Nun ist es also geschehen. Marco Rossi und die Minnesota Wild gehen getrennte Wege. Die US-Amerikaner transferierten den Austro-Crack in einem größeren Paket nach Kanada und sicherten sich All-Star-Verteidiger Quinn Hughes.
Nach exakt 202 Saisonspielen endet die Zusammenarbeit zwischen Marco Rossi und den Minnesota Wild. Bereits im Sommer tat man sich schwer einen neuen Vertrag auszuhandeln. Schon damals wurden die Vancouver Canucks als potenzieller „landing spot“ für den Mittelstürmer genannt. Damals konnte man sich aber nicht auf ein passendes Paket einigen.
Blockbuster-Deal
Doch nun ist es so weit: Die Wild schicken Rossi, Liam Öhgren, den jungen und sehr talentierten Verteidiger Zeev Buium, sowie einen 1st Round Pick nach Vancouver und sicherten sich im Gegenzug niemand geringeren als Quinn Hughes.
Mit 26 Jahren ist Hughes im besten Alter und hat bereits 459 NHL-Spiele auf dem Buckel. Bemerkenswert: mit 432 Punkten liegt er derzeit bei einem Schnitt von 0.94 „points per game“, als Verteidiger. Seine punktbeste Saison lieferte der US-Amerikaner 2023/24 ab, als er 17 Tore und 75 Assists verbuchen konnte. Der Linksschütze steht noch bis Ende der Saison 2026/27 unter Vertrag. Ob Der in Florida geborene Defender seinen Vertrag dort auch verlängern wird, bleibt abzuwarten. Schon länger wird über eine „Hughes Brothers Reunion“ in New Jersey gemunkelt.
Minnesota nun im Stanley Cup Fenster – Vancouver geht erneut in den Rebuild
Bei den Kanadiern ist nun eines ganz klar: erneut ist ein Neuaufbau, oder zumindest eine Umstrukturierung, angesagt. In den letzten Jahren tradete man mit Bo Horvat, J.T. Miller und jetzt Hughes wichtige Leistungsträger, nun muss man einen neuen starken Kern formen. Einige gute junge Cracks sind da – zum Beispiel der diesjährige 1st Round Pick Braeden Cootes. Mit Buium bekommen die Canucks einen äußerst talentierten Verteidiger. Er wird die Fußstapfen von Hughes zwar nicht komplett füllen können, in British Columbia wird man aber definitiv viel Freude am 20-jährigen Defender haben.
Gänzlich anders die Situation in den „twin cities“. Mit Kirill Kaprizov und Matt Boldy haben die Wild zwei Stürmer-Stars in ihren Reihen – und beide sind noch für viele Jahre unter Vertrag. Brock Faber entwickelt sich auch zu einem wichtigen Eckpfeiler in der Defensive und im Hinblick auf die Fangquote haben die Wild mit den Schweden Jesper Wallstedt und Filip Gustavsson ein hervorragendes Goalie-Tandem.
Mit Hughes erhält das Spiel der Wild eine völlig neue Dimension und gibt dem Team von Headcoach John Hynes Optionen – vor allem im Powerplay. Interessant wird zu beobachten sein, wie Marco Rossis Platz gefüllt werden kann. Eins sah man zuletzt aber recht klar: Minnesota konnte auch ohne den verletzten Austro-Crack auf sehr hohem Niveau performen. Sieben der letzten zehn Spiele wurden gewonnen und die Wild arbeiteten sich auf Rang 3 der Central Division vor.
Bereits heute wartet auf die Wild das erste Spiel mit Quinn Hughes, dann empfangen die US-Amerikaner die Ottawa Senators. Für die Canucks geht es erst morgen bei einem Gastspiel bei den New Jersey Devils weiter. Auf die Kanadier wartet nun ein fünf Spiele umfassender Roadtrip an der US-amerikanischen Ostküste. Am 2. April kommt es dann zum Wiedersehen zwischen Hughes und Vancouver, sowie Rossi und Minnesota. Dann gastieren die Canucks in St. Paul.
Bild: facebook.com/minnesotawild





