss einen Dreitore-Vorsprung heraus. Nach einem wunderschönen Angriff verwertete Denis Simek einen Querpass und kehrte den Puck zum 2:0 ins Netz (23.). Nur 37 Sekunden später tauchte Patrick Bolterle nach einem energischen Vorstoß vor dem Gmunden-Tor auf und traf zum 3:0 (23.).

Wieder knapp zwei Minuten später war der Tabellenführer im Spiel: Bastian Szieber zog von der linken Seite vor das Tor von Moritz Merkader und versenkte den Puck zum 1:3 nach genau 25 Minuten (26.). Der amtierende Meister legte nach: Routinier Marc-André Dorion kurvte durch die WEV-Abwehr, sorgte aus kurzer Distanz für den 2:3-Anschlusstreffer (35.) und machte aus dem Schlager einen Krimi.

Im letzten Abschnitt waren auch ein paar Emotionen dabei, bei diesem knappen Spielstand war klar, dass auch die Nerven bei den Cracks strapaziert werden. Nach einem spannenden Drittel fiel die Entscheidung in der Schlussminute: Verteidiger Richard Gruber spielte einen langen Pass über die Bande aus der eigenen Zone, Patrick Bolterle tanzte durch die Sharks-Defensive und netzte 40 Sekunden vor dem Ende zum 4:2 ein (60.).

Damit feierte der WEV nach dem 4:0-Auswärtssieg knapp vor Weihnachten den zweiten vollen Erfolg gegen den Titelverteidiger.  

 

ATSE Graz fixiert mit Sieg in Maribor den frühzeitigen Playoff-Einzug

Der HDK Maribor forderte am Feiertag den ATSE Graz im steirischen Derby der Partnerstädte. Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein schnelles und intensives Match, es ging in der Ledna dvorana Maribor flott hin und her. Omar Ždralović auf Seiten der Füchse und ATSE-Keeper Florian Zeugswetter ließen zunächst keinen Gegentreffer zu.

Nach einem Scheibenverlust der Slowenen beim Spielaufbau spielten die Grazer eine Traumkombination, die Luca Rodiga mit einem herrlichen Schuss zum 1:0 abschloss (14.).

Am Ende des ersten Abschnitts hatte Maribor die erste Überzahl, nahm den Großteil der Zeit der numerischen Überlegenheit ins zweite Drittel mit. Danilo Tomašević nützte diese Phase nach nur 31 Sekunden und stellte auf 1:1 (21.). Am Spielcharakter änderte sich wenig, beide Teams hatten Chancen, agierten aber defensiv stark.

Lange stand es bis ins Schlussdrittel 1:1, ehe Luca Rodiga mit einem Energieanfall aus einem Konter die späte 2:1-Führung für den ATSE Graz markierte (51.). Die Grazer verteidigten danach den knappen Vorsprung, ließen auch bei Emptynet der Draustädter keinen Gegentreffer mehr zu und fixierten mit dem knappen 2:1-Sieg den frühzeitigen Playoff-Einzug.

Ö Eishockey Liga – Division West:

EHC Lustenau vs. SC Samina Hohenems 10:2 (5:1,3:0,2:1)
Di., 06. Jänner 2026, 17:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau
Torschützen EHC Lustenau: Manuel Metzler (05:54 Min.), Riku Tianinen (13:24 Min./PP1, 14:59 Min., 17:20 Min.), Christopher D’Alvise (13:35 Min., 38:33 Min., 55:54 Min.), Adem Kandemir (32:03 Min./PP1), Martin Grabher Meier (36:00 Min.), Dominik Oberscheider (44:03 Min.)
Torschützen SC Hohenems: Joonatan Kyllönen (04:26 Min.), Ricards Purins (48:34 Min.)

HC Kufstein vs. Dornbirner EC Bulldogs 8:0 (3:0,3:0,2:0)
Di., 06. Jänner 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kufstein
Torschützen HC Kufstein: Stefan Reiter (03:50 Min., 33:55 Min./PP1, 51:16 Min.), Valentin Hammerle (05:12 Min., 09:34 Min., 21:18 Min.), Christian Pittl (32:36 Min.), Aleksi Airaksinen (45:58 Min.)

WSG Swarovski Wattens Penguins vs. EHC Kundl 5:4 (4:3,1:0,0:1)
Di., 06. Jänner 2026, 19:30 Uhr, Alpenstadion Wattens
Torschützen Wattens Penguins: Alexander Erlacher (04:11 Min.), Lorenz Klingler (07:39 Min.), Luca Muigg (09:21 Min.), Lukas Jaunegg (11:23 Min.), Fabian Nußbaumer (33:17 Min.)
Torschützen EHC Kundl: Michal Kluka (01:02 Min., 18:13 Min., 58:03 Min./PP1), Valentin Ploner (08:19 Min.)

Ö Eishockey Liga – Division OST:

HDK Maribor vs. ATSE Graz 1:2 (0:1,1:0,0:1)
Di., 06. Jänner 2026, 18:30 Uhr, Ledna dvorana Maribor
Torschütze HDK Maribor: Danilo Tomašević (20:31 Min./PP1)
Torschütze ATSE Graz: Luca Rodiga (13:42 Min., 50:50 Min.)

Wiener Eislauf-Verein vs. UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden 4:2 (1:0,2:2,1:0)
Di., 06. Jänner 2026, 19:00 Uhr, WEV Arena Heumarkt
Torschützen Wiener Eislauf-Verein: Lukas Pohl (11:26 Min.), Denis Simek (22:11 Min.), Patrick Bolterle (22:48 Min., 59:20 Min.)
Torschützen Sharks Gmunden: Bastian Szieber (25:00 Min.), Marc-André Dorion (34:27 Min.)

www.eishockey.at, Bild: EHC Lustenau

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