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Österreich

Sonstiges: Eishockey auf der ganzen Welt

Denkt man an Eishockey, so kommen einen natürlich sofort zwei Länder in den Sinn: die Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada – denn es sollte klar sein, dass die NHL das Maß der Dinge in diesem Sport ist, ganz gleich wie sehr sich andere Kontinentalverbände verrenken, um diesen Status Quo zu ändern. Für den alltäglichen Fan ist hier dann aber oft Schluss und man mag denken, dass es neben diesen beiden Giganten nichts anderes mehr in diesem Sport gibt. Nun, weit verfehlt. Denn auch wenn sich Eishockey vielleicht nicht ganz der globalen Beliebtheit erfreut wie Fussball oder Basketball, so ist es durchaus als weltweite Sportart anerkannt. Ein Blick über den Tellerrand hin zu spannenden Geschichten des Sports.

Der osteuropäische Gegenpol

Was die NHL in Nordamerika und der Welt ist, das versucht die KHL für Europa und Russland. Als Interkontinentalliga bekannt, spannt die Liga ein Netzwerk von Lettland über Russland bis hin nach Kasachstan und sogar China. Es ist ein Versuch, der NHL Konkurrenz zu machen – und damit schafft man es immer mal wieder ein wenig, aber eben nie ganz. Die Wege zu den Spielen – mehr als die Hälfte der Vereine kommt aus dem ewig weiten Russland – sind für Fans nur schwer zu stemmen, zumal auch immer noch die ganz großen Sponsoren fehlen. Allerdings ist es toll für die kleineren Städte wie Riga, Minsk und andere, wenn die europäischen Schwergewichte zu Besuch sind. Das die Saison meist mit einem Sieger aus St. Petersburg oder Moskau endet ist fast schon nebensächlich, denn immerhin hat es die Liga geschafft, mit einer eigenen Eishockeyliga die Interessen der vielen Fans zu einen. Ob es irgendwann gelingt, damit der NHL wirklich entgegentreten zu können ist aber weiterhin fraglich.

CHL – Europas Antwort

Die einheimischen europäischen Ligen sind allesamt ein wenig zu klein, zu schlecht strukturiert und nach wie vor mit zu wenig finanziellen Mitteln versetzt, um sich alleine wirklich absetzen zu können. Es verwundert daher nicht, dass man seit einigen Jahren auf das Prinzip Champions League setzt. Denn genau wie beim Casino kann man im Sport nur dann gewinnen, wenn man manchmal aufs Ganze geht. Zwar ist es auch hier so, dass es bessere und schlechtere Mannschaften gibt – es überzeugen wie so oft die nordischen Länder rund um Schweden und Finnland – dafür sind die Flugzeiten viel besser als in den oben genannten Meisterschaften, man kann seiner eigenen Mannschaft also hinterherreisen. Und das genau sollte die Essenz beim Sport sein, für Fans und Freunde da zu sein. Es geht nicht immer um das große Geld, sondern manchmal reicht es auch schon, einfach nur eine Anlaufstelle zu sein. Wie in Kenia.

Das erste Team aus Ostafrika

Eishockey in Afrika? Davon werden nur die wenigsten jemals was gehört haben, ist aber kein Traum. In Kenias Hauptstadt Nairobi trifft man sich zwei Mal pro Woche, um in einer kleinen Eishalle zu trainieren. Hier steht der Spaß im Vordergrund, allerdings ist man sich auch seiner Rolle bewusst und will als Vorbild wahrgenommen werden. Das scheint zu funktionieren, denn mittlerweile gibt es auch in Ägypten erste zaghafte Schritte, um im Wüstenstaat Eishockey beliebt zu machen.

Wie man sieht, der Sport wird mittlerweile fast global ausgetragen, auch wenn Südamerika noch immer ein wenig hinterherhängt. Ebenso in Australien, die dafür aber alle ihre eigenen lokalen und regionalen Sporthighlights haben. Man darf gespannt sein, wie sich der Sport in den kommenden Jahren entwickeln wird.

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